Impressionen aus dem Südlohner Moor

Was hier aussieht wie ein See, ist eine überstaute Renaturierungsfläche. In diesem Bereich des Südlohner Moores (nördlich der Mitte) gibt es einige dieser großen überstauten Flächen, auf denen sich die moortypische Vegetation nach dem Torfabbau erst noch wieder etablieren muss.
Aufgrund der Witterung ist der Wasserstand momentan besonders hoch.
Pfeifengras im Wind.
Fläche mit Pfeifengras und Wollgras.
Besenheide auf einem Moordamm.
Eisvogel an einem Graben.

Kolkraben und Kraniche

Im Steinfelder Moor war die Luft zu Beginn dieser Wocher von den Rufen der Kraniche und einiger Kolkraben erfüllt. Eine Gruppe von ca. 6-8 Kolkraben hatte sich in einem Baum niedergelassen, während zwei der Tiere mit Flugspielen beschäftigt waren. Die Balz der Kolkraben findet im Januar und Februar statt. Im Osten der Republik sind diese großen Vögel deutlich häufiger und oft auch mit weniger Scheu zu beobachten, als hier bei uns.

Leider waren die Fotobedingungen eher schlecht …

Flugspiel der Kolkraben
Spielunterbrechung
Zwei Kolkraben und zwei Kraniche
Etwa 100 Kraniche ließen sich schließlich im nördlichsten Teil des Steinfelder Moores nieder.

Fotos: Caroline Poitzsch

Gänsesäger

Der Gänsesäger gehört zu den regelmäßigen Wintergästen am Dümmer. Der große Entenvogel ist mit einem langen, roten Hakenschnabel ausgestattet. Die scharfen Hornzähne darin, die dem Festhalten der Beute dienen, sind maßgeblich namensgebend. Da Gänsesäger ihre Beute ausschließlich auf Sicht jagen, ist ihr Lebensraum eng an klare Gewässer gebunden. Die Beute wird tauchend gejagt, zuvor wird der Kopf während des Schwimmens immer wieder ins Wasser gesteckt, um die Lage auszukundschaften.

Männlicher Gänsesäger
Weiblicher Gänsesäger im Vordergrund, Männchen hinten

Alle Fotos: Werner Brinkschröder

Rosmarinheide und Moosbeere

Bei Kartierungen ist es immer besonders schön, Arten aufnehmen zu können, die zum einen wertgebend für den jeweiligen Lebensraum und zum anderen gefährdet sind. Bei Biotoptypenkartierungen im Hochmoor gehören Rosmarinheide (Andromeda polifolia) und Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccus) in diese Kategorie. Beide Arten sind auf der Roten Liste in Kategorie 3 (gefährdet) geführt.

Rosmarinheide (Andromade polifolia, Bildmitte) am Rande einer überstauten Fläche im Südlohner Moor.

Die Rosmarinheide verdankt ihren Trivialnamen ihrer Ähnlichkeit zu Rosmarin. Anders als dieser ist das Heidekrautgewächs durch Andromedatoxin allerdings giftig. Auch Honig, der von dieser Pflanze stammt, ist giftig.

Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccus) rankt auf Glockenheide (Erica tetralix) im Südlohner Moor.

Die Moosbeere gilt als der niedrigste bei uns vorkommende Strauch. Meist liegen ihre fadendünnen Zweige auf Torfmoospolstern. Die säuerlichen Beeren der Pflanze enthalten viel Vitamin C und sollen sich, besonders nach dem ersten Frost, für Marmelade eignen.

Wildkamera-Aufnahmen

Im Oktober haben wir bereits Aufnahmen einer Wildkamera gepostet, die am Ufer des Dümmers aufgestellt war. An gleicher Stelle stand die Kamera noch etwas länger, bevor sie an einem anderen Standort im Einsatz war. Darum wurde die Speicherkarte erst jetzt ausgelesen, weshalb wir nun nochmals ein paar schöne Bilder aus dem Oktober zeigen können.

An der beobachteten Stelle lagen tote Karpfen im Uferbereich. Dieses Nahrungsangebot findet viele interessierte Abnehmer, wie die folgende kleine Bildauswahl zeigt.

Zunächst wurde eine Wanderratte erwischt.
Mäusebussarde schlugen sich den Bauch voll.
Möwen fraßen sich satt und …
… jubilierten (?)
Und auch die jungen Seeadler …
… waren wieder vor Ort.
Diesmal …
… ließ sich auch ein Altvogel blicken .
Auch bei Einbruch der Dunkelheit.
Und schließlich noch ein Zweiter.