Gänse im Ochsenmoor – eine kleine Bestimmungshilfe-Update

Zur Zeit sind viele verschiedene Gänse im Ochsenmoor unterwegs, hier ist eine Auswahl zu sehen:

Tipp: Ein Klick auf das Bild vergrößert es.

Die Blässgans ist der zur Zeit häufigste Vertreter, sie ist an der schwarzen Bauchbänderung und dem weißen Feld an der Schnabelbasis zu erkennen.

Hier fliegen sowohl Graugänse als auch Saatgänse. Die Saatgänse haben einen dunkleren Kopf und einen schwarzen Schnabel mit orangener Binde. Der Schnabel der Graugans hingegen ist orange und kann eine weiße Spitze aufweisen.

Während die drei oben genannten Gänse alle zur Gattung Anser gehören und als „graue Gänse“ bezeichnet werden, gehören die auf den linken Bild zusehenden Gänse zu den „schwarz-weißen-Meeresgänsen“ (Gattung: Branta). Diese aus Nordamerika eingeführten Kanadagänse kennzeichnet ein schwarzer Hals- und Kopfbereich mit den charakteristischen weißen Kinnband, welches bis hinter das Auge hochgeht. Eine weitere eingewanderte Art ist die Nilgans (rechtes Bild), sie gehört zu den afrikanischen Halbgänsen und ist in Deutschladn fast flächendeckend vorhanden. Ihr sehr territoriales Verhalten verscheucht oft andere Wasservögel von Seen und Tümpeln.

Fotos und Text: Christian Vogel

Alpenstrandläufer

Diese schönen Aufnahmen des Alpenstrandläufers wurden von Werner Brinkschröder gemacht.

Diese Vögel können zurzeit sowohl am Dümmer als auch im Ochsenmoor beobachtet werden.

Tipp: Mit einem Rechtsklick auf die Bilder und einen anschließenden Klick auf Grafik ansehen, kann man die Fotos vergrößern.

Fotos: Werner Brinkschröder
Text: Christian Vogel

Der Kormoranschwarm

Am 26. 9. konnte Werner Brinkschröder am Dümmer-Ostufer einen Kormoranschwarm von ca. 750 Exemplare erblicken und fotographisch festhalten.
Weitere Kormorane hielten sich am Südufer, an der Huntemündung und einige Exemplare in der Nordbucht auf.

Auch wenn es für ihn ein schöner Anblick war, hinterfragt er die Beobachtung doch kritisch:
Ein Kormoran benötigt pro Tag mindestens 350 Gramm Fisch. Bei 750 Kormoranen bedeutet dieses eine tägliche Fischentnahme aus dem Dümmer von über 5 Zentner. Welche Auswirkungen hat diese
Fischentnahme auf die weitere Vogelwelt am Dümmer?

Foto: Werner Brinkschröder
Text verändert nach Werner Brinkschröder

Die Nutria

Auch im Dümmer-Gebiet hat der Nutria-Bestand
erheblich zugenommen.
An der Hunte in Höhe der Holzbrücke hielten sich gestern
zwei Individuen mit weißer Fellfarbe auf. Unterschiedliche Fellfarben bei Nutria sind nicht ungewöhnlich, als ehemalige Zuchttiere aus Pelzfarmen entkommen oder freigelassen, kommt es immer wieder zu unterschiedlichen Farbvariationen.

Foto: Werner Brinkschröder
Text: Werner Brinkschröder und Christian Vogel

Beobachtungen rund um den Dümmer

Diese beiden Greife ließen sich auf ihren Warten offensichtlich nicht stören.

Ein Mäusebussard:

Ein Sperber:

Den Sandregenpfeifern scheint es am Sandstrand des Dümmers auch sehr gut zu gefallen:

Die letzten hier noch verweilenden Kuckucke ziehen spätestens Anfang Oktober in Richtung Süden und überwintern dann südlich des Äquators oder teilweise auch in Westafrika. Die Art gehört somit zu den sog. Langstreckenziehern. Hoffentlich gelingt den Kuckucken im nächsten Frühjahr eine sichere Heimkehr zum Dümmer.

Fotos: Werner Brinkschröder
Text: Christian Vogel und Werner Brinkschröder