Feuersalamander im Stemweder Berg

Die Feuersalamander nutzen die ersten warmen Tage und setzen ihre Larven bereits in die Gewässer.
Leider haben diese stark und den heißen und trockenen Sommern der letzten Jahre gelitten, so dass teilweise der Wasserstand um einen Meter gesunken ist. Für die Feuersalamander bleibt nur zu hoffen, dass dies ein verregnetes Jahr wird, sonst werden die Gewässer bald gänzlich ausgetrocknet sein.

Feuersalamander im Stemweder Berg (Foto: Christian Vogel).

Schilfpflanzungen am Olgahafen

Die Schilfpflanzungen am Olgahafen entwicklen sich gut, jetzt im Winter liegen die Bestände trocken. Das ist aber kein Problem für die eingezäunten Pflanzen und sobald der Dümmer im Frühjahr wieder angestaut wird, werden auch die Pflanzen durchflutet.

Fotos: Petra Hensel

Natürlicherweise sind Wasserstände in Seen im Winter höher als im Sommer, da der Dümmer aber sowohl die Funktion als Rückhaltebecken für Schneeschmelzen und starke Regenfälle im Winter hat, als auch als Wassersportgebiet im Sommer dient, ist es hier genau andersherum. Wir haben hohe Wasserstände im Sommer, damit Surfer und vor allem Segler ausreichend Wasser unter dem Kiel haben und im Winter wird das Wasser abgelassen, damit der Dümmer als Puffer dienen kann. Leider ist das dem Schilfwachstum nicht zuträglich. Allerdings ist das nur einer von vielen Punkten, der Fraßdruck ist weiterhin der stärkste Einflussfaktor auf das Schilf.

Beobachtungsbericht aus dem Boller Moor

-von Jürgen Richter-

Am Sontag den 17. Januar 2021 war ich bei leichtem Schneetreiben für eine Stunde am Boller Moor – genauer östlich davon im Hinterland von Mariendrebber im Gebiet Moorstraße Mitteldamm.

Folgendes konnte ich beobachten: ein Schwarm von gut 200 Wachholderdrosseln mit 10 Staren flog von Wiese zu Wiese und sucht nach Nahrung. An jeder Wiese saßen Mäusebussarde in unterschiedlichsten Färbungen von ganz dunkel bis recht hell. 15 Silberreiher waren nicht zu übersehen. Auf einem abgeernteten Maisfeld suchten 14 Rebhühner Schutz. Immer eines beobachtete das Umfeld – die anderen pickten nach Nahrung. Ein Feld weiter, ebenfalls mitten auf einem Maisfeld ruhten unbeweglich 8 Bekassinen – durch die leichte Schneedecke waren sie mit ihren langen Schnäbeln und dem braun streifigen Rücken gut zu sehen. Ein Trupp von 80 Grünfinken flog von Busch zu Busch. Auf einem solitären Baum saß ein Kolkrabe und rief ständig sein: krok – krok – krok… und ständig hörte ich von irgendwo die Kranichrufe. An einem noch vollständigen Maisfeld standen sie dann – zu nächst einzelne Kleingruppen und dann wurde der Blick frei auf alle – ca. 1.000 Kraniche und immer wieder kamen neue dazu aus Richtung Westen. Einzelne Nilganspaare standen hochbeinig in Wiesen nahe der Gräben. Kurzum: ganz schön viel los in unserer wunderbaren Winternatur und alles das gratis ohne den Kontakt zu Menschen bei ganz viel frischer Luft… und was braucht man dazu: die richtige Bekleidung und ein Fernglas. Probiert es doch mal aus.

Viele Grüße aus der Natur von Jürgen

Schwarzkopf-Ruderente am Olgahafen

Seit einiger Zeit sitzt diese Schwarzkopf-Ruderente vor dem Olgahafen auf dem Dümmer. Die amerikanische Ente wurde als Ziergeflügel nach England eingeführt, als Gefangenschaftsflüchtling trat sie anschließend ihren Besiedlungszug durch Europa an. In den 1950er bis zu den 1970er Jahren entflohen etwa 90 Tiere auf die sich die gesamte europäische Population zurückführen lässt.

Schwarzkopf-Ruderente auf dem Dümmer (Foto: Petra Hensel)

Dabei ist sie so erfolgreich, dass sie die europäische Weißkopf-Ruderente gefährdet, zwischen den beiden Arten gibt es eine starke Hybridisierung, zudem ist die amerikanische Vertreterin im Konkurrenzkampf um Nistplätze und Nahrung stärker und erfolgreicher.

Dies führte dazu, dass die Schwarzkopf-Ruderente 2016 auf die „Liste der unerwünschten Arten unionsweiter Bedeutung“ gesetzt wurde. Nach §40 Bundesnaturschutzgesetzt wird sie als invasive Art betrachtet, die heimische Arten gefährdet. Das führt zu einer Bekämpfung dieser Art und auch zur Entnahme einzelner Individuen in Deutschland, um eine Populationsetablierung und eine weitere Verbreitung zu verhindern.

Prachttaucher am Dümmer

Schon zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit zeigt sich ein einzelener Prachttaucher am Dümmer. Diese Vögel haben ihre Brutgebiete in Skandinavien und Russland und verbringen den Winter an der Nord- oder Ostseeküste, ein Teil der Population zieht bis an das Mittelmeer. Überwinterer im Binnenland sind eher selten, zudem verbringen sie die kalte Jahreszeit eigentlich gerne in Gruppen.

Der Prachttaucher am Dümmer, die beiden weißen Flecken, links und rechts, machen ihn unverkennbar (Foto: Werner Brinkschröder).

Nonnengänse

Und auch dieses Jahr haben wir wieder Besuch von diesen schwarz-weißen Gänsen von der Küste. Auch wenn die großen Rastbestände der Nonnengans, auch Weißwangengans genannt, an den Küsten anzutreffen sind, finden sich immer mehr kleinere Trupps auch im Binnenland zur Überwinterung ein.

Diese Nonnengänse wurden auf dem Naturerlebnispfad im Ochsenmoor aufgenommen (Foto: Christian Vogel).

Frohe Weihnachten

Liebe Leser, Einsender und Unterstützer des Blogs,

ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende, es war ein etwas anderes Jahr und die Situation wird sich auch noch etwas weiter so hinziehen.
Wir wollen die Gelegenheit nutzen um uns bei euch zu bedanken, auch dieses Jahr wurden wieder tolle Fotos und Beiträge von euch eingesendet und die Resonanz auf den Blog steigt immer weiter an.

Vielen Dank!

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und bleibt gesund!

Euer NUVD-Team

Vielleicht bekommen wir auch mal wieder ein wenig Eis und Schnee, die Hoffnung ist da! (Archivbild NUVD, 2012)

Platter Schwanz

Kurz vor Weihnachten noch einmal eine erfreuliche Nachricht aus der Dümmerregion. Da ist doch tatsächlich ein Biber in die Kamerafalle getappt. Das Foto entstand Anfang Dezember an der Lohne, keine 5 km vom Dümmer entfernt.

Der Biber, sehr gut ist sein charakteristischer, platter Schwanz, auch Kelle genannt, zu sehen.

Da bereits im vergangenen Jahr Berichte von Biber aus dem Landkreis Vechta kamen, haben wir den Biber über kurz oder lang auch am Dümmer erwartet. Ob es nun ein Durchzügler ist oder er es sich hier bereits gemütlich gemacht hat, können wir noch nicht sagen.

Allerdings gehen wir aktuell von einer natürlichen Besiedlung aus, da die Ausbreitung des Bibers in Deutschland stark zugenommen hat und vieles darauf hindeutete, dass der Biber auch zu uns kommt.

Das Meister Bockert, wie sein Fabelname lautet, auch Probleme machen kann, ist uns durchaus bewusst, da sich aber bei den illegal ausgesetzten Tieren 2009 keine nennenswerten Probleme ergaben, rechnen wir auch bei einer natürlichen Besiedlung zunächst nicht damit.

Von den 2009 illegal ausgesetzten Tiere sind übrigens keine mehr da. Wir gehen davon aus das der letzte Biber 2017 eines natürlichen Todes gestorben ist. Somit ist eine genetische Verfälschung der einwandernden Population ausgeschlossen.