Kormoranzählung am 07./08.10.2017

Wichtige Daten sammeln für Kormoranverordnung

Im Dezember 2016 wurde die Niedersächsische Kormoranverordnung (NKormoranVO) um drei weitere Jahre bis zum 31. Dezember 2019 verlängert. Die Verlängerung der NKormoranVO ist mit der Bewertung der Qualität der darin aufgeführten Maßnahmen und Daten verbunden. Im Rahmen dieser Bewertung findet am 7. / 8. Oktober 2017 eine landesweite Schlafplatzzählung statt. Dabei soll der Kormoranbestand in Niedersachsen möglichst flächendeckend ermittelt werden. Wir bitten alle Naturinteressierten, an der Zählung teilzunehmen, wenn Ihnen Kormoranschlafplätze bekannt sind.

Hier findet Sie einen Zählbogen, sowie ein Hinweisschreiben zum Ausfüllen als Download.

Ring gefunden, bzw abgelesen – was nun?

In letzter Zeit wird im Dümmer Natur-Blog immer mal wieder von beringten Vögeln berichtet. Nicht immer ist eine Aufforderung dabei, uns die abgelesenen Daten zu übermitteln.

Tortzdem sind diese Daten für Vogelforscher sehr wichtig und interessant. Damit möglichst viele Daten der abgelesen Ringe zusammen kommen, gibt es verschiedene Stationen in Deutschland, denen diese gemeldet werden können und sollen.

Die für uns zuständige Vogelwarte ist das Institut für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“. Alle gefundenen und abgelesenen Ringe können hier gemeldet werden. Nach einer gewissen Wartezeit bekommt man als Dank den Lebenslauf des Vogels zugesandt.

Hier sind die entsprechenden Meldeformulare zu finden:
http://ifv-vogelwarte.de/das-institut/beringungszentrale/ring-gefunden.html

Nachwuchssorgen oder nicht?

Bei vielen Feldvogelarten kann der Bruterfolg aufgrund der geringen Größe und der häufig versteckten Lebensweise nur schlecht bzw. mit großem Aufwand abgeschätzt werden.
Der Fasan ist durch seine Körpergröße und dadurch, dass er sich häufig auch in Bereichen mit kurzer Vegetation aufhält, gut zu beobachten.
In den vergangenen Jahren waren stets wenige Jungfasane zu beobachten. Eine der wahrscheinlichsten Ursachen dafür ist eine zu geringe Verfügbarkeit von Insekten, auf die Hühnervögel in den ersten Lebenswochen zwingend angewiesen sind. Finden die Fasanenküken zu wenig Insekten, verhungern sie entweder oder sie bleiben im Wachstum zurück, können das Immunsystem nicht richtig ausbilden und werden anfällig für Krankheiten, die ihnen sonst wenig hätten anhaben können.

In diesem Jahr sind man allerdings erfreulich viele Fasane mit Nachwuchs, darunter auch größere „Gesperre“ mit bis zu 10 Küken, viele auch schon fast so groß wie die Hennen.

 

Text und Foto: Marcel Holy

Wann wird’s mal wieder richtig Sommer…?

So langsam dürfte das regnerische Wetter aufhören, ansonsten wird es in diesem Jahr wieder schwierig, die Wiesen in der Dümmerniederung zu mähen.
Für die Wiesenvögel ist dies unbedingt notwendig, da ansonsten im nächsten Frühjahr keine passenden Bedingungen für Balz, Brut und Jungenaufzucht zur Verfügung stehen. Die Kurzrasigkeit im Frühjahr ist eines der wichtigsten Merkmale attraktiver Wiesenvogellebensräume.
Nun sind manche Wiesen schon wieder bis an die Oberfläche durchnässt und trocknen bei hohem Vegetationsbestand nur noch langsam ab. Und auch die Qualität des Heus, das hoffentlich noch zu ernten sein wird, leidet.
Im letzten Jahr machten die Starkregenereignisse am Monatswechsel Juni/Juli ähnliche Probleme. Mit großer Mühe konnte der Großteil der Wiesen relativ spät im Jahr gemäht werden.

Hoffen wir also, dass sich das Wetter bald bessert und die Heuernte doch noch einigermaßen zeitnah eingefahren werden kann…

Marcel Holy

Neuntöter und Fischadler

Text und Fotos: Werner Brinkschröder

Hoffentlich bleiben uns die jetzt noch vorhandenen Neuntöter-Biotope erhalten.

 

Bei einer Bootstour kann man regelmäßig den Fischadler bei der Nahrungssuche beobachten. Immerhin sind in diesem Jahr in einem Horst drei Fischadler flügge geworden. Im zweiten Horst hat es mit der Brut leider nicht geklappt.

Aktuelle Fotos der Goldenstedter Wölfin

Unten vier aktuelle Aufnahmen der Goldenstedter Wölfin, die – wie kürzlich durch Aufnahmen mit gut erkennbarem Gesäuge und anschließend auch Welpenfotos belegt – ein Rudel gegründet hat.
Die Wölfin stammt aus dem Rudel in Gartow (Wendland) und hat sich im Jahr 2014 im Raum Barnstorf-Goldenstedt territorial etabliert. Nachweise der Wölfin erfolgten seitem im Gebiet zwischen Diepholz, Freistatt, Bassum und Visbek. Im letzten Herbst konnte die Paarbildung mit einem Rüden aus dem Rudel in der Ueckermünder Heide (Mecklenburg-Vorpommern) nachgewiesen werden – der Nachwuchs in diesem Frühjahr war also zu erwarten.

Stets aktuelle Infos rund um Wölfe in Niedersachsen gibt es hier: www.wolfsmonitoring.com

 

Alle Fotos: Marcel Holy

Der Haubentaucher – Ein Charaktervogel des Dümmers auf dem Rückzug

Fotos: Werner Brinkschröder

Während in den Achtzigerjahren bis zu 370 Haubentaucher-Brutpaare auf dem Dümmer gezählt werden konnten, waren es 2011 immerhin noch ca. 40 Brutpaare. Inzwischen ist auch diese Zahl weiterhin zurückgegangen. Seit einigen Jahren ist es eine erwähnenswerte Feststellung, Haubentaucher mit Jungvögeln auf dem Dümmer anzutreffen. Möglicherweise werden auch in diesem Jahr nicht einmal 10 Paare ihren Nachwuchs auf dem See großziehen. Die Gründe für das weitgehende Verschwinden des einstmals häufigen Brutvogels ist offensichtlich der fehlende Kleinfischbestand.

Seit Jahrzehnten wird der Dümmer von zahlreichen Kormoranen als Rastgebiet und seit 2007 zudem auch als Brutbiotop genutzt. Bereits durch die ständige Anwesenheit von 100 Kormoranen und einem täglichen Fischverzehr je Kormoran von nur 350 Gramm, werden pro Jahr mehr als 12 Tonnen Fisch dem See entnommen. Die Anwesenheit der Kormorane ist sicherlich auch eine wesentliche Ursache dafür, dass der Dümmer derzeit über einen außerordentlich geringen Kleinfischbestand verfügt.

Werner Brinkschröder bittet darum, ihm Haubentaucher-Brutvorkommen mitzuteilen.

Seine Mailadresse lautet:

brinkschroeder.werner@web.de

Text: Werner Brinkschröder