Löffelenten auch im Winter am Dümmer

In so mancher Literatur steht die Löffelente ist im Winter nur selten in Deutschland anzutreffen. Um Weihnachten hielten sich etwa 442 Löffelenten rund um den Dümmer auf.

Tatsächlich ziehen die „Sommerpopulationen“ in wärmere Gefilde und Populationen aus dem Norden überwintern in Deutschland. Normalerweise eher im Wattenmeer zu finden, dringt sie auch immer weiter in das Binnenland vor.

Foto: Marcel Holy

Feuersalamander im Januar aktiv

Eigentlich sollten diese Amphibien sich noch in ihren Überwinterungsquartieren finden, aber bereits in der ersten Januarhälfte konnten Aktivitäten von Feuersalamandern im Stemweder Berg festgestellt werden.

Ihre Idealtemperatur liegt bei 10°C, bleibt nur zu hoffen, dass sie sich vor dem Kälteeinbruch wieder in ihre unterirdischen Höhlen verkrochen haben. Neben der Temperatur beeinflusst auch die relative Luftfeuchte, die eingestrahlte Lichtmenge und Veränderungen im elektronischen Feld, die durch Cumulonimbuswolken verursacht werden, die Aktivität der Tiere.

Foto: Christian Vogel

Raubwürger an der Haßlinger Straße

Der dortige Raubwürger wird immer fotogener. Sehr gut zu sehen sind die schwarze Maske und der, für alle Würger, typische Schnabel mit hakenförmiger Spitze. Durch sein helles Gefieder und die Eigenart auf hohen exponierten Warten zu sitzen, kann er leicht im Gelände entdeckt werden.

Fotos: W. Brinkschröder

Gänsesäger

Dieser fischfressende Vogel ist bei uns nur Überwinterungsgast und brütet meist an fischreichen Seen und Flüssen in bewaldeten Gebieten Skandinaviens. Im Nordosten Deutschlands sind bereits ebenfalls Bruten nachgewiesen wurden.
Ende Dezember 2018 wurden 153 Gänsesäger auf dem Dümmer gezählt.
Die männlichen Tiere zeichnen sich im Prachtkleid durch ihr schwarz-weißes Gefieder aus

Fotos: Werner Brinkschröder