Freileitungsmasten sind für Fischadler gern genutzte Nistplätze. So ist es auch in der Dümmerniederung. Dieses Exemplar, mit seinem erbeuteten Fisch, fotografierte Werner Brinkschröder bei ca. 7000 mm Brennweite gestern im Osterfeiner Moor.

Fotos, Beobachtungen und Infos aus der Dümmerniederung
Freileitungsmasten sind für Fischadler gern genutzte Nistplätze. So ist es auch in der Dümmerniederung. Dieses Exemplar, mit seinem erbeuteten Fisch, fotografierte Werner Brinkschröder bei ca. 7000 mm Brennweite gestern im Osterfeiner Moor.


Die Dümmerregion ist Teil des Verbundprojekts „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Deutschen Verband für Landschaftspflege, vom Dachverband Deutscher Avifaunisten und der Abteilung Naturschutzbiologie der Georg-August-Universität Göttingen sowie weiteren 12 Projektpartnern umgesetzt wird.
Die Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer e.V. (NUVD) ist federführend für die Maßnahmen im Projektgebiet „Dümmerregion“ zuständig. Das Gebiet beginnt im Süden der Stadt Diepholz und erstreckt sich über die Samtgemeinde Altes Amt Lemförde bis in die Nordrhein-Westfälische Gemeinde Stemwede.
Mit einem Teil des Nordhangs des Stemweder Bergs, gibt es in der Gemeinde Quernheim einen Bereich, der aufgrund des Trinkwassergewinnungsgebiets eher extensiv genutzt wird und in dem bereits zahlreiche Heckenpflanzungen vorgenommen wurden. Auf der anderen Seite der Ortslage wechseln sich intensiver genutzte Ackerflächen, Brachen und erste Blühflächen ab. Uta Lansing und Marcel Holy von der NUVD erläutern die bereits umgesetzten und noch geplanten Maßnahmen und stellen die bei der Wanderung zu sehenden Tiere und Pflanzen vor.
Treffpunkt ist am 15.6.2024 um 14 Uhr am Lichtburg Kino, Unter den Eichen 19, 49448 Quernheim. Die Wanderung dauert etwa zwei Stunden, die Strecke beträgt rd. 3,5 km. Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Wanderung ist Teil der „Woche der Natur“ der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, die die NUVD ebenfalls bei der Umsetzung von Rebhuhnschutzmaßnahmen in der Dümmerregion finanziell unterstützt.
Hintergrund
Das Verbundprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. Das Teilprojekt der NUVD erhält außerdem Fördermittel vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, den Landkreisen Diepholz und Minden-Lübbecke, der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz, der AG Biotop- und Eulenschutz Stemweder Berg e.V., dem Förderverein der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz, der Jägerschaft Grafschaft Diepholz e.V., der Jägerschaft Minden-Lübbecke e.V. sowie dem Hegering Lemförde.
Dürfen wir vorstellen: das sind Nina und Clemens Kessmann. Sie beteiligen sich – zusammen mit dem Rest der Familie – mit verschiedenen Maßnahmen auf über 10 ha Fläche am Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“
Wir freuen uns über diesen Einsatz!

Wenn der Blick durch die Wärmebildkamera 28 Feldhasen auf der Blühfläche erkennen lässt, ist es nicht verwunderlich, dass dort nichts so richtig wachsen will. So bietet die „Blühfläche“ den Rebhühnern jedenfalls erstmal keine Deckung.

Aufnahmen: Marcel Holy
Aus dem Strochennest gibt es leider traurige Neuigkeiten. Nach dem starken Regen und Gewitter Ende letzter Woche, lag das kleinste Küken am Samstag tot im Nest. Es schien entwicklungstechnisch auch sehr stark hinter den anderen beiden Küken zurückzubleiben.

Von den vier Eiern im Storchennest in Hüde-Sandbrink sind drei geschlüpft. Die Bilder stammen von Mitte Mai und zeigen den deutlichen Größenunterschied der Küken. Das liegt daran, dass Weißstörche mit der Bebrütung beginnen, bevor das Gelege vollständig ist. Da der Legeabstand etwa 2 bis 3 Tage beträgt, ist der Altersunterschied den Küken deutlich anzusehen.


Fotos: R. Effertz
Prächtig sehen sie aus, die Kampfläufer-Hähne. Warum heißen sie eigentlich nicht Prachtläufer? 🙂
Auf den vegetationsfreien, schlammigen Flächen im Ochsenmoor sind sie zurzeit gerne auf Nahrungssuche und lassen sich ohne große Scheu beobachten.


Fotos: Caroline Poitzsch
An der B 51 in Hüde gibt es neue Hinweisschilder. Also passt gut auf! 😉

Die Uferschnepfen im Ochsenmoor zeigen kaum Scheu und lassen sich wunderbar beobachten. Natürlich sollte immer ein respektvoller Abstand gewart und die Wege nicht verlassen werden.

Im Rahmen des Integrierten LIFE-Projektes GrassBirdHabitats werden jedes Jahr in drei Untersuchungsgebieten in Friesland, an der Unterelbe und bei uns am Dümmer, Daten zur Untersuchung der Nahrungsverfügbarkeit der Uferschnepfe erhoben. Dabei kommen 4 Fallentypen für Wirbellose zum Einsatz: Malaisefalle (das Zelt aus Netzstoff), Gelbklebefalle, Emergenzfalle und Bodenfalle. Wir, die NUVD, sind für die Betreuung zuständig, die Auswertung macht die Uni Groningen.
Letzte Woche haben wir, gemeinsam mit Mitarbeiter*innen der Uni, die Fallen für dieses Jahr aufgestellt. Oder eigentlich noch nicht ganz, denn aufgrund des Wasserstandes im Ochsenmoor konnten wir auf keiner der dort liegenden Flächen die Becher der Bodenfallen versenken. Auf den ersten Bildern sind zwei besonders nasse Flächen zu sehen, auf denen das bisher sowieso immer erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich war. Auf den drei Intensivgrünlandflächen, die am zweiten Tag bestückt wurden, konnten wir dann aber Löcher machen und die Becher einsetzen. Über den Bechern befestigen wir jeweils ein kleines Gitter als Reinfallschutz für Wirbeltiere wie Mäuse und Frösche. Darüber wird ein Kunststoffteller als Regenschutz angebracht.
An jedem Standort messen wir außerdem jede Woche entlang eines Transektes an 10 Punkten die Vegetationshöhe, die Bodenfeuchte und die Festigkeit des Bodens (Stocherfähigkeit für den Uferschnepfenschnabel). Steht Wasser auf der Fläche, messen wir nur Vegetationshöhe und Wassertiefe.







Fotos: Caroline Poitzsch