Nutria an der Lohne

Eine Nutria-Kolonie konnte im Mai entlang der Lohne auf einer Uferstrecke von circa 100 Metern beobachtet werden. In der Abenddämmerung zählten wir vom Kanu aus in der Graftlage an zwei Tagen jeweils circa 30 Tiere. Sie liefen auf Nahrungssuche in Kleingruppen oder als Einzeltiere entlang der Ufer, sonnten sich oder beschafften sich Nahrung im Wasser. Einige Tiere hatten eine weiße oder goldene Fellfarbe, die meisten waren wildfarben. Die Tiere zeigten keinerlei Scheu. Im Kanu konnte man sich ihnen bis auf einen Meter nähern. Neben vielen Jungtieren waren sehr große Tiere von circa 60 cm Länge plus Schwanz zu beobachten.

Fotos und Text: A. und H. Egbert

 

Wollgras

Das Wollgras lockt jedes Jahr viele Naturinteressierte in die Moore, wobei nicht die eigentliche Blüte im Fordergrund steht, sondern die darauffolgenden, charakteristischen weißen Wollschöpfe. Diese namensgebenden Gebilde werden durch lange Blütenhüllfäden gebildet, die dann den Samen der Pflanze mit dem Wind an weitentfernte Standorte transportiert.

Text und Fotos: Christian Vogel

Neuntöter

Der Neuntöter ist in Mitteleuropa der Häufigste der acht vorkommenden Würgerarten. Er bevorzugt offene Kulturlandschaften als Bruthabitat und ist in Deutschland von Mai bis September zu beobachten.
Zur Zeit ist er u.a. in verschiedenen Hochmooren in den Landkreisen Diepholz und Vechta zu sehen.
Die restliche Zeit des Jahres verbringt der Neuntöter im tropischen Afrika.

Charakteristisch für diesen Insketenspezialist ist, dass er seine Beutetiere als Vorrat gerne auf Dornen aufspießt. Neben Insekten können das auch im geringen Umfang Kleinsäuger und Kleinvögel sein.

Typische Position des männlichen Neuntöters, weithin sichtbar auf der Spitze eines Busches:

Text und Foto: Christian Vogel

Löffelenten im Ochsenmoor

Wenn man im Ochsenmoor ein wenig die Augen offen hält, werden einem viele Löffelenten begegnen und zwar das ganze Jahr über, dabei sind die Bestände im Winter deutlich geringer. Sie brüten gerne in nährstoffreichen und flachen Gewässern, bzw. in sumpfigen Gebieten mit freien Wasserflächen. Diese kommen der Löffelente zu Nahrungsaufnahme sehr gelegen, als  sogenannte Gründelenten tauchen sie nicht nach der Nahrung sondern nehmen diese überwiegend an der Wasseroberfläche auf. Dafür wühlen sie den Grund durch ihre Bewegungen auf und durchschnattern seihend die aufgewirbelten Nahrungspartikel – der charakteristische Schnabel begünstigt diese Art des Fressens. Zusätzlich kann sie auch gründeln, dies wird allerdings nur sehr selten beobachtet.

Zurzeit halten sich etwa 300 bis 350 Tiere rund um den Dümmer auf.

Fotos: Werner Brinkschröder Text: Christian Vogel