Flussseeschwalbe am Dümmer

Diese Flussseeschwalbe wurde letzte Woche am Dümmer gesichtet. Sie unterscheidet sich durch die hier brütende Trauerseeschwalbe vor allem durch ihr hellers Gefieder. Sie brütet an Küsten- und Binnengewässern meist in Kolonien, zum Teil aber auch einzelnd. Am Dümmer sind keine Brutvorkommen bekannt.

Makant ist die schwarze Schnabelspitze, die sie auch von der ansonsten sehr ähnlichen Küstenseeschwalbe unterscheidet.Zu sehen ist ebenfalls ein silberner Ring am rechten Ständer.Fotos: Werner Brinkschröder

Rauch- und Mehlschwalben

Der Rückgang der Schwalbenbestände ist zur Zeit selbst in der Presse zu lesen und immer mehr Menschen machen sich Gedanken, wie sie helfen können. Ursachen sind vor allem der Rückgang von geeigneten Nistplätzen durch Renovierungen und  die Veränderungen beim Bau von Viehställen. Zudem fehlt oft der Zugang zu geeignetem Material zum Nistbau. Udo Effertz aus Hüde hat mit einfachen Mittel eine Möglichkeit geschaffen, wo die Schwalben feuchtes, lehmiges Nitsbaumaterial finden:

Fotos: Udo Effertz

Auf seinem Grundstück hält er eine kleine Senke feucht, diese wird von den Schwalben, hier Mehlschwalben, sehr gut angenommen.

Der Haubentaucher

Einst Charakterart des Dümmers, heute nur noch vereinzelt zu beobachten. Diese Pärchen wurde von Werner Brinkschröder fotografiert

Fotos: Werner Brinkschröder

Und wie jedes Jahr stellt sich die Frage nach den Brutbeständen auf dem Dümmer. Neben den offiziellen Zählungen, sind auch Hinweise auf Bruten und Küken des Haubentauches auf Dümmer und Hunte gerne gesehen, einfach hier in die Kommentare schreiben!

Rostgans

Am Alfsee konnten diese Rostgansküken durch Werner Brinkschröder beobachtet werden.

Foto: Werner Brinkschröder

Da auch Rostgänse im Osterfeiner Moor beobachtet wurden, kam die Frage auf, ob es dort ebenfalls Nachwuchs gab. Hat jemand was beobachtet? Hat jemand weitere Vorkommen der Rostgans in der Dümmerregion gesehen?

Über Hinweise würden wir uns freuen!

Das Hermelin

Das Hermelin, oder auch Großes Wiesel, ist ein bis zu 30 cm kleiner marderartiger Raubsäuger. Das Hermelin ist ein tag- und dämmerungsaktiver Jäger. Er ernährt sich vorwiegend von Kleinsäugern,frisst aber auch Klein- und Jungvögel, vor allem wenn diese wie im Ochsenmoor reichlich vorhanden sind. Dort entstanden auch diese Aufnahmen entstanden.

Das Hermelin ist gut an seiner schwarzen Schwanzspitze erkennen und so leicht vom kleineren Mauswiesel zu unterscheiden. Im Gegensatz zu diesem färbt es sich im Winter meistens um und bekommt ein weißes Fell. Mit der fortschreitenden Klimaveränderung wurden allerdings bereits Individuen mit ganzjährig braunen Fell in Deutschland beobachtet. Dies war bisher nur aus weiter südlich gelegenden Ländern bekannt.

Fotos und Text: Christian Vogel

„Sommerreise“

Gestern, den 03.07.2018, besuchte der Umweltminister, Herr Lies, auf seiner Sommereise auch die Naturschutzstation am Dümmer, nach zwei kurzen Vorträgen des NLWKN zur Geschichte der Station und deren Aufgaben sowie zur Dümmersanierung wurden die Ausstellungen und der Naturgarten besucht. Der Herr Minister schien von dem Umfang und Erfolg der Projekte überrascht und lobte den Ansatz der Zusammenarbeit zwischen Touristik, Land-, Wasserwirtschaft und Naturschutz, die offensichtlich gut funktioniert.

Herr Belting (NLWKN), Marcel Holy (NUVD) informieren Umweltminsiter Lies in der Ausstellung über Semiaquaten:Lockere Gesprächsrunde zwischen Vertretern des NLWKN, des Naturschutzes und des Umweltministers im Naturgarten:

Fotos: Dieter Tornow Text: Christian Vogel

Unterstützung für die NUVD

Anfang Juni waren 16 Auszubildene des Daimlerkonzerns in Düsseldorf zu Besuch, die uns drei Tage lang tatkräftig unterstützten. Während ihrer Ausbildung müssen sie eine Woche lang ein außerbetriebliches Praktikum machen. Nachdem sie zuvor zwei Tage an der Abenteuergolfanlage am Dümmer mitgewirkt haben, halfen die Auszubildenen uns bei mehreren kleinen Projekten.

Unter anderem unterstützen sie uns bei der Entrümpelung eines Feldschuppens, welcher später mal ein sogenanntes Animal Hotel für Tierarten der Feldflur werden soll. Nach dem wir diese Schuppen bereits am Vormittag von Müll befreit war, wurden Wildschutzzäune entlang von Heckenpflanzungen entfernt, die inzwischen groß genug sind, sodass Fegeschäden und Verbiss kein nennenswerten Schäden mehr anrichten kann.

Darüberhinaus wurden auch Maßnahmen für die Zauneidechsen am Stemweder Berg durchgeführt und weitere Steinhaufen aufgeschichtet. Um den Tieren Unterschlupf und Sonnenplätze bereit zu stellen.

Ein Teil der Gruppe war mit der Ausbringung von Schilpflanzen im Dümmer beschäftigt. Hier wird versucht die wasserdurchfluteten Schilfbestände mit eingezäunten Initialpflanzungen zu erhalten, bzw. zu erweitern.

Wir bedanken uns recht herzlich bei den Auszubildenen von Daimler Düsseldorf für ihre tatkräftige Unterstützung.

Nachwuchs in der Vogelwelt

Bei dieser Sonnenperiode gedeihen die Jungvögel prächtig.
Gestern war der am Dümmer fotografierte Gartenrotschwanz mit der
Fütterung seiner Jungen beschäftigt.Nicht immer scheint ein Nistkasten von den Gebirgsstelzen bevorzugt
zu werden.
Die vier jungen Gebirgsstelzen machten einen recht gesunden Eindruck. Bei 4 jungen Rauchschwalben, die auf dem Pflaster saßen, war es erforderlich, eine offensichtlich hungrige Rabenkrähe in ihre Schranken zu verweisen. Ich hoffe, dass die jungen Turmfalken in der nächsten Woche den
Nistkasten verlassen können.

Fotos und Text: Werner Brinkschröder