Sandregenpfeifer

Sowohl nördlich als auch südlich des Dümmers sind einzelene Sandregenpfeifer gesichtet worden. Vornehmlich an flachen Küsten brütend ist er durchaus auch mal an flachen Seeufern zu finden. In erster Linie ist der Sandregenpfeifer hier aber als Durchzügler anzutreffen.

Foto: Werner Brinkschröder

Am Sonntag soll von der Beobachtungshütte im Osterfeiner Moor ein Säbelschnäbler gesichtet worden sein. Ebenfalls ein Vogel der eher an der Küste vertreten ist.

Dunkler Wasserläufer

Dieser Verwandte des Rotschenkels brütet vornehmlich in nordeuropäischen Feuchtgebieten und verbringt den Winter in Afrika und Südeuropa. Bei uns erscheint er lediglich während des Zuges, dann ist er oft in kleinen Gruppen an der Küste oder an binnenländischen Schlammflächen zu sehen. Diese Foto entstand im Ochsenmoor.

Gegenüber de Rotschenkel wirkt er eleganter und langbeiniger mit einen an der Spitze leicht abwärtsgebogenen Schnabel.

Foto: Marcel Holy

Kormorane

Die Kormorane am Dümmer verhalten sich zur Zeit etwas auffällig, ihr Stammplatz in der Südbucht ist komplett verweist und nur an der Huntemündung sind größere Trupps zu sehen.

Eine Vermutung ist, dass die beiden jungen Seeadler, die sich im südlichen Dümmergebiet und im nördlichen Ochsenmoor aufhalten, einen Vergrämungseffekt auf die Kormorane ausüben. Berichten zu Folge wurden sie auf dem angestammten Platz der Kormorane in der Südbucht schon beobachtet.

Die Entwicklung wird auf jeden Fall weiter verfolgt.

Foto: Werner Brinkschröder

Beringter Silberreiher

Dieser Silberreiher mit der Kennzeichung K199 konnte bei Edewecht, also etwas weiter weg, abgelesen werden. Er wurde als Nestling in Weißrussland im Juni 2018 beringt und ist von da aus in 258 Tagen 2217 km bis nach Deutschland geflogen, als er Mitte Februar diesen Jahres dort entdeckt wurde.

Bei der großen Anzahl an Silbereiher am Dümmer ist es gut möglich, dass auch hier beringte Tiere zu entdecken sind. Jede Meldung der beringten Tiere bei den Vogelschutzwarten ist für verschiedene Forschungen sehr wichtig, auf der Seite der Beringungszentrale der Vogelwarte Helgoland ist eine kleine Anleitung zur Meldung von Ringen: ANLEITUNG

Fotos und Wiederfunddaten: Werner Brinkschröder

Wanderfalke am Dümmer

Im Winterhalbjahr ist es keine Seltenheit, dass sich ein oder zwei Wanderfalken im Dümmer-Randgebiet aufhalten. Am Dienstag konnte im Ochsenmoor ein Wanderfalken-Altvogel bei der Nahrungsaufnahme beobachtet und auch fotografiert werden. Der Falke griff eine fliegende Schnatterente, kurz darauf ließ er von dieser Ente ab und griff eine weitere vom Randkanal auffliegende Schnatterente. Diese erbeutete Ente wurde vom Falken sofort gefressen. Nach einigen Minuten gesellte sich zu dem Wanderfalken eine Rabenkrähe, um auch  von den Resten der Ente noch etwas zu erhalten. Der Falke zeigte kein besonderes Interesse an der Krähe und beide Vögel setzten die Nahrungsaufnahme gemeinsam fort. Nach geraumer Zeit flog der Wanderfalke mit der Ente ab.

Der Falke hatte lediglich am rechten Bein einen Aluring. Vom Ring konnte als Anfangszahl eine 4 erkannt werden. Der nächste Wanderfalken-Brutplatz im Dümmer-Gebiet befindet sich im Raum Damme.

Fotos und Text: Werner Brinkschröder

Anmerkung: Mit Rechtsklick auf die Fotos, können diese auch größer angezeigt werden.
In den nächsten Tagen folgen noch Videoaufnahmen.