Sumpfohreule

Folgt man den Moorerlebnispfad im Aschener Moor bis zum Ende, erreicht man die Heilehautfläche. Eine Fläche mitten im Torfabbaugebiet, die noch nie abgetorft wurde. Und diese Fläche hält auch immer wieder kleine Überraschungen für einen bereit, wie in diesem Fall eine Sumpfohreule.

Gut versteckt im Gras sitzt eine Sumpfohreule (Foto: Christian Vogel).

Mission Schleiereule

Heute haben wir eine Schleiereule von einem Netz befreit. Eine für uns nicht alltägliche Aufgabe verbarg sich hinter einem Anruf aus Stemwede-Haldem. Ein besorgter Scheunenbesitzer rief uns an, dass sich die Krallen einer Schleiereule in einem Netz verfangen hätten und jetzt fliegt sie damit durch die Scheune.

Netz an den Ständern der Schleiereule.

Das Tier war sehr ruhig, ließ sich gut fangen und ohne anstalten aus dem Netz befreien. Das Netz war noch nicht lange an der Eule, es gab noch keine Schürfwunden, Schwellungen oder andere sichtbaren Verletzungen, so dass wir sie schnell wieder freilassen konnten.

Die Schleiereule ist befreit und konnte wieder freigelassen werden.

Fotos: Christian Vogel

Ameisen im Jahresverlauf

Die folgenden Bilder zeigen das Nest von Waldameisen, die ersten beiden Bilder sind aus dem März und das letzte aus dem August und zeigt den Baufortschritt. Aufgrund starker Regenfälle hat das Nest in den letzten Wochen stark gelitten und der Baufortschritt wurde zurück geworfen, trotzdem sind Veränderungen sichtbar.

Die emsigen Waldameisen (Emse ist übrigens eine veraltete Bezeichnung für Ameisen).
Das Ameisennest im März, es ist mehr zu erahnen als zu sehen.
Und Ende August, das Nest ist schon deutlich gewachsen.

Fotos: Ulrich Krause

Aronstab und Schwefelporling

Der Aronstab gedeiht am Stemweder Berg, an der Brockumer Seite.

Die roten Früchte des Aronstabs verraten seinen Standort
Alle Bestandteile der Pflanze sind giftig – bitte nicht anfassen!

Und den „gemeinen Schwefelporling“ habe ich in Brockum in einem alten Eichenstumpf entdeckt. Der Pilz ist etwa 2 Wochen alt.  Der Pilz wird in sehr jungem Stadium in manchen Küchen verzehrt, wegen seines Geschmacks nennt man ihn daher „Chicken of the wood“. Aber Vorsicht: wächst er auf giftiger Unterlage, speichert er die im Holz enthaltenen toxischen Stoffe und kann zu einem gefährlichen Menue werden. 

Gemeiner Schwefelporling, auch Chicken of the wood (Waldhühnchen) genannt.

Fotos und Text: Ulrich Krause

Weißstörche

Sie sind aktuell überall unterwegs, man sieht sie auf den Mähwiesen bei der Nahrungssuche oder auf Straßenlaternen sitzen, die Weißstörche.
Am Dümmer waren dieses Jahr mindestens 21 Horste besetzt und waren teilweise auch erfolgreich bei der Brut und Jungenaufzucht.

Junger Weißstorch (Foto: Werner Brinkschröder).

Die jungen Störche kann man an dem Schnabel und den Beinen erkennen. Während die ausgewachsenen Tiere rote Schnäbel und Beine haben, sind die Schnäbel der Jungstörche noch teilweise schwarzbraun und die Beine eher orange bis braun, wie auf dem Foto zu sehen ist.

Insektenmonitoring

Ein wichtiger Punkt bei der Lebensraumgestaltung für Wiesenbrüter ist die Nahrungsverfügbarkeit in den Zielflächen. Besonders die Küken brauchen viel eiweißhaltige Nahrung nach dem Schlupf aber auch die adulten Vögel ernähren sich überwiegend von Insekten. Im Rahmen des integrierten LIFE-Projekts LIFE GrassBirdHabitats des NLWKN (weitere Infos hier) wird deshalb in ausgewählten Flächen rund um den Dümmer und weiteren Untersuchungsgebieten ein Insektenmonitoring durchgeführt. Die NUVD unterstützt dabei die Feldarbeit, also die Betreuung der verschiedenen Insektenfallen am Dümmer.

Verschiedene Fallentypen im Gelände, die gerade geleert werden (Foto: Caroline Poitzsch).
Dieser Fallentyp nennt sich Malaise-Falle. Wer sich gefragt hat, was die komischen Zelte im Gebiet sind, hier die Antwort (Foto: C. Poitzsch).
Die Fallen werden alle 14 Tage kontrolliert und die Insektenbestände erfasst (Foto: C. Poitzsch).

Wildkameraaufnahmen aus der Anpflanzung am Olgahafen

Mitte Juni haben wir am Olgahafen die Schilfanpflanzung erweitert. Um zu gucken, was innerhalb des Zauns passiert haben wir eine Wildkamera aufgehangen. Es wurden vor allem Enten mit ihren Küken fotografiert, die kleinen Hightlights folgen jetzt:

Ein Eisvogel hat sich zum Frühstück einen Fisch geschnappt. Für uns ein Zeichen, dass Kleinfisch diese Strukturen bereits annimmt, auch wenn die neue Anpflanzung noch etwas dürftig ist.
Die Graugänse sind hinterm Zaun, genau wie es sein soll. Der Graureiher stellt für die Anpflanzung keine Gefahr dar.
Und dieser Geselle soll eigentlich auch außerhalb des Zauns sein. Die Nutria frisst gerne Schilf und gefährdet dadurch die Anpflanzung.

Insekten im Moor

Neben den auffälligeren Säugetieren von gestern und den in den Hochmooren häufigen Vögeln, sind auch die kleineren und häufig unscheinbareren Insekten anzutreffen. Eine Auswahl folgt:

Ein Grashüpfer im Südlohner Moor.
Verschiedene Libellen im Südlohner Moor.
Ein Tagpfauenauge sonnt sich auf einem Weg.
Alle Fotos: Christian Vogel

Säugetiere im Moor

Geht man im Südlohner Moor spazieren begegnen einem immer wieder auch Säugetiere. Eher selten wird man den Wolf, ein Wildschwein, einen Fuchs oder einen Marderartigen entdecken. Häufiger kann man dafür Feldhase und Rehwild beobachten, so wie auf den Fotos:

Ricke und Rehbock im Randbereich des Südlohner Moors.
Eine Ricke mitten in den feuchten Flächen, auch hier fühlt sich das Rehwild wohl.
Ein Feldhase, gut versteckt hinter einem Grasbüschel.
Alle Fotos: C. Vogel