Nachwuchssorgen oder nicht?

Bei vielen Feldvogelarten kann der Bruterfolg aufgrund der geringen Größe und der häufig versteckten Lebensweise nur schlecht bzw. mit großem Aufwand abgeschätzt werden.
Der Fasan ist durch seine Körpergröße und dadurch, dass er sich häufig auch in Bereichen mit kurzer Vegetation aufhält, gut zu beobachten.
In den vergangenen Jahren waren stets wenige Jungfasane zu beobachten. Eine der wahrscheinlichsten Ursachen dafür ist eine zu geringe Verfügbarkeit von Insekten, auf die Hühnervögel in den ersten Lebenswochen zwingend angewiesen sind. Finden die Fasanenküken zu wenig Insekten, verhungern sie entweder oder sie bleiben im Wachstum zurück, können das Immunsystem nicht richtig ausbilden und werden anfällig für Krankheiten, die ihnen sonst wenig hätten anhaben können.

In diesem Jahr sind man allerdings erfreulich viele Fasane mit Nachwuchs, darunter auch größere „Gesperre“ mit bis zu 10 Küken, viele auch schon fast so groß wie die Hennen.

 

Text und Foto: Marcel Holy

2 Gedanken zu „Nachwuchssorgen oder nicht?“

  1. Für mich stellt sich auch die Frage, ob es eine Veränderung beim Prädatorendruck gegeben hat, sich also die gezielten Maßnahmen zum Schutz der Bodenbrüter auszahlen. Oder fällt der Erfolg beim Fasan aus der Reihe?

    1. Das trägt sicher dazu bei, aber auch die, die nicht prädiert wurden, müssen anschließend „satt werden“. Für die Wiesenvögel im Ochsenmoor konnte der Prädationsdruck erst spät in der Brutzeit entscheidend abgesenkt werden. Es haben also überwiegend die Spätbrüter und Nachgelege profitiert. Dem Fasan, der nach den z.T. sehr frühen Wiesenvögeln brütet, kommt das natürlich entgegen.
      Aber auch in anderen Gebieten ließen sich schon größere Fasanengesperre beobachten. Vielleicht hat sich ja in diesem Jahr tatsächlich die Nahrungsverfügbarkeit etwas verbessert. Auch die Windschutzscheibe als „Indikator“ wies in diesem Jahr nach meiner Beobachtung mehr tote Insekten auf als in den Vorjahren.

      Marcel Holy

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