Faszination Fernglas – Teil 9

… ist der Blick durchs Fernglas noch zu steigern?…

Klar und wie – lautet die eindeutige Antwort! Unser Auge ermöglicht uns einen Blick entsprechend unserer Sehkraft. Das Fernglas mit seinen 4 Linsen führt uns die Objekte näher ran je nach Vergrößerung – oft zwischen 6 bis 10 mal vergrößert – selten auch darüber hinaus, weil es nicht mehr ruhig genug gehalten werden kann. Die nächste Stufe ist das Spektiv.

Auf einem Stativ/Dreibein ruht ein Spektiv. Mit einem Auge schaut man durch die Linse. Die Vergrößerung liegt von 20x bis 60x. Per freier Hand geht da nichts mehr. Spektiv mit Stativ in der Natur, da schleppt man schon richtig – aber man wird auch gigantisch belohnt! Zum Greifen nah – jedes Detail ist zu erkennen. Ein Beispiel: mit meinem Augen sehe ich den Storch auf seinem Nest in Hüde. Mit dem Fernglas entdecke ich die zwei zusätzlichen kleinen Köpfe der Jungstörche, die gerade soeben über den Nestrand schauen. Mit dem Spektiv entdecke ich, was der Storch gerade als Nahrung bringt und ich beobachte sein Auge, welches aufmerksam die Jungen inspiziert. Details, die man sonst nie sieht, werden wahrgenommen.

Wer gezielte Beobachtungen durchführt, größere Distanzen überwinden muss, wer z. B. Seeflächen systematisch abscannt – dem hilft ein Spektiv. An anderer Stelle habe ich schon mal den Vergleich mit der Automobilbranche gebracht – dieser greift auch hier. PKW und Sportwagen – das ist die „Fernglas-Klasse“. Formel 2 und Formel 1 – das ist die Champions-Liga also die Welt für die Spektive – fürs Spezielle. Dieser Ausblick gehört selbstverständlich zur Abrundung zu „Faszination Fernglas“.

Mit Grüßen aus der Natur von Jürgen

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