Auf den Spuren unserer Zugvögel in Westafrika

Beitrag von Dr. Hans-Joachim Winkhardt

Im Dümmer-Natur-Blog war im Dezember 2025 über die Uferschnepfe Werner zu lesen, dass sie sich in Westafrika aufhält und dort überwintert wie viele andere Zugvögel. Sie trägt einen kleinen Sender, der ihren jeweiligen Aufenthaltsort durch die GPS-Koordinaten mitteilt. Ein wichtiges Überwinterungsland ist der Senegal mit seinen Nationalparks und Naturschutzgebieten. Zu den weltweit bedeutendsten Reservaten für Vögel gehört der Djoudj-Nationalpark im Norden nahe der alten, immer noch interessanten und schönen Kolonialstadt Saint-Louis an der Grenze zu Mauretanien. Dorthin reisten meine Frau und ich im März 2026, um Zugvögel, vielleicht sogar Uferschnepfen anzutreffen. Frühere Flüge waren leider ausgebucht.

Als erstes muss man natürlich unsere Zugvögel von einheimischen afrikanischen Vogelarten unterscheiden lernen, was für einen normalen Vogelinteressierten alles andere als einfach ist. Im Folgenden möchte ich den Lesern ein Gefühl davon vermitteln, sofern sie nicht schon in Afrika auf Vogelpirsch waren, und einige unserer Zugvögel im Senegal und ortsansässige Afrikaner zeigen.

Die Vögel sollen in einem Ratespiel vorgestellt werden, wobei eurasische Zugvögel und afrikanischen Vogelarten in ungeordneter Reihenfolge dargestellt werden und nur mit einer Nummer gekennzeichnet sind. Sie als Betrachter(in) können dabei raten oder wissen sogar, welcher Vogel in Europa oder in Afrika brütet. Die Auflösung, dass z.B. Vogel 007 „Bondmilan“ heißt und Zugvogel (= Z) oder aus Afrika (= A) ist, wird eine Woche später hier im DN-Blog angezeigt.

Als Beispiel kann Foto Nr. 01 dienen mit einem Wintergast aus Europa links und einer afrikanischen Art rechts im Bild. Die Auflösung wäre: 01aZ Pfuhlschnepfe und 01bA Dünnschnabelmöwe. Die beiden sind vielleicht etwas schwierig zu erkennen. Bei den „Vögeln“ im Boot (Foto 02) ist es einfacher: 02aZ Autor, 02bA Guide. Von den Fotos 03-16 gehören 7 zu A und 7 zur Gruppe Z. Viel Erfolg!

Foto 01
Foto 02
Foto 03
Foto 04
Foto 05
Foto 06
Foto 07
Foto 08
Foto 09
Foto 10
Foto 11
Foto 12
Foto 13
Foto 14
Foto 15
Foto 16

Text und alle Fotos: Dr. Hans-Joachim Winkhardt

Hecht Freddy

Als nach einer sehr trüben Phase das Wasser im Teichaquarium wieder klar wurde, stellten wir fest, dass Hecht Freddy ziemlich allein zu sein schien. Ob er seine Mitbewohner alle selbst verspeist oder vielleicht ein Graureiher seinen Schnabel im Spiel hatte, ist unklar.
Diese Woche haben wir nun etwas gegen Freddys Einsamkeit und seinen leeren Magen unternommen und ein paar Fische eingesetzt. Wie der Blitz hat Freddy zwei erwischt und verspeist, da war der Behälter mit den Besatzfischen noch gar nicht ganz geleert. Etwas behebiger hat der Hecht dann noch ein drittes Mal Beute gemacht. Da müssen wir wohl bald wieder für Nachschub sorgen.

Auf unserem Instagram-Kanal könnt ihr auch eine kleine Jagdfrequenz sehen.

Je nachdem wie sich Freddys Appetit weiterhin gestaltet, werden wir sehen, ob wir ihn noch weiter im Teichaquarium behalten können. Bisher mussten wir nicht „füttern“, aber das kann sich mit zunehmender Größe nun geändert haben.

Bekassine mit Küken

Eine Bekassine, die zusammen mit ihrem Küken auf Nahrungssuche im Schlamm unterwegs ist, bekommt man nicht so häufig zu Gesicht. Mareike Wigger ist es Anfang Juli im Ochsenmoor gelungen. Und sie hat sogar diese schönen Fotos machen können.

Vielen Dank für die Einsendung!

Fotos: Mareike Wigger

Kampfläufer-Nachwuchs

Zu den Beobachtungshighlights im Ochsenmoor zählen im Frühling sicherlich die balzenden Kampfläufer. Mit ihrem auffälligen Gefieder sind sie bei ihren Showkämpfen in den Balzarenen schwer zu übersehen.

Geht es jedoch darum brütende Weibchen oder weibliche Kampfläufer mit ihrem Nachwuchs zu entdecken, wird es schwierig. Die Anzahl der balzenden Hähne lässt keine Rückschlüsse auf die Anzahl des Brutbestandes zu, denn nicht alle Männchen können sich verpaaren. Außerdem ist das Ochsenmoor für viele der Kampfläufer nur eine Zwischenstation auf dem Weg in ihre weiter nordöstlich gelegenen Brutgebiete.

Kampfläuferweibchen brüten einzeln, gut versteckt und sehr heimlich. Zur Nahrungsaufnahme entfernen sie sich vom Gelege und fliegen Nahrungshabitate an, um dort eilig zu fressen.
Die Küken werden nicht sehr eng geführt und schon nach 7-15 Tagen von der Mutter verlassen. Auch das macht eine Beobachtung schwieriger.

Dennoch gelingen seit einigen Jahren einzelne Kampfläufer-Brutnachweise im Ochsenmoor. Eine solche Beobachtung gelang Mareike Wigger an drei Tagen Anfang Juli im Ochsenmoor. Wir bedanken uns für die schönen Fotos und das Teilen dieser tollen Beobachtung!

Weil es ein so seltener Anblick ist, können ein paar mehr Bilder sicherlich nicht schaden. Viel Spaß beim Durchscrollen!

Junger Kampfläufer mit Rotschenkel im Hintergrund
Kampfläufer-Weibchen
Kampfläufer-Männchen

Kampfläufer-Weibchen und Jungvogel
Konflikt mit Kiebitz

Alle Fotos: Mareike Wigger

Es gibt was zu entdecken

Wer sich die Mühe macht und die Trupps von Gänsen, Enten und Möwen auf den Flächen – beispielsweise im Ochsenmoor – genauer durchscannt – hat durchaus die Chance, Arten zu entdecken, die hier eher seltener angetroffen werden können. Eine dieser Arten ist die Rothalsgans, die, trotz ihrer eigentlich recht auffälligen Färbung, in einem Trupp Bläss-, Grau- oder Weißwangengänse nicht unbedingt direkt ins Auge sticht.

Rothalsgans zwischen Blässgänsen (Foto: W. Brinkschröder)
Rothalsgans zwischen Blässgänsen (Foto: W. Brinkschröder)

Wer sich mit Möwen auskennt, kann hier einige unterschiedliche Arten feststellen. Zum Beispiel Steppenmöwen in Jugendkleidern verschiedener Kalenderjahre oder auch Adulte. Viel Spaß dabei!

Unbestimmte Großmöwe, evtl. Steppenmöwe, immatur (Foto: W. Brinkschröder)

Kinderleicht eindeutig identifizierbar sind dagegen Moorfroschmännchen in ihrem Balz-Outfit. Denn wer sonst ist so schön blau?

Moorfroschpaar (Foto: W. Brinkschröder)

Vorbereitungen im Südlohner Moor

In der vergangenen Woche waren wir im Südlohner Moor unterwegs und haben Künstliche Verstecke für die Schlingnatter-Erfassung ausgebracht. Damit setzen wir die Erfassung aus dem letzten Jahr fort, bei der wir Flächen überprüfen, auf denen wir vor 3 Jahren Lebensraum verbessernde Maßnahmen für die Schlingnatter umgesetzt haben.
Da die Flächen recht strukturreich sind, haben die Schlingnattern auch ohne die Dachpappen genügend Versteckmöglichkeiten. Vielleicht sind ein paar Schlangen trotzdem so nett und lassen sich am KV erwischen.

Nähert man sich dem Südlohner Moor von Osten durch das Aschener Moor, passiert man aktive Torfabbau-Flächen auf der einen Seite des Weges und Renaturierungsflächen verschiedener Entwicklungsstufen auf der anderen Seite. Das ist im dritten Bild zu sehen.

Zum Abschluss gibt es noch einen kleinen Blick in die Pflanzenwelt: Das Scheidige Wollgras (Eriophorum vaginatum) blüht und die Rosmarinheide (Andromeda polifolia) steht in den Startlöchern.

Der Frühling naht?

Schon seit Montag hält der Storch am Horst in Hüde-Sandbrink Ausschau nach seiner Partnerin und im Ochsenmoor ertönt der Ruf des Brachvogels. Weit kann er doch dann nicht mehr sein, der Frühling. Oder?

Storch in Hüde (Foto: Udo Effertz)
Brachvogel im Ochsenmoor (Foto: Udo Effertz)
Brachvogel im Ochsenmoor (Foto: Udo Effertz)

Sumpfohreule

Mit dem Vorhaben nach Sumpfohreulen (Asio flammeus) Ausschau zu halten, ist Udo Effertz, unser 1. Vorsitzender, letzte Woche durchs Ochsenmoor gefahren. Und er ist fündig geworden. Etwas verschwommen ist die Eule zwar auf den Fotos, aber dennoch sehr schön anzusehen.

Sumpfohreulen sind Teilzieher. Es gibt also Individuen, die im Brutgebiet den Winter verbringen, während andere kurze Strecken ziehen. Sumpfohreulen, die am Dümmer im Winter beobachtet werden, können also Tiere sein, die auch im Gebiet brüten oder Wintergäste aus Skandinavien oder Russland.