Gleitaar in Levern (Stemwede)

Anfang Juni besuchte ein Gleitaar unsere Gegend. Normalerweise leben diese Vögel in Südeuropa und sind in Deutschland seltene Irrgäste.

Der Fotograf kommentierte scherzhaft seine Suche nach dem Gleitaar mit den Worten „Gestern war ich beim Volkslauf: Gleitaar in Levern“. Das lässt auf ein hohes Interesse an dem Vogel schließen.

Foto: Werner Brinkschröder

Nutria an der Lohne

Eine Nutria-Kolonie konnte im Mai entlang der Lohne auf einer Uferstrecke von circa 100 Metern beobachtet werden. In der Abenddämmerung zählten wir vom Kanu aus in der Graftlage an zwei Tagen jeweils circa 30 Tiere. Sie liefen auf Nahrungssuche in Kleingruppen oder als Einzeltiere entlang der Ufer, sonnten sich oder beschafften sich Nahrung im Wasser. Einige Tiere hatten eine weiße oder goldene Fellfarbe, die meisten waren wildfarben. Die Tiere zeigten keinerlei Scheu. Im Kanu konnte man sich ihnen bis auf einen Meter nähern. Neben vielen Jungtieren waren sehr große Tiere von circa 60 cm Länge plus Schwanz zu beobachten.

Fotos und Text: A. und H. Egbert

 

Neuntöter

Der Neuntöter ist in Mitteleuropa der Häufigste der acht vorkommenden Würgerarten. Er bevorzugt offene Kulturlandschaften als Bruthabitat und ist in Deutschland von Mai bis September zu beobachten.
Zur Zeit ist er u.a. in verschiedenen Hochmooren in den Landkreisen Diepholz und Vechta zu sehen.
Die restliche Zeit des Jahres verbringt der Neuntöter im tropischen Afrika.

Charakteristisch für diesen Insketenspezialist ist, dass er seine Beutetiere als Vorrat gerne auf Dornen aufspießt. Neben Insekten können das auch im geringen Umfang Kleinsäuger und Kleinvögel sein.

Typische Position des männlichen Neuntöters, weithin sichtbar auf der Spitze eines Busches:

Text und Foto: Christian Vogel