Zum Bergfest dieses Jahres schauen wir zurück in das letzte Jahr und drehen an der Jahresuhr. Wir haben in fast jeder Woche Fotos an zwei Standorten gemacht und so die Veränderungen im Jahresverlauf festgehalten.
Der erste Standort war im sogenannten Zweiten Weg (erste Querstraße von „Am Ochsenmoor“ von der Naturschutzstation Richtung See) und legte den Fokus auf eine Eiche mit einem dahinterliegenden flachen Graben. Auf dieser Fläche wächst übringens der Kriechende Sellerie.
Der zweite Standort befand sich in der Straße „Am Ochsenmoor“ auf dem Durchlass des Marler Grabens mit Blick Richtung Südost.
Fotos: Caroline Poitzsch Videos erstellt durch: Sven Biermann
Vielleicht hat es der ein oder andere mitbekommen: letzte Woche sind die Geier im Landkreis Friesland eingefallen. Es herrschten quasi spanische Verhältnisse als 54 Gänsegeier und ein Mönchsgeier über Schortens kreisten. Unsere 1. stellvertretende Vorsitzende, Petra Hensel, wollte die Geier mit eigenen Augen sehen. 28 Stück konnte sie noch zählen, der Mönchsgeier war nicht mehr dabei. Es lohnt sich also auch in unseren Breiten durchaus, genauer hinzugucken, ob es die Störche sind, die am Himmel kreisen oder doch die Geier!
Gänsegeier an einem Waldrand in Schortens (Fotos: Petra Hensel)
Freileitungsmasten sind für Fischadler gern genutzte Nistplätze. So ist es auch in der Dümmerniederung. Dieses Exemplar, mit seinem erbeuteten Fisch, fotografierte Werner Brinkschröder bei ca. 7000 mm Brennweite gestern im Osterfeiner Moor.
Vorstellung von Maßnahmen in der Gemeinde Quernheim
Drohnenaufnahme der Quernheimer Feldflur. Foto: Marcel Holy
Die Dümmerregion ist Teil des Verbundprojekts „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Deutschen Verband für Landschaftspflege, vom Dachverband Deutscher Avifaunisten und der Abteilung Naturschutzbiologie der Georg-August-Universität Göttingen sowie weiteren 12 Projektpartnern umgesetzt wird. Die Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e.V. (NUVD) ist federführend für die Maßnahmen im Projektgebiet „Dümmerregion“ zuständig. Das Gebiet beginnt im Süden der Stadt Diepholz und erstreckt sich über die Samtgemeinde Altes Amt Lemförde bis in die Nordrhein-Westfälische Gemeinde Stemwede.
Mit einem Teil des Nordhangs des Stemweder Bergs, gibt es in der Gemeinde Quernheim einen Bereich, der aufgrund des Trinkwassergewinnungsgebiets eher extensiv genutzt wird und in dem bereits zahlreiche Heckenpflanzungen vorgenommen wurden. Auf der anderen Seite der Ortslage wechseln sich intensiver genutzte Ackerflächen, Brachen und erste Blühflächen ab. Uta Lansing und Marcel Holy von der NUVD erläutern die bereits umgesetzten und noch geplanten Maßnahmen und stellen die bei der Wanderung zu sehenden Tiere und Pflanzen vor. Treffpunkt ist am 15.6.2024 um 14 Uhr am Lichtburg Kino, Unter den Eichen 19, 49448 Quernheim. Die Wanderung dauert etwa zwei Stunden, die Strecke beträgt rd. 3,5 km. Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Wanderung ist Teil der „Woche der Natur“ der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, die die NUVD ebenfalls bei der Umsetzung von Rebhuhnschutzmaßnahmen in der Dümmerregion finanziell unterstützt.
Hintergrund Das Verbundprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. Das Teilprojekt der NUVD erhält außerdem Fördermittel vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, den Landkreisen Diepholz und Minden-Lübbecke, der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz, der AG Biotop- und Eulenschutz Stemweder Berg e.V., dem Förderverein der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz, der Jägerschaft Grafschaft Diepholz e.V., der Jägerschaft Minden-Lübbecke e.V. sowie dem Hegering Lemförde.
Dürfen wir vorstellen: das sind Nina und Clemens Kessmann. Sie beteiligen sich – zusammen mit dem Rest der Familie – mit verschiedenen Maßnahmen auf über 10 ha Fläche am Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“
Wenn der Blick durch die Wärmebildkamera 28 Feldhasen auf der Blühfläche erkennen lässt, ist es nicht verwunderlich, dass dort nichts so richtig wachsen will. So bietet die „Blühfläche“ den Rebhühnern jedenfalls erstmal keine Deckung.
Aus dem Strochennest gibt es leider traurige Neuigkeiten. Nach dem starken Regen und Gewitter Ende letzter Woche, lag das kleinste Küken am Samstag tot im Nest. Es schien entwicklungstechnisch auch sehr stark hinter den anderen beiden Küken zurückzubleiben.
Von den vier Eiern im Storchennest in Hüde-Sandbrink sind drei geschlüpft. Die Bilder stammen von Mitte Mai und zeigen den deutlichen Größenunterschied der Küken. Das liegt daran, dass Weißstörche mit der Bebrütung beginnen, bevor das Gelege vollständig ist. Da der Legeabstand etwa 2 bis 3 Tage beträgt, ist der Altersunterschied den Küken deutlich anzusehen.
Prächtig sehen sie aus, die Kampfläufer-Hähne. Warum heißen sie eigentlich nicht Prachtläufer? 🙂 Auf den vegetationsfreien, schlammigen Flächen im Ochsenmoor sind sie zurzeit gerne auf Nahrungssuche und lassen sich ohne große Scheu beobachten.