Nutria

Die Nutria ist oft auch unter Namen wie Biberratte, Sumpfbiber, Schweifbiber, Schweifratte oder Coybu bekannt. Sie ist wegen der Felle von Südamerika nach Deutschland geholt worden. Hier wurde sie in Pelztierfarmen gehalten und immer wieder durch Tierschützer befreit oder anderweitig ausgesetzt, dadurch kamen sie auch in die deutsche Natur. Aber oftmals stellt sie dort eine große Gefahr dar, weil sie Höhlen in die Deiche gräbt oder sich unter Wasseraufstauungen her gräbt. Bei uns gibt es immer mehr Nutrias, da sie nach schon 6 Monaten geschlechtsreif sind, in einem Jahr bis zu 10 Junge in 2 Würfen zur Welt bringen und sie nicht intensiv genug bejagt werden. Nutias können sich zu jeder Zeit paaren, tun dies aber meist das erste mal im Winter, sodass die ersten Jungen dann nach 125 Tagen im Frühling geboren werden. Diese werden knapp 2 Monate gesäugt und sind nach ca. 90 weiteren Tagen selbstständig. Manche Nutrias paaren sich wenn der 1 Wurf fertig gesäugt ist noch ein zweites mal. Nutrias leben weltweit an Flüssen mit viel Ufervegetation.
Sie wird 60-65 cm groß, hat eine Schwanzlänge von 40 cm und wird etwa 8-12 kg schwer. Dabei ist das Männchen immer etwas größer als das Weibchen. Das Fell der Nutria ist rotbraun und insgesamt ähnelt sie einem Biber oder Bisam. Es gibt aber auch graue, weiße und schwarze Farbvarianten. Die Unterschiede zwischen Biber und Nutria sind, dass der Biber einen platten Schwaz hat, während der von dem Nutria an den einer Ratte erinnert, außerdem hat der Biber viel weniger Barthaare. Der Bisam ist deutlich kleiner als die Nutria und hat einen seitlich abgeflachten Schwanz. Nutrias sind weder mit Bibern noch mit Bisams verwand, denn sie gehören zur Familie der Stachelratten.
Ernähren tun sich Nutrias hauptsächlich von jungen Wurzeln und Trieben der Wasserplanzen, aber auch von Wasserschnecken, Larven, Muscheln, Krebsen und Würmern. Zu den Feinden gehören in erster Linie die Menschen aber auch Füchse, Wildschweine, freilaufende Hunde, Wölfe, Bären, Adler, Eulen, Parasiten, Autos und lange, kalte Winter.

Jannis Bothmer, Praktikant bei der NUVD

Nutria an einem Graben im Ochsenmoor

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