Sturmschaden

Der Sturm hat vergangende Woche den einen oder anderen Schaden angerichtet. So hat er auch diese alte Buche umgeweht, die sowohl ein Dohlennest enthielt, welches offensichtlich schon länger genutzt wurde, als auch einen Bienenstock. Alte Bäume sind Lebensraum für viele Tiere und wenn der Verlust solcher Bäume ärgerlich für die Tierwelt ist, so ist es in diesem Fall ein natürlicher Prozess.

Das Dohlennest, oben sieht man das aktuelle Nest und das schwarze ist Erde, die durch die Verottung der alten Nester entstanden ist.
Bienenwaben im gesplitterten Stamm.
Und noch mehr Bienenwaben.

Faszination Fernglas – Teil 6

… einige  Praxistipps …

Wer draußen in der Natur unterwegs ist, möchte manches mitnehmen z.B. Getränk, Obst, ein kleines Vesperpaket, Naturbestimmungsbuch für Vögel, Pflanzen, Säugetiere, Fotoapparat, Sonnenschutzkappe, Handschuhe, Landkarte, Handy, Geldbörse, Iso-Sitzkissen, Taschentücher, Abfallbeutel usw… Das alles in Jackentaschen unterbringen? Nein. Die Lösung ist ein kleiner Rucksack. Alles rein – und man kann sich frei bewegen. Ein leichtes Gewicht auf dem Rücken sorgt auch für eine gute Haltung beim Gehen, denn es zieht den Oberkörper zurück – man läuft aufrechter!

Ich habe meinen Fernglasriemen durchschnitten und zwei Karabiner eingenäht. Schaut Euch mal das Bild an. Somit kann ich wahlweise das Glas um den Hals hängen und gepolstert ist es auch noch – oder ich hänge es vorn im Rucksacktragegestell ein. Dann ruht mein Glas mit seinem Gewicht als Gegenspieler zum Rucksack auf den Schulter und wird kaum noch wahrgenommen. Das ist ermüdungsfrei! Mir hat ein geschickter Schuster die Karabiner eingenäht, denn er hat kräftiges Nähzeug und stärkeren Zwirn.

Und noch eine Entscheidung sollte jeder für sich treffen, denn  das schlechteste Fernglas ist das zu Hause vergessene Fernglas. Ich bin meistens mit dem Auto zum Zielort unterwegs. Mein Glas liegt immer versteckt im Wagen. Ich habe das Risiko für mich wie folgt abgewogen: ich möchte es immer dabei haben, um die schönen Gelegenheiten nie zu verpassen – wenn mein Auto dann mal aufgebrochen wird und das Glas fehlt, so werde ich mich mit den schönen Blicken, die es mir immer ermöglicht hat, trösten. Ob das funktioniert, weiß ich nicht – so aber mein Plan!? Viele werden jetzt denken, das geht gar nicht. Aber ich bin ich – für mich ist die Chance wichtiger als die Risikoabsicherung.

Mit Grüßen aus der Natur von Jürgen

Faszination Fernglas – Teil 5

… Übung macht den Meister …

Wenn mein Fernglas vor der Brust hängt, sollte der Fernglasriemen so lang sein, dass ich keinen Zug auf den Riemen spüre wenn ich das Glas vor das Gesicht halte. Locker durchhängen sollten die Riemen. Manche Hersteller bieten Schutzkappen für die Linsen an. Diese schützen das Glas nicht nur beim Transport. Bei Regen z.B. kann eine Schutzkappe, die auf den Riemen läuft, Wassertropfen auf den oberen Linsen fernhalten – genial!

Ski Laufen gelingt auch nicht auf Anhieb und so ist es auch mit dem Fernglas schauen. An fest stehenden Objekten kann man super üben – sie laufen nicht weg. Man merkt sich ein markantes Objekt in der Nähe des Zielobjektes und sucht das dann mit dem Glas solange bis man es hat. Dann stellt man es mit dem großen Einstellungsrad scharf. Anschließend sucht man sich ein neues Objekt in ganz anderer Entfernung und macht das selbe. Und das immer und immer wieder bei wechselnden Objekten. Was passiert? Man wird fit im schnellen Finden des Zielobjektes. Richtig fit ist, wer einen Vogel im Flug mit dem Fernglas verfolgen kann. Dieses Ziel wird jeder erreichen, der hin und wieder übt.

Und was anderes ist auch sehr interessant. Deine Sprache wird präziser. Warum? Stelle Dir vor zwei Fernglasgucker stehen nebeneinander – einer entdeckt was und sagt: „da, da vorne ist ein Reh!“ Mit dieser Info kann man wenig anfangen. „In Gehrichtung – 2 Uhr – in 200m – am Waldrand“ dort steht ein Reh. So wird’s was mit dem Finden. ( 2 Uhr ist keine Uhrzeit – es ist die Richtung. 12 Uhr ist genau vor dem Betrachter – so teilt man entsprechend dem Uhrenziffernblatt eine Richtung mit). Begriffe wie „über dem Horizont“ oder „unter dem Horizont“ – sich nach rechts oder links bewegend, werden wichtig. Ober wenn man ein Objekt auf einem See/Meer mitteilen will, so braucht man Bezugspunkte zum Beschreiben wie: 50m links neben dem Segelboot  oder man sucht einen markanten Punkt und beschreibt vor dort aus z.B. auf der Linie von hier zur roten Boje auf halber Strecke. Punkte am Horizont wie ein Kirchturm oder große Bäume helfen beim Beschreiben wo man was entdeckt hat. Militärgläser haben häufig eine eingeschliffene Skala mit einem Nullpunkt im Sehfeld – das hilft bei der Orientierung – stört aber den genussvollen Naturblick.

Ich wünsche allen viel Spaß am Üben und Beschreiben von Positionen der interessanten Entdeckungen.

Mit Grüßen aus der Natur von Jürgen

Federn – Das Kleid der Vögel

… Haut, Haare, Fell, Schuppen, Chitin Panzer…

Die Natur hat viele Varianten geschaffen, damit Lebewesen in ihrem Biotop optimal angepasst sind. Nehmen wir die Fische. Wasser strömt entlang dem Körper, die Schuppen  bilden kaum Widerstand, sie gleiten durchs Wasser.

Vögel haben ein Federkleid, damit sie sich in der Luft bewegen können. Der eine ist ein Segler, wie die Geier z. B. – der andere ist auf den reißenden Flug ausgelegt wie die Mauersegler z. B. Eulen haben an ihren Federn am Rand kleine Härchen. Damit werden scharfe Luftverwirbelungen an den Flügeln geräuschlos aufgelöst. Für einen Jäger der Nacht genial für die Nahrungsbeschaffung.

Vögel verbringen viel Zeit mit dem Putzen und Pflegen ihrer Federn, denn sie wissen, wie wichtig das zum Überleben ist. Durch den Schnabel werden die Federn gezogen und in sich wieder „verzahnt“. Wenn ihr eine Feder findet, schaut sie euch mal genau an. Es ist ein Kunstwerk der Natur… und auch dieses nutzt sich ab. Deshalb haben die Vögel die Mauser, in der sich Teile des Federkleides erneuern.

Eine kleine Geschichte dazu: junge Entenküken werden von den Eltern gehudert. Das bietet Schutz, wärmt und fettet das Flaumgefieder ein. Wie wichtig gerade letzteres ist, konnte ich selbst erleben. Die Bürzeldrüse am hinteren Rücken einer ausgewachsenen Ente erzeugt ein Fett. Mit der Schnabelunterkanten nimmt die erwachsene Ente das Fett auf und verteilt es im Gefieder. Das ist wie „imprägnieren“. Bei Jungenten funktioniert diese Drüse nicht sofort. Sie werden durch des Federkleid der Eltern mit „imprägniert“. So hatten wir eines Tages 9 Entenküken deren Eltern verunglückt waren zur Pflege. Sie sahen den kleinen Teich und ruckzuck waren sie drin…. und ganz schnell gingen sie auch unter … mit einem Kescher konnten wir allen Entenküken fix helfen… aber wir staunten nicht schlecht bei diesem Erlebnis… Mittels einer flachen Wasserschale in „Entenstehhöhe“ konnten wir den Kleinen ihr Vergnügen gönnen… alle waren wohl auf und konnten weiter schnattern…

Mit Grüßen aus der Natur von Jürgen

Goldregenpfeifer

Im Ochsenmoor sind nun auch die Goldregenpfeifer aufgetaucht. Durch die anhaltenden Bemühungen zur Wiedervernässung ist u.a. das Ochsenmoor ein Refugium für Limikolen. Neben unseren drei bekanntesten Vertretern, Kiebitz, Uferschnepfe und Großer Brachvogel, sind auch viele andere Vetreter zu finden. So werden auch die Goldregenpfeifer hier häufiger, übrigens hat sich auch ein Kampfläufer zwischen den Goldregenpfeifern im Video versteckt.
Und die Rufe im Hintergrund gehören zu den Blässgänsen, die als Wintergäste die Dümmerniederung aufsuchen.

Videomaterial: Werner Brinkschröder.

MammalNet – Bürgerwissenschaften zur Verbesserung des Schutzes der europäischen Säugetiere

MammalNet ist ein europäisches Projekt, welches dem Monitoring von Säugetieren dient. Da Europa sehr groß ist und damit die Aktion ein Erfolg wird, ist das Projekt auf eure Hilfe angewiesen. Es wird gezielt auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger gesetzt und dafür stellt das Projekt verschiedene Hilfestellungen bereit, von Online-Kursen bis hin zu Apps.
In Deutschland wird das Projekt vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover betreut.

Weitere Informationen gibt es hier: https://mammalnet.com/de/

Und in dieser PDF.

Rehbock (Archivbild).

Kranichzug über der Dümmerniederung

Kraniche auf ihrem Weg in die Brutgebiete (Foto: Werner Brinkschröder).

Am vorgestrigen Tage, dem 02. März 2021, war wieder intensiver Kranichzug im Dümmer-Gebiet und auf der „Osnabrücker Route“ zu beobachten.

Allein am Dümmer wurden in den Mittags- und Nachmittagsstunden ca. 1.350 in Richtung Ost ziehende Kraniche beobachtet.

(Text: Werner Brinkschröder).