Nasse Flächen

Der starke Regen vom letzten Wochenende hat für diese Jahreszeit ungewöhnlich viel Wasser ins Ochsenmoor gebracht. Wo zuvor nur noch klägliche Pfützen in den tiefsten Senken verblieben waren, sind nun wieder geschlossene Wasserflächen zu sehen.

Blick vom Ochsenmoor Turm Richtung Schäferhof

Für die Wiesenvögel ist das toll. So finden auch später brütende Kiebitze gute Bedingungen für die Aufzucht der Jungen vor. Auch für den Wachtelkönig sind diese Bedingungen optimal: relativ hohe Vegetation mit sehr feuchtem Boden. Es sollte sich also lohnen, Augen und vor allem Ohren offen zu halten. Vielleicht sucht sich der ein oder andere dieser seltenen Vögel das Ochsenmoor als Brutrevier aus.

Blick vom Erlebnispfad Richtung Haßlinger Straße

Nachteile bringt der hohe Wasserstand auf den Flächen allerdings auch mit sich. So kurz vor dem Ende der Brutzeit werden die Wiesen mit dem hohen Aufwuchs wohl nicht für eine baldige Heuernte abgetrocknet sein. Zumal noch mehr Regen angekündigt ist. Die Mahd wird entsprechend spät ausfallen und möglicherweise keine nutzbare Ernte einbringen, da das Gras schon auf den Flächen faulig werden könnte.

Ostern im Ochsenmoor

Ein Osterspaziergang im Ochsenmoor ist offensichtlich eine gute Idee. Das hat sich Ulrich Krause auch gedacht und konnte diese schönen Bilder machen.

Am Dümmer
Am Erlenbruchwald
Weißstorchenpaar im Horst
Weißstörche bei der Nahrungssuche
Höckerschwan
Brütende Graugans
Graugans mit Gösseln
Star
Kiebitz

Alle Fotos: Ulrich Krause

Boller Moor und Lange Lohe

Im Boller Moor und Lange Lohe rasten viele Sing- und Zwergschwäne. Da wo sonst sehr viele dieser nordischen Gäste überwintern, halten sich aktuell nur vereinzelte auf, vielleicht sind die warmen Temperaturen daran Schuld.

Singschwäne im Boller Moor

Die großen Einzelbäume im Gebiet werden intensiv von Kleinvögel als Zwischenstopp genutzt. Die Schattenseite, besonders für die Wiesenvögel im Frühjahr und Sommer, diese Bäume dienen auch als Sitzwarte für Greifvögel.

Solitärbaum im Boller Moor

Auf einer eingezäunten Fläche grasen diese Pferde als Landschaftspfleger. Diese Konikpferde wurden lange als die letzten Überlebenden der osteuropäischen Wildpferde gehalten, genetische Studien scheinen dies allerdings widerlegt zu haben. Nichtsdestotrotz gibt es in Osteuropa auch heute noch wilde (verwilderte) Herden dieser Rasse.

Konikpferde als Landschaftspfleger
Fotos: Jürgen Richter

Verteibung winterlicher Gedanken

Eigentlich war mein Plan, letzten Samstag und Sonntag mal wieder mit dem Fernrohr und der Kamera ins Ochsenmoor und an den Dümmer zu gehen – aber das Wetter. Zum Trost „blätterte“ ich in meinen alten Aufnahmen und fand 2 sommerliche Fotos – allerdings August 2013 und südlich der 770 in Höhe der „Pohlschen‘ Heide“. Vielleicht vertreibt das „winterliche“ Gedanken.

Fotos und Text: Ulrich Krause