Biberspuren am Dümmer

Heute waren wir auf dem Dümmer unterwegs, um uns einen Überblick über die Biberaktivitäten zu machen. Dieser scheint vor allem im Südwesten des Sees aktiv zu sein. Hier ein paar Eindrücke:

Die Fotos können mit Rechtsklick und einem Klick auf Grafik anzeigen vergrößert werden.

Aktuell haben wir die Population im Dümmer noch nicht vollständig erfasst, wir gehen von einer Familie aus, da bereits junge Tiere gesehen wurden. Wo deren Burg ist, wissen wir allerdings nicht. Wahrscheinlich haben sie diese in der Uferböschung der Hunte gebaut. Aufgrund der Wassertiefe ist für die Biber kein Damm erforderlich. Wollen wir hoffen, dass sie vorerst auch keine anlegen.

Silberreiher-Synchronzählung

Wie bereits in der vergangenen Jahren haben wir auch 2021 wieder eine Zählung der Silberreiher auf ihrem Weg zu den Schlafplätzen durchgeführt.
Am 11.11.2021 haben sich 11 Mitglieder und Mitarbeiter der NUVD rund um den Dümmer positioniert und bei bedeckten Himmel und 8°C Lufttemperatur in der Abenddämmerung den Einflug der Silberreiher zu erwarten.
Zwischen 16:15 und 17:30 Uhr wurden 151 Silberreiher gezählt, davon suchten 129 ihren Schlafpaltz am Dümmer auf und 22 im Hüder Fladder.

Silberreiher auf einem Schlafbaum 2020 im Dümmer (Foto: Werner Brinkschröder).

Trotz der deutlich geringeren Zahl zu den Vorjahren überraschte uns das Ergebnis wenig, da wir bereits den Eindruck hatten, dass sich weniger Silberreiher im Gebiet aufhalten als in den Jahren zuvor.

Im Jahre 2019 zählten wir 340 Individuen und 2020 238 Indivduen dieser großen Vögel. Warum ein solcher Rückgang zu verzeichnen ist, wissen wir aktuell nicht, aber mit der Unterstützung unserer ornithologisch interessierten Mitglieder erfragen wir aktuell die Situationen in anderen Gebieten, ob dort ähnliche Beobachtungen gemacht wurden.

Solche Ansammlungen konnten in diesem Herbst bisher nicht beobachtet werden (Foto: Christian Vogel).

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Helfern und hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder mehr Silberreiher im Herbst und Winter begrüßen können.

Kranichzug

In den vergangenen Tagen war ein sehr starker Kranichzug über der Dümmerniederung zu verzeichenen. Etwa 58.000 Kraniche haben die Region Richtung Süden verlassen um wärmere Gefilde aufzusuchen.

Während ab Montag etwa 25.500 Kraniche, auch über dem Dümmer, über die Osnabrückroute nach Süden zogen, waren es am Mittwoch nocheinmal 32.500 Kraniche. Damit haben sich die hiesigen Rastbestände sicherlich gelichtet, ob noch Nachzügler aus dem Norden zum Rasten hierherkommen, bleibt abzuwarten.

Kraniche in Zugformation auf den Weg nach Süden (Foto: Werner Brinkschröder).

Schwarzhalstaucherküken die Zweite

„Die beiden Schwarzhalstaucher-Brutpaare im Ochsenmoor gedeihen prächtig“, weiß Werner Brinkschröder zu berichten. Er hofft, dass der Wasserstand in aktueller Höhe erhalten bleibt. Es wird sich zeigen, welche Auswirkungen die hohen Temperaturen dieser Tage auf den Wasserstand in den Flächen haben werden.

Fotos: Werner Brinkschröder

Blühwiesen

Wer gerne Insekten beobachtet, der hat jetzt die Chance dazu. In den Blühstreifen und auf Blumenwiesen wimmelt es zur Zeit vor Insekten, die den Nektar der Pflanzen begehren. Dabei erfüllen sie ganz nebenbei ihren eigentlichen Zweck für die Blumen, sie bestäuben sie und unterstützen so die Ausbreitung.

Hummel im Blühstreifen (Foto: W. Vogel).

Der Moorochse ruft!

Die Rohrdommel, wie der Vogel eigentlich heißt, kann aktuell am Dümmer belauscht werden. Ein guter Standort dafür ist u.a. das Westufer in der Nähe der Huntebrücke, dort ist auch diese Aufnahme in den Abendstunden entstanden:

Aufnahme: Christian Vogel

Dieser dumpfe Ruf hat ihr den Beinamen Moorochse eingebracht. Es ist übrigens deutlich leichter die Rohrdommel zu hören, als sie zu beobachten.

Viele Kampfläufer

Udo Effertz berichtet von der größten Ansammlung von Kampfläufern, die er bisher gesehen hat. Im Ochsenmoor konnte er gestern einen Trupp von 400 bis 500 Exemplaren beobachten. Da die Tiere beim Zählen aufflogen (bei 380), gibt es nur den Schätzwert. Ansätze des Federkragens der Männchen waren bereits zu erkennen und gebalzt wurde auch schon.

Kampfläufer (Archivbild: Heiner Härtel)

Sturmschaden

Der Sturm hat vergangende Woche den einen oder anderen Schaden angerichtet. So hat er auch diese alte Buche umgeweht, die sowohl ein Dohlennest enthielt, welches offensichtlich schon länger genutzt wurde, als auch einen Bienenstock. Alte Bäume sind Lebensraum für viele Tiere und wenn der Verlust solcher Bäume ärgerlich für die Tierwelt ist, so ist es in diesem Fall ein natürlicher Prozess.

Das Dohlennest, oben sieht man das aktuelle Nest und das schwarze ist Erde, die durch die Verottung der alten Nester entstanden ist.
Bienenwaben im gesplitterten Stamm.
Und noch mehr Bienenwaben.