Ein neuer Kartierdurchgang im Hochmoor bringt meist auch neue „Entdeckungen“ mit sich. Da es in der Kartierung um die Erfassung um Schlingnattern geht, ist es erfreulich, dass zu diesen Entdeckungen auch eine Schlingnatter gehört.
Bei jedem Fund einer Schlingnatter wird ein Foto des Tieres gemacht. Besonders wichtig ist dabei der Kopf- und Nackenbereich, da die Tiere anhand der individuellen Zeichnung in diesem Bereich auseinandergehalten werden können. So kann festgestellt werden, ob das jeweilige Individuum bereits bekannt ist.
Diese Schlingnatter kannten wir noch nicht, und auf der Fläche, auf der sie gefunden wurde, gelang zuvor auch noch kein anderer Nachweis.

Ein anderer Fund dieser Begehung war eine Flügeldecke eines Hirschkäfers. Am selben Ort fand sich vor einem Jahr ein totes Hirschkäferweibchen.


Auch die Pflanzenwelt im Hochmoor hält schöne Beobachtungen parat. So finden sich auf einer der Flächen, auf der die Schlingnattern erfasst werden (zur Evaluation bereits umgesetzter Lebensraum verbessernder Maßnahmen), Bereiche mit dichten Beständen der Gewöhnlichen Moosbeere. Die Gewöhnliche Moosbeere Vaccinium oxycoccos gilt mit ihren zu dünnen Ranken reduzierten , niederliegenden Stämmchen als der niedrigste Zwergstrauch. Da sie sehr nährstoffarme Moorböden bevorzugt und dieser Lebensraum schwindet, ist sie in Deutschland als gefährdet eingestuft.


Eine alte Bekannte ist die Raupe des Kleinen Nachtpfauenauges. Das Anfang August gefundene Exemplar saß in der Besenheide und hatte passend dazu rosa Punktwarzen. Das aktuelle Exemplar saß in einem Heidelbeerbestand und war mit seinen gelben Punktwarzen perfekt angepasst.

Die Bestände der Besenheide Calluna vulgaris sind kräftig am Blühen. Allerdings macht ihnen augenscheinlich die Trockenheit stellenweise zu schaffen. Das Laub ist oft braun verfärbt oder schon abgefallen. Der Hund wurde nicht „entdeckt“ sondern fürs Foto platziert. Sogar mit passendem Halsband 😉
