Fischotter am Dümmer

Sie werden mehr! Letzte Woche wurden mehrere Wildkameras an der Wasserkante des Dümmers mit Blickrichtung Schilf aufgestellt. Sie sollten die Bewegungen der dortigen Säugetiere (Nutria, Waschbär, Marderhund usw.) aufzeichnen. Womit wir eigentlich nicht gerechnet haben, zumindestens nicht in der Anzahl, war der Fischotter. Sowohl an der Südbucht als auch an der Hohen Sieben sind uns Exemplare in die Fotofalle getappt. Hier zwei Beispiele:

Zwei Fischotter in der Sübucht (Das Datum auf dem Foto ist nicht korrekt).
Fischotter an der Hohen Sieben (Das Datum auf dem Foto ist nicht korrekt).

Die Wintergäste kommen…

Jetzt heißt es wieder die Augen und Ohren offenhalten, denn sowohl die ersten Kraniche als auch die ersten Blässgänse sind in der Dümmerniederung gesichtet worden.
Wer Beobachtungen oder Fotos macht, kann uns die gerne hier mitteilen, wir veröffentlichen die sehr gerne.

Ein besonderes Interesse besteht auch an den Zugbewegungen der Kraniche, wer hier Beobachtungen macht, meldet diese bitte direkt an brinkschroeder.werner@web.de.
Im Ideallfall enthalten diese Meldungen: Datum, Ortsangabe, Anzahl der beobachteten Kraniche und bei ziehenden Exemplaren auch der Zugrichtung.

Alle Beobachtungen werden anschließend in einem Bericht zusammengefasst. Leider ist der Bericht für das Winterhalbjahr 2019/2020 noch nicht fertig, er wird dann hier aber nachgereicht.

Kranichzug (Archivbild, Werner Brinkschröder)

Mandarinente

Am Marler Graben wurde diese Ente fotografiert. Dabei handelt es sich um eine Mandarinente. Ihre ursprüngliche Heimat ist der Nordosten Chinas, inzwischen ist sie als Gefangenschaftsflüchtling aber auch in Deutschland und anderen Teilen der Welt zu Hause. Der Bestand in China ist stark vom Rückgang betroffen, so dass der europäische wildlebende Bestand mit etwa 7.000 Brutpaaren den chinesischen übertrifft. Weltweit gilt die Mandarinente als ungefährdet.

Mandarinerpel – erkennbar am roten Schnabel – im Schlichtkleid (Foto: Alexander Menge)

Wespenspinne im Südlohner Moor

Eigentlich kommt diese Art aus dem Süden Europas, hat sich inzwischen aber auch in Deutschland und dem restlichen Europa stark verbreitet. Bevorzugt werden dabei offene, sonnige Standorte mit niedriger und halbhoher Vegetation, somit sind unsere Hochmoore ein sehr geeigneter Lebensraum.

Während das Weibchen eine Körperlänge von etwa 25 mm erreicht und sehr auffällig ist, wie auf dem Foto zu sehen, sind die Männchen mit einer Körperlänge von etwa 6mm und einem unscheinbaren Braun eher unauffällig.

Weibchen der Wespenspinne mit Kokon (Foto: Christian Vogel)

Die Nahrung besteht aus Fluginsekten, die in dem Netz gefangen und mit Gift getötet werden. Durch das initierte Gift verflüssigen sich die weichen Teile der Insekten und werden anschließend ausgesaugt, der Vorgang nennt sich extraintestinale Verdauung.

Schilfpflanzung am Olgahafen

Es wächst und gedeiht, unsere Schilf- und Teichbinsenpflanzungen am Olgahafen. Und das freut uns! Wir hoffen jetzt, dass der gezäunte Bereich innerhalb kürzester Zeit zuwächst und den Vögeln und Fischen gute Lebensraumbedingungen schafft. Über die Entwicklung des Streifens und der Nutzung durch die Tierwelt werden wir in unregelmäßigen Abständen berichten.

Fotos: Udo Effertz

Trauerseeschwalben

So langsam geht das Brutgeschäft der Trauerseeschwalben auch dieses Jahr wieder zuende. Auch wenn die Koloniegröße augenscheinlich gegenüber dem Vorjahr wieder gesunken ist, so scheint doch der Bruterfolg wesentlich besser gewesen zu sein.

Diese obligatorischen Trauerseeschwalbenfotos mit dem Vogel auf der Boje sind inzwischen schon so etwas wie ein typisches Dümmerbild, trotzdem immer wieder schön anzusehen.

Fotos: Werner Brinkschröder

Schmuckschildkröte

Im Hunteabfluss des Dümmers hält sich aktuell eine ausgesetzte Schmuckschildkröte aus.
Leider kommt es recht häufig vor, dass Schildkröten einfach in der Wildnis ausgesetzt werden und seitdem wir keine harten Winter mehr haben, überleben die Tiere dort auch. Leider haben auch die importierten Schmuckschildkröten einen Einfluss auf unser Ökosystem, zu ihrer Nahrung gehören Ineskten, Amphibien und Jungfische.
Aktuell hält sich der Einfluss dieser Tiere noch in den Grenzen, sollte sich das Klima in den kommenden Jahren aber weiter erwärmen, könnte es, bei den aus Nordamerika stammenden Tieren, zu einer Reproduktion in der freien Natur kommen. Welche Folgen das haben wird, weiß zur Zeit noch keiner.

Suchbild: Schmuckschildkröte zwischen den Wasserlinsen. Es ist nur der Kopf zu sehen (Foto: Christian Vogel).