Optimierung der Wasserstände des Polders „Heemke“

Heute wurde im Auftrag der Naturschutzstation der Polder „Heemke“ im Osterfeiner Moor mit einer Vermessungsdrohne beflogen.

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Mit einem hochgenauen GPS-Gerät wurden Punkte am Boden markiert, deren Lage und Höhe mit einer Abweichung von 2-3 cm bestimmt wurde.

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Die Befliegung erfolgte auf vorgegebenen Routen. Dabei wurden sich überlappende Luftbilder aufgenommen, aus denen mit Hilfe photogrammetrischer Methoden für jedes Pixel die Geländehöhe berechnet werden kann. Die vor Ort mittels GPS eingemessenen Punkte dienen dabei als Referenz.
Hier ein Beispiel für eine vorgegebene Flugroute, die mit einer Akkuladung der Drohne abgeflogen werden kann.

Alle Fotos: Marcel Holy
Alle Fotos: Marcel Holy

Auf der Grundlage der Höhenaufnahmen soll in den nächsten Wochen die Wasserstandssteuerung des Polders optimiert werden. In den Jahren 2014 und 2015 konnte der Polder nicht bewirtschaftet werden und verlor dadurch in dieser Zeit einen großen Teil seines Werts für Wiesenvögel, die kurze Vegetationsstrukturen bevorzugen. Zukünftig soll durch die Anpassung der Wasserstandssteuerung eine jährliche Mahd ebenso sichergestellt werden wie die langandauernde Überstauung im Frühjahr, die die Fläche so interessant für Arten wie Kiebitz, Rotschenkel und Kampfläufer macht.

Endlich Heuwetter

Nachdem es lange so nass war, dass in den Schutzgebieten weder an das Befahren der meisten Grünlandflächen, noch an eine Mahd und Heuwerbung zu denken war, konnte trockene Wetter in der letzten Woche bereits genutzt werden, um zahlreiche Wiesen zu mähen.

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Die Wetterprognose für diese Woche lässt noch einmal auf hochsommerliche Temperaturen hoffen, sodass hoffentlich die für die Wiesenvogel-Brutzeit 2017 notwendigen kurzrasigen Vegetationsstrukturen hergestellt werden können.

Heu_M.HolyDas bis zum Winter neu aufwachsende Gras wird anschließend durch Nachbeweidung mit Rindern, Pferden oder den Diepholzer Moorschnucken des Schäferhofs im Ochsenmoor kurz gehalten.

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Alle Fotos: Marcel Holy

Graugansberingung am Dümmer

Im Juni 2016 wurden am Dümmer 55 Graugänse beringt, davon 12 mit GPS-Halsring-Sendern. Die Bewegungen der besenderten Gänse können hier nachverfolgt werden: http://www.blessgans.de/?676

Sollten Sie Gänse mit Farbringen beobachten, melden Sie die Daten bitte z.B. über www.geese.org oder die Vogelwarte Helgoland.

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Alle Fotos: Marcel Holy