Der Weg durch den Erlenbruch im Ochsenmoor …

… steht zurzeit ein kleines bisschen unter Wasser.

Die Wahl des richtigen Schuhwerks ist hier entscheidend.
Fotos: C. Poitzsch
Fotos, Beobachtungen und Infos aus der Dümmerniederung
Der Weg durch den Erlenbruch im Ochsenmoor …

… steht zurzeit ein kleines bisschen unter Wasser.

Die Wahl des richtigen Schuhwerks ist hier entscheidend.
Fotos: C. Poitzsch
Die ausgiebigen Regenfälle des Herbstes haben ihre Spuren nicht nur auf den Ackerflächen hinterlassen. Im Ochsenmoor steht bereits jetzt so viel Wasser wie es sonst erst gegen Ende des Winters der Fall ist. Die Bilder wurden am 24.11. und am 28.11. aufgenommen. Der Unterschied nach nur drei Tagen Regen ist deutlich sichtbar.



Am gestrigen Nachmittag haben wir als Projektgebiet des Projektes „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt zu einer Auftaktveranstaltung in die Dümmer Perle in Hüde geladen. Gemeinsam mit unserem Projektpartner, der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft, haben wir Landwirten aus der Region bei Kaffee und Kuchen vorgestellt, was wir in Sachen Rebhuhnschutz in den nächsten sechs Jahren mit ihnen gemeinsam vorhaben.

Die Vertreter des Landvolk Diepholz und des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes haben dem Projekt ihre Unterstützung zugesichert und die anwesenden Kollegen ebenfalls zu reger Beteiligung ermuntert. Nun wird es im nächsten Schritt daran gehen, gemeinsam mit den Betrieben, sinnvolle Maßnahmen zu planen.
Nähere Informationen zum Bundesprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ gibt es unter www.rebhuhn-retten.de.
Interessierte Landwirt*innen aus der Projektregion, können sich gerne bei uns melden unter info@nuvd.de.
(Fotos: C. Poitzsch)
Bei dem immer nasseren Wetter wundert es nicht, dass neue Arten in der Region zu entdecken sind. Vor kurzem wurde dieses Exemplar der Art Crocodylus duemmeri beobachtet.


Vor einer Woche haben wir unsere jährliche Synchronzählung der Silberreiher am Dümmer durchgeführt. Wir hatten schon in den vergangenen beiden Jahren festgestellt, dass wir nicht alle wichtigen Schlafplätze kennen. Auch dieses Jahr ließen sich keine weiteren Schlafplätze ausfindig machen, die zuverlässig an jedem Abend aufgesucht würden. Deshalb wurden eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang wieder die bisherigen Standorte zur Zählung bezogen: Südturm, Ochsenmoorturm, Huntebrücke im Süden, Nordbucht, der Strand des Marissa-Ferienparks und die Surfeinsatzstelle in Hüde mit Blick zur Huntemündung. Außerdem wurde auch wieder an dem Standort im Hüder-Fladder gezählt. Im vergangenen Jahr wurden hier noch mindestens 50 Silberreiher am Schlafplatz beobachtet. Dieses Jahr wurde dieser Platz am Abend unserer Zählung nicht aufgesucht. Am See konnten wir nur zwei größere Schlafplätze feststellen: in der Südbucht (im letzten Jahr wurde hier nur ein Silberreiher beobachtet) und am Nordrand der Hohen Sieben wurden jeweils rund 60 Silberreiher gezählt. Zusammen mit weiteren vereinzelt beobachteten Exemplaren haben wir somit rund 125 Silberreiher gezählt.
Wir stellen also fest, die Wahl der Schlafplätze scheint bei den Silberreihern relativ dynamisch zu sein. Das nicht nur im Jahresvergleich. In der Nordbucht beispielsweise wurden Ende September noch circa 80 Exemplare beim abendlichen Einflug beobachtet. Am Zählabend war dort kein Silberreiher zu finden. Die Gesamtzahl der Silberreiher im Gebiet konnten wir auf diese Weise sicherlich nicht erfassen.
Trotzdem geht ein Dank an alle Zähler*innen! Zur Belohnung gab es für alle einen schönen Sonnenuntergang.

Diese Woche haben wir die knapp 100 künstlichen Verstecke, die wir im Frühjahr für die Schlingnattererfassung im Goldenstedter Moor ausgebracht hatten, wieder eingesammelt. Es sind uns keine Schlangen mehr begegnet, aber Molche, Seeadler, Frösche, Raubwürger, Kraniche …

An diesem grauen Freitag kommt ein Gruß aus sonnigeren Herbsttagen doch wie gerufen. In Dielingen wurde offensichtlich eine neue Art entdeckt: Der Dahlienmolch Lissotriton dahlia 😉

Seit heute Nacht fliegen die ersten großen Trupps von Blässgänsen ins Dümmergebiet ein. Auch tagsüber sind ihre markanten Rufe zu hören.
– Udo Effertz, 08.10.2023

Bisher haben sich die Schlingnattern (Coronella austriaca) bei der diesjährigen Erfassung im Goldenstedter Moor rar gemacht. Maximal ein Rascheln und schnell im Gras verschwindende Schwanzspitzen ließen sich beobachten. Nun hat sich doch einmal ein Exemplar ganz freimütig aus dem Versteck gewagt. Es handelt sich um ein Jungtier von nur circa 15 cm Länge – das Video täuscht eventuell eine weitaus bedeutendere Größe vor 😉
Mit diesem Fund werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:
Vorkommensnachweis ✔
Reproduktionsnachweis ✔
Weil die auffälligen Weibchen der Wespenspinne Argiope bruennichi in ihren großen Radnetzen mit dem zickzackförmigen Stabiliment so fotogen sind, gibt es hier gleich zwei Fotos aus dem Goldenstedter Moor.


Fotos: Caroline Poitzsch