Neubürger in Deutschland

Die Nilgans ist inzwischen in Deutschland seit einigen Jahren stark verbreitet. Ihre ursprüngliche Heimat ist, wie der Name verrät Afrika.
Und gerade bei dem momentanen Schietwetter sicherlich der bessere Aufenthaltsort.

Etwa 60 Nilgänse auf Äckern nordwestlich von Hunteburg (Fotos: Christian Vogel).

Dabei muss aber auch gesagt werden, dass die hiesigen Nilgänse ihre ursprüngliche Heimat nie gesehen haben. Bereits im 18. Jahrhundert wurden die Tiere als Ziergeflügel nach Europa eingeführt und schon bald gab es auch die ersten Gefangenschaftsflüchtlinge.

Die Population blieb lange Zeit sehr gering, bis es in den 1970er Jahre eine regelrechte expolsive Zunahme der wildlebenden Tiere in Europa gab. In den 1980er Jahren wurde das erste Brutpaar in Deutschland am Niederrhein bestätigt, seit 2015 ist sie in allen Bundesländern als Brutvogel nachgewiesen und der Bestand steigt.

Aufgrund ihrer Eigenheiten und dem agressiven Auftreten gegenüber anderen (Enten-)vögeln, bishin zur Tötung deren Küken hat die Nilgans es auf die Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung geschafft und ist somit in der gesamten EU ein unerwünschter Gast.

Externe Links:

Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung bei BfN

EU-Verodnung über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten

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