Fischotter Totfund

Dass die Fischotter den südlichen Landkreis Diepholz langsam besiedeln, kann man an ihren Hinterlassenschaften (Kot) schon seit einigen Jahren ablesen. Allerdings konnte nie ein Fischotter beobachtet werden.

Jetzt wurde der erste Fischotter in der Nähe von Düversbruch am Straßenrand gefunden, er ist leider ein Verkehrsopfer geworden.

Der Straßenverkehr ist für die Fischotter seit ihrer Wiederausbreitung die Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Man geht aktuell davon aus, dass 80 bis 90 % der Todesfälle dem Verkehr zuzuschreiben sind.

Toter Fischotter am Straßenrand bei Düversbruch.
Foto: Udo Effertz

Trotz der hohen Verlustzahlen im Verkehr schreitet die Ausbreitung dieser nachtaktiven Tiere immer weiter voran.

Veranstaltungsankündigung

Raufußkauz, Foto: Andreas Schüring

Am 29.08.2019 um 19:00 Uhr laden die AG Biotop- und Eulenschutz Stemweder Berg e.V. und die Natur- und Umweltschutzorganisation zu dem Vortrag

„Faszination Eule“ vom Tierfotografen und Artenschützer Andreas Schüring

auf dem Schäferhof, Fischerstatt 76 in 49448 Stemshorn ein.

Alle acht in Niedersachsen vorkommenden Arten konnte er mit seiner Kamera hautnah erleben. Ob nun der Sperlingskauz mit 60 g oder der Uhu mit 3.000 g, Eulen haben Fähigkeiten, die wir kaum nachvollziehen können. Und so wird die spannende Biologie der faszinierenden Jäger der Nacht ein Schwerpunkt des Abends sein. Seltene Einblicke in das Brutverhalten mit der Aufzucht des Nachwuchses, ihr Sozial- und Jagdverhalten werden anhand eindrucksvoller Fotos erläutert. Doch es steht nicht gut um unsere Eulen. Viele Arten sind als Kulturfolger vom Menschen abhängig und brauchen unsere Unterstützung. Schüring wird so auch der Frage nachgehen, wie jeder von uns den anmutigen Vögeln mit den magischen Augen helfen kann.

Die Teilnahme ist kostenlos und über Ihr Erscheinen würden wir uns freuen.

Schwalben

….und das war schon wieder die Brutzeit.
Einige Rauchschwalben füttern noch ihre Jungvögel und gleichzeitig bereitet sich ein Großteil der Schwalben auf den Zug in Richtung Süden vor.

Die Schwalben sammeln sich!

Insbesondere am Dümmer sind seit einigen Tagen/Wochen wieder große Schwalbenansammlungen zu beobachten.
Die Zahl der Uferschwalben ist dort in diesen Tagen auffällig hoch.
Ein Gang über den Dümmerdeich und durch das Ochsenmoor ist empfehlenswert.

Eine Uferschwalbe
Fotos und Text: Werner Brinkschröder

Klare Sache

Es hat leider eine Zeit gedauert, aber 35.000 Liter Wasser sind auch für gute Filter- und UV-Technik eine Herausforderung. Nun arbeiten wir noch am Nährstoffentzug, um das Wachstum der Fadenalgen einzudämmen.
Mittlerweile ist das Wasser im Teichaquarium am Dümmer-Museum in Lembruch aber wieder so klar, dass man den ganzen Wasserkörper durchblicken kann. Hier ein paar Eindrücke:

Im Freiwasser und an der Oberfläche ziehen Alande und Rotfedern ihre Bahnen.
Ein Flussbarsch.
Plötze (Rotauge) und Schuppenkarpfen.
Eine Plötze „in voller Pracht“.
Ein junger Zander (alle Fotos M. Holy)

Die beste Sicht hat man im Laufe des Vormittags, da dann die Sonne direkt in den Teich scheint.
Schauen Sie mal vorbei – es lohnt sich!

8 Jährige Uferschnepfe

Die unten abgebildete Uferschnepfe wurde am 13.05.2011 im Osterfeiner Moor beringt, sie war damals einen Tag alt. Seit dem wurde sie jedes Jahr wieder rund um den Dümmer gesichtet und hat inzwischen ein Alter von 8 Jahren erreicht. Anhand beringter Uferschnepfen konnte nachgewiesen werden, dass die Tiere bis zu 18 Jahren alt werden können, somit hat dieser Vogel noch einiges vor sich.

Foto: Kristina Knoth

Über Meldungen von beringten Uferschnepfen freuen wir uns immer, was zu beachten ist, finden Sie hier!

Eine besondere Kulturlandschaft entdecken

Durch die Zusammenlegung von Ausgleichsflächen sowie zahlreiche Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung ist am Nordhang des Stemweder Bergs eine Kulturlandschaft entstanden, die aus der übrigend, größtenteils sehr intensiv genutzten Landschaft heraus sticht. Extensives Grünland, Hecken, Obstbäume und klein strukturierte Ackerflächen prägen das Bild und bieten zahlreichen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum. Bei einer gemütlichen, zweistündigen Wanderung soll der Blick links und rechts der Wege schweifen und gemeinsam die dortige Vielfalt entdeckt werden. Hierzu laden die Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e.V. (NUVD) und die AG Biotop- und Eulenschutz Stemweder Berg e.V. ein, die gemeinsam mit der Samtgemeinde Lemförde und weiteren Partnern schon lange aktiv an der Entwicklung des Gebiets arbeiten. Treffpunkt ist am Sonntag, dem 9.6.2019 um 10 Uhr am Lichtburg Kino in 49448 Quernheim. Für Erwachsene kostet die Führung 6 €, für Kinder 3 €. Anmeldung unter info@nuvd.de oder 05443-929811.

Röhrichtentwicklung

Gut durch Zäune vor Fraßschäden geschützt, pflanzen wir im Dümmer aktuell Schilf, Rohrkolben und Teichbinsen, um zu schauen, wie sich die Pflanzen unter den aktuellen Bedingungen entwickeln. Dabei wird in unterschiedlichen Wassertiefen, Substraten und Wellenexpositionen gepflanzt.

Die entstehenden Röhrichtbereiche bieten verschiedensten Arten einen Lebensraum, darunter diverse Vögel, Insekten und Fische.
Die Förderung der Fischfauna im Dümmer ist nicht nur zur Verbesserung der Nahrungsverfügbarkeit für Arten wie Haubentaucher, Rohrdommel und Trauerseeschwalbe wichtig, sondern auch um die Massenschlupfereignisse von Zuckmücken zu reduzieren.
Aktuell weist der Fischbestand des Dümmers eine sehr unnatürliche Struktur auf.

Zuckmücken an einer Sitzbank in Hüde (Fotos: M. Holy)