Neuer Hunte-Seitenarm

Kurz vor dem Jahresende konnte noch ein Projekt umgesetzt werden, dass sich im Laufe des Jahres spontan ergeben hat.
Ulrich Halfpap, Agenda-21-Projektpate für den zwischen Diepholz und Dümmer verlaufenden Skulpturenpfad „Die Sicht“ hatte eine Skulptur angeboten bekommen, die bis dahin am Schloss Ippenburg ihren Platz auf einer Insel hatte. Da die Skulptur mit dem Wasser harmonierte, sollte sie nach Möglichkeit auch an einem neuen Standort am Skulpturenpfad von Wasser umgeben sein. Der Unterhaltungsverband Hunte bot schließlich einen Gewässerrandstreifen an der Hunte nördlich des Naturschutzgebiets Huntebruch und Huntebruchwiesen als Standort an und regte an, dass über die NUVD ein Seitenarm geplant werden sollte, der die Skulptur umfließt. Mit einer Breite von 10 m war der Gewässerrandstreifen jedoch zu schmal, um die rd. 5 x 5 m große Skulptur zu platzieren und noch ein Gewässer um diese zu führen. Erfreulicherweise läuft in dem Bereich noch ein Flurbereinigungsverfahren. Der neue Eigentümer der angrenzenden landwirtschaftlichen Fläche erklärte sich bereits, den Zuschnitt seiner Fläche so zu verändern, dass im Bereich der Skulptur ausreichend Raum für Skulptur und Seitenarm entstehen.
So konnte es an die Planungsarbeiten gehen. Die Agenda-21 bearbeitete die notwendigen Baugenehmigungen für die Skulptur und ließ die Skulptur vom Schloss Ippenburg nach Diepholz bringen und aufarbeiten. Die NUVD erstellte den wasserrechtlichen Antrag für den Gewässerausbau und den Förderantrag bei der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung. Da der Skulpturenpfad ein Projekt der Agenda-21 ist, wurden schließlich alle Anträge über diese eingereicht und auch genehmigt.

In der 48. Kalenderwoche erfolgte schließlich der Aufbau der Skulptur, in der 49. Kalenderwoche die Anlage des Seitenarms.

Hier ein Foto der Fläche vor den Baggerarbeiten (Blickrichtung Norden).
Die Skulptur steht, der Bagger ist schon unterwegs.

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Um nicht im Wasser baggern zu müssen, wird der Anschluss an die Hunte nicht gleich geöffnet, sondern bis zum Schluss geschlossen gelassen.

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Im Nordteil der Fläche wurde der Wegeseitengraben in den Seitenarm integriert. Wie auf dem Foto zu sehen, war dieser lange Zeit im Jahr trocken. Ein vorhandener Rohrdurchlass zu Hunte wurde ausgebaut. Dieser hatte eine Weite von 50 cm und lag deutlich über dem Normalwasserstand der Hunte. Es wurde ein neuer Durchlass mit einem Durchmesser von 80 cm eingebaut und so tief gesetzt, dass dieser bei Normalwasserstand durchströmt wird.

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Emsiges Treiben auf der Baustelle…

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Hier der neue Seitenarm direkt nach der Fertigstellung. Der Wasserstand liegt etwa 20-30 cm unter dem Normalniveau der Hunte. Der Streifen zwischen Straße und Einmündung wurde so breit belassen, dass er vom Unterhaltungsverband befahren werden kann. So kann das Ufer der Hunte gemäht und ggf. Treibgut aus der Einmündung entfernt werden. Die Ufer des Seitenarms sollen nicht unterhalten werden und einer natürlichen Vegetationsentwicklung überlassen werden.

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Blick von Nord nach Süd. Unten zu sehen der dauerhaft wasserführende Durchlass, der die ökologische Durchgängigkeit für aquatische Organismen herstellt. Durch die verschieden breiten Abschnitte entstehen unterschiedlich durchströmte Bereiche, die zahlreichen Organismen Nischen bieten. Die geringen Wassertiefen lassen eine Besiedlung mit Unterwasserpflanzen erwarten, sodass der Seitenarm neben der Synergie mit der Skulptur zahlreiche ökologische Funktionen erfüllen kann.

Alle Fotos: Marcel Holy
Alle Fotos: Marcel Holy

Das Projekt wurde ermöglicht durch Fördermittel der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung. Herzlichen Dank!

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