Stemweder Berg

Der Stemweder Berg als letzte Erhebung vor der norddeutschen Tiefebene ist, im Gegensatz zu den Dammer Bergen, tatsächlich ein Gebirge. Während die Dammer Berge ein Produkt eiszeitlicher Gletscher sind, besteht der Kern des Stemweder Bergs aus Kalksandstein und war früher Teil des Meeresboden. Die versteinerten Muscheln und Donnerkeile, die man in manchen Steinen finden kann, zeugen davon. Mit einer Höhe von 181,4 m auf nordrhein-westfälischer Seite ist er zwar nicht sehr hoch, bietet aber Lebensraum für viele verschiedene Tierarten, die wir sonst hier nicht hätten.

Durch den Stemweder Berg zieht sich die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, der bewaldete Teil, überwiegend Kalkbuchenwald, des Stemweder Bergs beträgt 10,3 km², davon befinden sich 7,4 km² in Nordrhein-Westfalen und 2,9 km² im nördlich angrenzenden Teil Niedersachsens.

Auf der niedersächsischen Seite betreut die Natur- und Umweltschutzvereinigung e.V. (NUVD) im Rahmen der naturschutzfachlichen Vor-Ort-Betreuung in Kooperation mit den Landkreisen Diepholz, Osnabrück und Vechta, dem NLWKN -Außenstelle Dümmer- und gefördert durch das Land Niedersachsen sechs Gewässer zur Unterstützung der Feuersalamandervorkommen. Das Erfolgsmonitoring zeigt, dass wir diese, wahrscheinlich isolierte Population, auf einen stabilen Bestand halten. Die Betreuung weiterer Gewässer auf der nordrhein-westfälischen Seite wird von unseren Mitgliedern ehrenamtlich übernommen. Neben den Gewässern sind besonders die alten, kleinen Steinbrüche im Berg wichtige Lebensräume für die Salamander.

Feuersalamander, Foto: Christian Vogel

Neben den Feuersalamandern führen wir ein Monitoring zu den Vorkommen der Fledermäuse durch und haben z.B. mit den Berginteressenten Lemförde Höhlenbäume ausgezeichnet, die aus der Nutzung genommen worden sind und somit als Quartiere für Fledermäuse erhalten bleiben.

Darüber hinaus, unabhängig von der Vor-Ort-Betreuung werden unterstützende Maßnahmen, wie das Anlegen von Eichenhackschnitzelhaufen, für das größte heimische Insekt, den Hirschkäfer vorgenommen, der unter anderem im Stemweder Berg zu Hause ist.

Eichenhackschnitzel für die Hirschkäferlarven, Foto: Christian Vogel

An den Hängen des Stemweder Bergs hat die NUVD, u.a. zusammen mit der AG Biotop- und Eulenschutz Stemweder Berg e.V., auf beiden Seiten der Landesgrenze verschiedene Landschaftselemente wie Windschutzhecken, Feldgehölze, Streuobstwiesen und einen Teich angelegt. Zudem wurde mit dem zuständigen Bauhof auf der niedersächsischen Seite ein naturfreundliches Konzept zum Mähen der Seitenstreifen entworfen.

Heckenpflanzung mit der Naturparkschule Stemweder Berg Schule Wehdem, Foto: Udo Effertz

Weitere Infos zum Stemweder Berg: http://www.naturpark-duemmer.de/naturjuwelen/stemweder-berg.html

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