Heemke

Die Baggerarbeiten des NLWKN am Polder „Heemke“ haben für diverse Irritationen gesorgt. Die in die Fläche gebaggerten Grüppen sollen die Fläche nicht negativ verändern, sondern – ganz im Gegenteil – dazu dienen, den Wasserstand zukünftig besser kontrollieren zu können.

Die Vernässung der Fläche erfolgt in erster Linie über den Grabenstau im Südosten der Fläche. Damit kann die Fläche wie in der Vergangenheit flach überstaut werden, sodass sie gute Bedingungen für Arten wie z.B. Rotschenkel und Kampfläufer bietet. Problematisch war bisher jedoch die sommerliche Absenkung des Wasserstands, um die Fläche bewirtschaften zu können. Man bekam das Wasser zeitweise nicht aus der Fläche, wodurch sich die Fläche z.B. in den Frühjahren 2015 und 2016 zu einer Feuchtbrache entwickelt und dadurch viel ihres Werts für Wiesenvögel verloren hatte.

Durch das Grüppensystem soll nun nach der Brutzeit eine zügigere Entwässerung der Fläche erreicht werden, sodass eine jährliche Mahd mit Heuwerbung stattfinden kann.
Zusätzlich wurden Stellen, an denen in den Vorjahren Fahrzeuge eingesunken sind und dabei die Grasnarbe und obere, tragfähige Bodenschicht beschädigt haben, mit Sand aufgefüllt, da man in diesen Bereichen sonst immer wieder einsinken würde. Auch hierdurch soll die extensive Mahdnutzung der Fläche sichergestellt werden.
Die Maßnahme dient also dem Wiesenvogelschutz und soll ihm nicht zuwiderlaufen.

Hier eine Luftaufnahme der Grüppen in der Fläche:

Foto: Marcel Holy
Foto: Marcel Holy

Fertig für die Winterruhe

Mit einem letzten größeren Pflegeeinsatz wurde nun das Teichaquarium am Dümmer-Museum in Lembruch für den Winter vorbereitet.
Die Wasserpflanzen wurden zurückgeschnitten, Laub abgekeschert und die Filteranlage gereinigt, um dem Tag möglichst viele Nährstoffe zu entziehen.

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In solch kleinen Systemen ist eine Nährtsoffanreicherung jedoch kaum zu verhindern, da die Fische, die schließlich die „Hauptattraktion“ bilden, gefüttert werden müssen. Durch die Filteranlage wird ein Teil der Pflanzenteile, Sedimente und sonstiger Feststoffe aus dem Teich entfernt, gelöste Nährstoffe werden aber in pflanzliche Biomasse, insbesondere Algen, die die Sicht behindern, umgesetzt. Abhilfe schafft hier die UV-Anlage, die Teil der technischen Ausstattung des Teichaquariums ist.

Problematisch waren in diesem Jahr allerdings aufgewirbelte Sedimentpartikel, die zeitweise nur sehr geringe Sichtweiten erlaubt haben. Der Grund hierfür waren zwei Karpfen, mit denen das Teichaquarium besetzt wurde. Nachdem einer der beiden Karpfen wieder entnommen wurde, besserte sich die Situation zwar deutlich, die Sichtweiten der Vorjahre wurden jedoch nicht erreicht. Dies soll sich im kommenden Jahr durch die Entnahme des zweiten Karpfens, die bislang leider nicht geglückt ist, bessern und wieder einen Blick durch den gesamten Teich möglich machen.

Fotos: Marcel Holy
Fotos: Marcel Holy

Besuchen Sie das Teichaquarium auch gerne jetzt im Winter – es gibt reichlich Fische zu sehen, unter anderem einen großen Schwarm junger Rotfedern.

 

Früher „Allerweltsfische“…

Die Karausche war früher ein Fisch, dem man nachsagte, in jedem Teich und Tümpel vorzukommen. Eigentlich ist sie auch sehr genügsam und robust, dennoch machen ihr Verluste typischer Lebensräume wie Auengewässer und Altarme sowie die Konkurrenz mit dem Giebel stark zu schaffen.

Aktuell hat die Niedersächsisch-Westfälische Anglervereingung e.V. 2.500 Karauschen besetzt, um beim Erhalt dieser für die Angelfischerei unbedeutenden, aber in unseren Gewässern eigentlich heimischen Fischart zu helfen. Das mehrjährige Projekt wird gemeinsam mit dem Anglerverband Niedersachsen e.V. durchgeführt.
Bereits 2011 haben die NWA und die NUVD gemeinsam rd. 1.500 Karauschen in der Dümmerniederung wiederangesiedelt.

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Beide Fotos: NWA e.V./ Anglerverband Niedersachsen, Florian Möllers
Beide Fotos: NWA e.V./ Anglerverband Niedersachsen, Florian Möllers

Sollten Ihnen Karauschenvorkommen bekannt sein, würden wir uns über eine Mitteilung über kontakt@duemmer-natur-blog.de oder an info@nuvd.de sehr freuen. Mittlerweile ist diese Fischart leider selten wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen.

Der erste Schnee

Der erste Schnee ist da.

Foto: Udo Effertz
Foto: Udo Effertz

Da er genauso schnell weg getaut ist, wie er gekommen ist, dürfte es die große Zahl der hier rastenden Gänse noch nicht dazu veranlassen, den Dümmer zu verlassen.

Foto: Udo Effertz
Foto: Udo Effertz

Beim Kranich deutet sich heute allerdings an, dass größere Zahlen nach Süden abziehen.
Werner Brinkschröder bittet in diesem Zusammenhang um Zusendung von Zugbeobachtungen an brinkschroeder.werner@web.de.

Trockenheit

Des einen Freud, ist des anderen Leid…
Die Maisernte verlief reibungslos, das Vieh kann lange auf den Weiden stehen und auf den Grünlandflächen der Schutzgebiete konnte trotz der sommerlichen Starkregenereignisse noch eine Nutzung im Sinne des Wiesenvogelschutzes durchgeführt werden.

Allerdings sind auch zahlreiche Gewässer ausgetrocknet, was z.B. für Fische und Amphibien je nach Anbindung an andere Gewässer oder dem Stadium der Laich- bzw. Larvenentwicklung problematisch sein kann.
In den Hochmooren sind zahlreiche Wiedervernässungsflächen ebenfalls sehr trocken. Da jedoch immer mehr Flächen aus der Abtorfung in die Renaturierung gehen, stehen dennoch zahlreiche Schlafplätze für rastende Kraniche und Gänse zur Verfügung.

Anbei exemplarisch drei Fotos aus dem Oppenweher Moor von Werner Brinkschröder.

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Alle Fotos: Werner Brinkschröder
Alle Fotos: Werner Brinkschröder

Samstag, 22.10.2016, Apfeltag auf dem Schäferhof

Für Kurzentschlossene noch ein Veranstaltungshinweis: Morgen, also am 22.10.2016, findet auf dem Schäferhof im Ochsenmoor ein Tag „rund um den Apfel“ statt. Nähere Infos hier: http://schaeferhof-duemmer.de/htm_seiten/30_aktuelles.htm

Die NUVD wird gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner AG Biotop- und Eulenschutz Stemweder Berg e.V. vertreten sein.

Uferaufweitung an der Wätering

In diesem Jahr bot sich die Möglichkeit an einem Uferabschnitt der Wätering für mehr Strukturvielfalt zu sorgen. Vor mehreren Jahren wurde hier bereits eine Uferabflachung durchgeführt. Nun wurden, im Rahmen des auf dem Gewässerrandstreifen möglichen, Arbeiten zur Optimierung umgesetzt.

So stellt sich die Wätering in ihrem übrigen Verlauf dar. Steile Ufer, monotoner Ufer- und Tiefenverlauf. waetering_3

In der Bildmitte ist der vor mehreren Jahren abgeflachte Uferbereich zu sehen. Dabei blieb jedoch der schmale, strukturarme Gewässerverlauf erhalten.
Nun wurde die Uferstruktur deutlich abwechslungsreicher gestaltet. waetering_4

Die Ufer wurden flach abgezogen. Auf den Fotos hat die Wätering einen sehr niedrigen Wasserstand.  waetering_2

Es entstanden Bereiche, die auch bei niedrigem Wasserstand flach überflutet sind…waetering_1

…sowie Bereiche, die erst bei höheren Wasserständen überflutet werden.Alle Fotos: Marcel Holy

So ist eine vielfältige Besiedlung mit Pflanzen der aquatischen und semiaquatischen Zonen zu erwarten. Die hohe Strukturvielfalt wird für zahlreiche Tierarten(-gruppen) deutlich verbesserte Lebensbedingungen gegenüber dem übrigen monotonen Gewässerverlauf bieten.

Die Maßnahme wurde im Rahmen des Kooperationsvertrags mit dem NLWKN umgesetzt.
Alle Fotos: Marcel Holy

Datensammlung zum Kranichzug

Werner Brinkschröder und Bernhard Hülsmann erfassen in diesem Winterhalbjahr erneut das Kranichzuggeschehen in der Diepholzer Moorniederung bis in den Osnabrücker Raum und freuen sich über jegliche Mitteilung von rastenden oder ziehenden Kranichen.

Meldungen bitte nach Möglichkeit mit Datum, Ortsangabe, Anzahl der beobachteten Kraniche und bei ziehenden Exemplaren auch der Zugrichtung bitte direkt an brinkschroeder.werner@web.de.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!