Die Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccus) gehört zu den Heidekrautgewächsen (Ericaceae) und ist ein Zwergstrauch, obwohl sie auf den ersten Blick gar nicht danach aussieht. Ihre Stämmchen sind zu dünnen, verholzten Fäden reduziert, die bis zu einen Meter, meist über Polster aus Torfmoos, kriechen können. Mit einer Wuchshöhe von 1 bis 5 cm ist die Gewöhnliche Moosbeere der niedrigste bei uns vorkommende Strauch. Die säuerlichen Beeren sind reich an Vitamin C und sollen sich, besonders nach dem ersten Frost, gut für Marmelade eignen. Da die Pflanze gefährdet ist und im Naturschutzgebiet ohnehin nicht geerntet werden darf, spielt diese Information aber wohl eher keine Rolle 😉
Liebe Vogelbeobachter*innen, eure Mithilfe ist gefragt! Der NLWKN hat einen Aufruf zur Meldung beobachteter beringter Kampfläufer und Bekassinen gestartet:
Seit diesem Frühjahr werden Kampfläufer und Bekassinen am Dümmer mit Farbringen versehen. Diese Beringungen finden unter dem Besenderungsprojekt des LIFE IP GrassBirdHabitats statt. Die Kampfläufer bekomme vier Farbringe, je zwei pro Seite an der Tibia (über dem „Knie“). Einer dieser vier Farbringe ist ein gelber codierter Farbring, der unser Projekt kennzeichnet. Die Bekassinen haben auf der einen Seite einen weißen Farbring mit einer Kombination aus einer Zahl und einem Buchstaben am Tarsus (unter dem „Knie“) und auf der anderen Seite einen Metall- und einen uncodierten Farbring bekommen. Sollten noch Bilder von solch beringten Vögeln in der Kamera oder Notizen im Beobachtungsheft schlummern, würden wir uns über eine Meldung dieser Vögel freuen. Beobachtungen können an Christopher.Marlow@nlwkn.niedersachsen.de geschickt werden.
Diese Trauerseeschwalbe wurde bereits Mitte Juni bei ihrem Flug im Bereich der Kolonie fotografiert. Inzwischen, also Mitte Juli, dürfte auch die Bebrütung eventueller Nachgelege abgeschlossen sein, es beginnt sogar schon die Zeit des Wegzugs. Zahlen zum Brutgeschäft der Trauerseeschwalben erhebt der Naturschutzring Dümmer e.V., dem auch die Betreuung der Kolonie obliegt.
Jedes Jahr werden die Zusammensetzung und Entwicklung des Fischbestandes im Dümmer untersucht, um die Nahrungsverfügbarkeit für die Trauerseeschwalbe und andere fischfressende Vögel zu bewerten. Als Nahrungsgrundlage ist das Vorhandensein von Kleinfisch wichtig. Anfang Juli wurden deshalb Untersuchungen mit Kleinfischreusen in den umliegenden Gewässern und mit Multimaschennetzen im Dümmer durchgeführt. Durch die verschieden großen Maschen des Netzes werden das Größen- bzw. Altersklassenspektrum der Tiere abgebildet.
Flügelreuse mit Luft zum Atmen z.B. für Käfer (Foto: Marcel Holy)
Ende Juli wird zur Vervollständigung des Bildes noch eine Elektrobefischung an verschiedenen Strukturen im See durchgeführt. Die bisherigen Untersuchungen im See zeigten einen relativ geringen Bestand an Alanden, wie auch schon im letzten Jahr. In den Vorjahren war die Anzahl an Alanden in den Multimaschennetzen immer relativ hoch. Dafür sind in diesem Jahr erfreulich viele Barsche, Zander und Kaulbarsche ins Netz gegangen. In den Gewässern außerhalb des Dümmers scheint ausreichend viel Kleinfisch unterschiedlicher Arten vorhanden zu sein. Es wurden Moderlieschen und Stichlinge gefangen, die heimisch sind und als Nahrung für die Trauerseeschwalbe gut geeignet.
Moderlieschen Drei- und Neunstachliger StichlingSchlammpeitzger
Zusätzlich gingen Blaubandbärblinge in die Kleinfischreusen. Dabei handelt es sich um eine aus Asien stammende Art, die hier eigentlich nicht hergehört. Von der Größe her sind diese Fische aber zumindest als Nahrung für die Trauerseeschwalbe geeignet.
In größeren Vogeltrupps kann man schon mal Ungewöhnliches entdecken. Auf einem Stoppelacker hat sich diese Schwanengans zusammen mit Graugänsen auf Nahrungssuche begeben. Schwanengänse stammen aus Zentralasien und kommen in Deutschland bis auf eine Population in der Region Rhein-Neckar eigentlich nicht freilebend vor. Bei dem fotografierten Exemplar könnte es sich um einen Gefangenschaftsflüchlting handeln. Im Frühling wurde ebenfalls eine Schwanengans am Dümmer beobachtet, vielleicht dasselbe Tier.
Es ist wieder soweit: die jungen Weißstörche in Hüde-Sandbrink sind fast bereit das Nest zu verlassen! Nach einer 33 bis 34 tägigen Brutdauer, beträgt die Nestlingszeit des Weißstorches 55 bis 60 Tage. Die jungen Störche werden nach weiteren 7 bis 20 Tagen selbstständig.
Storchennest in Hüde-Sandbrink (Foto: Ralf Effertz)
Die Teichrohrsänger am Dümmer haben augenscheinlich lautstark auf sich aufmerksam gemacht und ließen sich bereitwillig fotografieren. Danke an Jürgen Anders für die Einsendung dieser Aufnahmen!