Bisamburgen

Im Ochsenmoor sind an einigen Stellen große Haufen aus Pflanzenresten zu sehen. Dabei handelt es sich um Bisamburgen.
Bisame können zwei Arten von Bauen anlegen. Sie können zum einen mit den Vorderläufen und den Zähnen Erdbaue graben, wobei sie häufig Deiche, Dämme und ähnliches beschädigen. Wenn dies aufgrund der Gegebenheiten im Lebensraum nicht möglich ist, können sie zum anderen die erwähnten Bisamburgen bauen.
Der Wasserstand ist im Ochsenmoor überall so hoch, dass keine Böschung für einen Erdbau mehr zur Verfügung steht. Also haben die Bisame mit Pflanzenmaterial für trockene Plätzchen gesorgt.

Bisamburg (Foto: C. Poitzsch)

Im Vergleich

Nun haben wir so oft auf den für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohen Wasserstand im Ochsenmoor hingewiesen. Um zu verdeutlichen, was wir meinen, haben wir Fotos aus dem Dezember letzten Jahres zum Vergleich herausgesucht.

Graben II am 12.12.2023. Anhand der Vegetationshöhe wird deutlich, dass es für eine gründliche Mahd bereits zu nass war.
Graben II am 20.12.2022. Im letzten Jahr konnte bis an den Graben gemäht werden.
Die Hunte am 12.12.2023. Nicht nur die Hunte selbst, auch die Fläche rechts im Bild ist gut mit Wasser gefüllt.
Die Hunte am 20.12.2022.

Winter im Ochsenmoor

Zurzeit ist der Schnee fast gänzlich verschwunden. Hier gibt es trotzdem ein paar winterliche Eindrücke zum Wochenende.

Kiebitz auf Eis
Bekassinen im Schnee
Gänsesäger (mit Stockenten und einem Kormoran) im Marler Graben
Auch Silber- und Graureiher sind jetzt in größeren Anzahlen am Marler Graben zu sehen
Zum Abschluss ein Gruß einer der Hüder Waldohreulen

Fotos: Tobias Lange

Es ist NASS

Die ausgiebigen Regenfälle des Herbstes haben ihre Spuren nicht nur auf den Ackerflächen hinterlassen. Im Ochsenmoor steht bereits jetzt so viel Wasser wie es sonst erst gegen Ende des Winters der Fall ist. Die Bilder wurden am 24.11. und am 28.11. aufgenommen. Der Unterschied nach nur drei Tagen Regen ist deutlich sichtbar.

Ochsenmoor am 24.11.2023
Ochsenmoor am 28.11.2023

Rebhuhn retten – Vielfalt fördern

Am gestrigen Nachmittag haben wir als Projektgebiet des Projektes „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt zu einer Auftaktveranstaltung in die Dümmer Perle in Hüde geladen. Gemeinsam mit unserem Projektpartner, der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft, haben wir Landwirten aus der Region bei Kaffee und Kuchen vorgestellt, was wir in Sachen Rebhuhnschutz in den nächsten sechs Jahren mit ihnen gemeinsam vorhaben.


Die Vertreter des Landvolk Diepholz und des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes haben dem Projekt ihre Unterstützung zugesichert und die anwesenden Kollegen ebenfalls zu reger Beteiligung ermuntert. Nun wird es im nächsten Schritt daran gehen, gemeinsam mit den Betrieben, sinnvolle Maßnahmen zu planen.
Nähere Informationen zum Bundesprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ gibt es unter www.rebhuhn-retten.de.
Interessierte Landwirt*innen aus der Projektregion, können sich gerne bei uns melden unter info@nuvd.de.

(Fotos: C. Poitzsch)