Ein Ausflug in das Barnstorfer Moor

Ausgedehnte Moorheidebestände mit Krähenbeere
Die Trockenheit ist allgegenwärtig. Im Hintergrund fruchtet das Wollgras.
Nicht ganz scharf, aber man kann den Seeadler erkennen…
Ein anderer Vogel, zwar kleiner, aber deutlich näher dran. Wer errät es..?
Es ist eine Sumpfohreule – eine nette Überraschung.
Das direkte Nebeneinander von Abtorfung und Wiedervernässung.
Ein Löffelerpel in einer Wiedervernässungsfläche. Weiter entfernt waren auch Brachvogel, Kiebitz und Rotschenkel zu hören. Wiesenpieper, Feldlerche und Schwarzkelchen waren auch mehrfach entlang des Weges zu beobachten bzw. zu hören.
Der Größe des Zahnabrucks nach, war es eher ein marderartiges Tier, das dieses Entenei gefressen hat.
Neben älterer Wolfslosung…
…fand sich auch frische.
Hoffentlich bringt die genommene Genetikprobe Aufschluss darüber, welcher Wolf hier markiert hat.
Fotos: Marcel Holy

Graugansnester

Glutz von Blotzheim schrieb noch im Handbuch der Vögel Mitteleuropas zu den Neststandorten der Graugänse: „Neststand: An möglichst unzugänglichen Stellen, auf altem niederliegendem Rohr, auf Kaupen oder auch anderen etwas erhöhten Stellen inmitten von Schilf- und Rohrkolbendickicht.“

Glutz von Blotzheim, Urs N. (Hrsg.) und Bauer, K. M. (Bearb.) Handbuch der Vögel Mitteleuropas, Bd. 2. Anseriformes. – (Teil 1). – 2., durchges. Aufl. – 1990, Wiesbaden: Aula-Verl.

Inzwischen stellt sich die Situation etwas anders da:

Brütende Graugans mitten auf einer Wiese neben einem alten Holzpfahl.
Brütende Graugans am Graben neben der Einbahnstraße im Ochsenmoor.
Brütende Graugans auf einer kleinen Landzunge im Dümmer.
Und die gleiche Situation an einer anderen Stelle noch einmal.
Brütende Graugans im Weidendickicht (kleines Suchbild).
Brütende Graugans am Lohneabfluß auf eine Landzunge.

Fotos: Christian Vogel

In den letzten Jahren hat sich die Graugans bei der Neststandortwahl ein wenig weiterentwickelt und nimmt jetzt auch gerne Nistplätze außerhalb des Schilfes an freizugänglichen Orten an. Ein Grund könnte die geringe Prädatorendichte rund um den Dümmer sein.

Grauganspaarung D08 und D018

Die beiden im Juni 2016 am Dümmer beringten Graugänse halten die Ehe aufrecht und scheinen das Gebiet laut geese.org bisher nicht für längere Zeit verlassen zu haben.
Am 8. 3. hielten sich die Gänse im Hüder Fladder auf.

Der weiße Halsring ist ein GPS Sendern an der Gans und der gelbe Halsring ist dem Ganter zuzuordnen. Die GPS-Daten können mit Verzögerung unter diesem Link eingesehen werden.

Foto: Werner Brinkschröder
Text: Werner Brinkschröder und Christian Vogel

Fledermäuse bereits unterwegs

Wegen der warmen Witterung haben die Fledermäuse ihre Winterquartiere zum Teil bereits Ende Februar verlassen. Normalerweise erscheinen die nächtlichen, flinken Flieger frühstens Mitte März.

Der frühe Ausflug der Winterschläfer hat zum Nachteil, dass die Insektenfauna, als Nahrungsquelle, noch nicht soweit ist. Bleibt zu hoffen, dass die Frühaufsteher trotzdem genug Nahrung finden.

Foto: Christian Vogel

Informationen: Udo Effertz

Weiße Gänse auf dem Bornbach

Hier haben sich zwei Hausgänse offenbar aus ihrer Gefangenschaft befreit und selbständig gemacht. Hoffentlich werden sie bald wieder eingefangen, Kreuzungen zwischen Haus- und Wildtieren gilt es immer zu verhindern und wie wir bereits aus der Vergangenheit wissen, ist das bei den Gänsen ohne weiteres möglich. Hier ein Beispiel vom Dümmer.

Foto: Christian Vogel

Beobachtungen von Nonnengänsen

Zur Zeit lassen sich sehr gut zwischen den Blässgänsen auch immer wieder kleine Trupps von Nonnengänse beobachten. Die Zählungen von Anfang Januar ergaben, dass sich etwa 172 Vertreter dieser Vögel im Dümmergebiet aufhalten.

Foto: Werner Brinkschröder

Anmerkung: Die Zahlen stammen aus den offiziellen Zählungen des Naturschutzrings Dümmer e.V. und hängen an der Naturschutzstation in der Ausstellungsdiele aus.