Biodiversitätsberatung

Ökologische Stationen und Landwirtschaftskammer im Austausch

In dieser Woche fand das erste regionale Treffen der ökologischen Stationen in Westniedersachsen, die eine Biodiversitätsberatung anbieten, und der Berater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen aus diesem Aufgabenbereich, bei uns am Dümmer statt.
Organisiert wurde es von der Vernetzungsstelle für die Ökologischen Stationen im Land Niedersachsen.
Nach dem Austausch über Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Vernetzung in der Naturschutzstation, ging es an eine Blühfläche aus unserem Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“, wo über Aussaattechniken, Saatzeitpunkte, Saatgutmischungen und die passende Pflege gefachsimpelt wurde.

Start in den Bundesfreiwilligendienst

Seit Anfang August haben wir zwei neue Bundesfreiwillige bei uns!
Aaron und Tammo werden uns ein Jahr lang tatkräftig unterstützen und reichlich Einblicke in unsere Arbeit erhalten.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen viel Spaß 🙂

Rebhuhn-Kettenzählung

Im Schutzprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!„, an dem wir beteiligt sind, soll in allen Praxisgebieten eine Kettenzählung durchgeführt werden.
Der Zeitraum dafür ist 15. August bis 10. Oktober. Wenn Ihr in dieser Zeit Rebhuhnketten seht, wäre es nett, wenn Ihr uns Ort und Gesamtanzahl der Rebhühner und idealerweise auch die Verteilung auf Jung- und Altvögel entweder per Email an info@nuvd.de schicken würdet oder diese selbst über Ornitho melden würdet. Von besonderem Interesse ist nämlich der Bruterfolg, also wie viele Küken in den einzelnen Projektgebieten pro Familie groß werden.

Hier gibt es noch weitere Informationen wie z.B. Bilder junger und adulter Rebhühner, um diese im Feld sicher unterscheiden zu können.

Hecht Freddy

Als nach einer sehr trüben Phase das Wasser im Teichaquarium wieder klar wurde, stellten wir fest, dass Hecht Freddy ziemlich allein zu sein schien. Ob er seine Mitbewohner alle selbst verspeist oder vielleicht ein Graureiher seinen Schnabel im Spiel hatte, ist unklar.
Diese Woche haben wir nun etwas gegen Freddys Einsamkeit und seinen leeren Magen unternommen und ein paar Fische eingesetzt. Wie der Blitz hat Freddy zwei erwischt und verspeist, da war der Behälter mit den Besatzfischen noch gar nicht ganz geleert. Etwas behebiger hat der Hecht dann noch ein drittes Mal Beute gemacht. Da müssen wir wohl bald wieder für Nachschub sorgen.

Auf unserem Instagram-Kanal könnt ihr auch eine kleine Jagdfrequenz sehen.

Je nachdem wie sich Freddys Appetit weiterhin gestaltet, werden wir sehen, ob wir ihn noch weiter im Teichaquarium behalten können. Bisher mussten wir nicht „füttern“, aber das kann sich mit zunehmender Größe nun geändert haben.

Heckenpflege in Quernheim

Mitte Februar wurde hier ein Beitrag zu einem Heckenpflegeeinsatz versprochen, den wir bisher schuldig geblieben sind. Das soll sich nun ändern.

Im Rahmen von „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ haben wir schon Baumreihen in Strauchhecken umgewandelt und auch einige Hecken gepflegt, indem wir Überhälter – also aus der Hecke herausragende Bäume – entfernt haben. Im Februar haben wir nun in Quernheim erstmals schwerere Geschütze aufgefahren und mit dem Mulcher am Baggerarm Abschnitte einer Hecke auf den Stock setzen lassen.

Was vielleicht ein bisschen drastisch erscheint, ist eine effektive Maßnahme, Hecken im Sinne des Rebhuhns und anderer Offenlandarten zu pflegen. Denn das Rebhuhn – und auch andere Arten – halten sich lieber fern von hohen Gehölzkulissen, auf denen Greifvögel ansitzen könnten. Eine gut gepflegte Niederhecke können sie als Deckung aber gut gebrauchen. Das funktioniert nur, wenn die Hecke unten eine Krautschicht aufweist, die eben diese Deckung bietet. Werden die Sträucher zu hoch und oben zu dicht, gelangt kein Licht mehr an den Boden der Hecke, weshalb die Krautschicht verschwindet.

Zu der Strauchhecke als Lebensraum gehört auch immer ein Saum aus Kräutern und Altgras. Der bietet nicht nur Deckung, sondern – wie auch die Blüten und Früchte tragenden Sträucher der Niederhecke – Nahrung für Insekten, Vögel und Co.

Wenn man in unserer Agrarlandschaft allerdings eine Hecke sieht, ist die meist nicht nur viel zu hoch oder sogar schon dabei zu einem Baumbestand durchzuwachsen. Die häufig einzige Pflegemaßnahme, die zum Einsatz kommt, ist ein gerader Rückschnitt entlang der Seiten und die Hecke steht wie ein Kasten in der Landschaft. Krautsaum und Krautschicht am Grund der Hecke sind nicht vorhanden, was den ökologischen Wert erheblich mindert.

Ein solcher Kasten in der Landschaft, ohne Krautschicht und ohne Saum, ist die fragliche Hecke in Quernheim auf weiten Strecken, besonders auf dem Abschnitt zum Berg hin. Sie wurde als Kompensationsmaßnahme angelegt. Das heißt, es ist genau festgelegt, wie lang und breit die Hecke zu sein hat. Am Gesamtbestand darf nichts verändert werden, um den Satus der Hecke als Kompensationsmaßnahme nicht zu beeinträchtigen. Wir haben deshalb zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde des LK Diepholz besprochen, was und in welchem Umfang wir an Pflegemaßnahmen vornehmen dürfen. Die Idee, an den Seiten stellenweise Sträucher zu entfernen, um Platz für Saumstrukturen zu schaffen, konnte aufgrund der Vorgaben für die Kompensationsmaßnahme nicht umgesetzt werden. Da das auf den Stock setzen den Gesamtbestand aber nicht verändert, haben wir die Genehmigung erhalten, dies auf einem Viertel der 720 m langen Hecke durchzuführen.

Um die Pflegemaßnahmen und damit die Förderung der optimalen Struktur der Hecke möglichst gut verteilen zu können, haben wir uns folgendes Muster überlegt:

Auf der übrigen Länge der Hecke haben wir nur vereinzelt an den dichtesten Stellen den Mulcher arbeiten lassen.

Das Ergebnis sah dann so aus:

Im Mittelteil der Hecke mussten auch einige hohe Bäume gefällt werden. Das Kronenholz bleibt, wie das übrige Schnittgut, in der Hecke liegen.

Jetzt werden wir beobachten, wie sich die Hecke entwickelt und die Maßnahme ggf. in dieser Form an neuen Heckenabschnitten fortsetzen.

Vorbereitungen im Südlohner Moor

In der vergangenen Woche waren wir im Südlohner Moor unterwegs und haben Künstliche Verstecke für die Schlingnatter-Erfassung ausgebracht. Damit setzen wir die Erfassung aus dem letzten Jahr fort, bei der wir Flächen überprüfen, auf denen wir vor 3 Jahren Lebensraum verbessernde Maßnahmen für die Schlingnatter umgesetzt haben.
Da die Flächen recht strukturreich sind, haben die Schlingnattern auch ohne die Dachpappen genügend Versteckmöglichkeiten. Vielleicht sind ein paar Schlangen trotzdem so nett und lassen sich am KV erwischen.

Nähert man sich dem Südlohner Moor von Osten durch das Aschener Moor, passiert man aktive Torfabbau-Flächen auf der einen Seite des Weges und Renaturierungsflächen verschiedener Entwicklungsstufen auf der anderen Seite. Das ist im dritten Bild zu sehen.

Zum Abschluss gibt es noch einen kleinen Blick in die Pflanzenwelt: Das Scheidige Wollgras (Eriophorum vaginatum) blüht und die Rosmarinheide (Andromeda polifolia) steht in den Startlöchern.

Rebhuhnkartierung mit dem NDR

Vergangene Woche hat uns Daniel Sprehe vom NDR mit einem Team bei einer Rebhuhnkartierung im Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ begleitet. Den Beitrag, der dabei entstanden ist, könnt ihr euch hier anschauen: NDR-Mediathek

Screenshot

Danke schön!

Als Dankeschön für das Engagement im Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ in der Dümmerregion haben wir die teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe im November zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen.

Der Lankreis Minden-Lübbecke hat ein lobendes Grußwort gehalten und um weitere Beteiligung am Vertragsnaturschutz geworben.

Bei gutem Essen und geselligem Austausch konnten wir einen schönen Abend verbringen, der bei allen Beteiligten sicherlich für Motivation für das kommende Jahr gesorgt hat.

Lebensraumgestaltung in Lembruch

Auf einem Grundstück in Lembruch haben wir gemeinsam mit dem Eigentümer seit Jahresanfang verschiedene Maßnahmen zur Gestaltung und Aufwertung des Lebensraums für Insekten, Amphibien, Kleinsäuger und Vögel geplant. Da für die Umgestaltung eines Uferabschnittes zur Flachwasserzone und die Anlage eines Amphibiengewässers wasserrechtliche Anträge gestellt und genehmigt werden mussten, hat es ein bisschen gedauert, bis wir loslegen konnten. Lediglich das extensive Grünland konnte bereits im Frühjahr mit Regiosaatgut angesät werden.
Ende Oktober durfte der Bagger nun endlich zur Tat schreiten, das Ufer des bestehenden Gewässers abflachen und das Amphibiengewässer ausheben.

Drohnenaufnahme: Marcel Holy

Im November sollen nun schließlich eine Wildstrauchhecke und eine Reihe aus Obstbäumen gepflanzt werden, um das Ensemble zu vervollständigen.

Finanziert wird das Projekt von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und der AG Biotop- und Eulenschutz Stemweder Berg e.V. Vielen Dank dafür!

Arbeitseinsatz auf der Bienenwiese

Diese Woche hat die Bienenwiese wieder ein bisschen Zuwendung bekommen. Uta und Dirk aus dem Vorstand haben gemeinsam mit BFDler Kassander einige Baumpfähle ersetzt, Bäume neu angebunden und Melde aus dem angesäten Blühstreifen gezogen.
Der Bereich der Honigbienen könnte auch noch etwas Zuwendung vertragen und wird sie auch bekommen 🙂