Wir sammeln Spenden für den Moorschutz

Der Arche-Hof Rolfes in Steinfeld ist für die NUVD ein wichtiger Kooperationspartner in Sachen Hochmoorschutz. Durch eine extensive Beweidung verhindert Uwe Rolfes mit seinen Schafen die Verbuschung der Moorflächen und diese Kooperation wollen wir nun ausweiten.

Informieren und spenden: „Klimaschutz (dank Moorschutz) mit Schafen“ auf betterplace.org öffnen.
Uwe Rolfes im Kreise seiner „Mitarbeiter“.

Warum das so wichtig ist?

Nach dem Ende des Torfabbaus werden die jeweiligen Flächen vernässt, um die Entwicklung einer moortypischen Flora und Fauna zu ermöglichen. Idealerweise verläuft diese Entwicklung von großen Flachwasserzonen über flutende Torfmoosrasen zu Gesellschaften aus z.B. Torfmoosen, Wollgras, weißem Schnabelried, Moosbeere, Rosmarin- und Glockenheide. Jedes Entwicklungsstadium dient einer Vielzahl von Vogelarten, Insekten und Amphibien als Lebensraum.

Eine Ausprägung der Hochmoore kommt dabei unter den aktuellen Bedingungen jedoch zu kurz. Die „halbtrockenen“ Lebensräume werden immer seltener. Das sind Flächen, die von einem Übergang zwischen Glocken- und Besenheide, dem „fleischfressenden“ Sonnentau, Bulttorfmoosen, Gagelstrauch und Krüppelkiefern, geprägt sind. Es sind höher gelegene Flächen, die in den Kernbereichen der Hochmoore bereits überwiegend abgetorft sind und in den Randlagen aufgrund der Entwässerung immer mehr verbuschen und so zu Moor(birken)wäldern werden. Die beschriebene typische Vegetation wird so verdrängt. Und auch hochgradig gefährdete Vogelarten wie der Raubwürger und der Ziegenmelker, Reptilien wie Schlingnatter und Kreuzotter und viele Schmetterlinge, Laufkäfer und andere Insekten finden keinen geeigneten Lebensraum mehr vor. Hier werden nun die Schafe wichtig! Sie arbeiten als Naturschützer und fressen gegen die Verbuschung an.

Links beweidet, rechts unbeweidet

Nicht zu vergessen ist dabei die Rolle von Mooren als CO2-Speicher. Trocknen sie aus, wird CO2 freigesetzt. Bäume und Sträucher unterstützen diesen Prozess zusätzlich. Die Schafe sind also nicht nur Natur- sondern auch Klimaschützer.

Im Ostteil der Diepholzer Moorniederung gibt es aus diesem Grund fünf Landschaftspflegeschäfereien, die Flächen im Hochmoor beweiden. Bei uns im Westteil gibt es keine solche Einrichtung. In Kooperation der NUVD übernimmt Uwe Rolfes Aufgaben einer Landschaftspflegeschäferei und stellt sich den schwierigen Bedingungen des Hochmoors. Die Schafe müssen nicht nur sehr genügsam sein, um mit dem nährstoffarmen Futter der Moorböden auszukommen, sie müssen auch, besonders in wiedervernässten Bereichen, mit der Nässe zurechtkommen. Die eingesetzten alten Landschafrassen sind an diese Bedingungen angepasst.

Allerdings erbringen sie dadurch nur geringe Fleischzuwächse und aus dem Verkauf von Fleisch und verarbeiteten Produkten kann nur ein geringer Beitrag zur Refinanzierung des Einsatzes erzielt werden.

Eine zusätzliche Herausforderung ist die Anwesenheit des Wolfes im Gebiet. Die Kosten für das Material einer wolfssicheren Umzäunung werden zwar erstattet, das Errichten eines solchen Zaunes ist aber ungemein zeitaufwändig und arbeitsintensiv.

In den notwendigen Ausbau der Stallkapazität und die Verbesserung der Ausstattung des Betriebs ist bereits einiges an Eigenkapital eingeflossen.

Damit der Arche-Hof Rolfes zu einer funktionsfähigen Landschaftspflegeschäferei werden und sein Engagement für den Naturschutz aufrechterhalten kann, haben wir nun ein Online Fundraising bei der kostenlosen Plattform betterplace.org gestartet. Vielleicht habt ihr ja Lust, einmal unser betterplace-Profil anzuschauen oder sogar eine Spende dazulassen. Das würde uns wahnsinnig freuen! Unser Profil findet ihr hier: www.betterplace.org/p76968

Oder direkt hier spenden:

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.

Warten auf die Uferschnepfen

In den letzten beiden Jahren wurden am Dümmer im Rahmen des LIFE-Projekts „Wiesenvögel“ Uferschnepfen mit Satellitensendern ausgestattet, um ihre Zugwege verfolgen zu können.
Wer also wissen möchte, wann mit der Ankunft der Vögel am Dümmer zu rechnen ist, findet auf dieser Seite Informationen über die aktuellen Aufenthaltsorte der besenderten Exemplare.
Aber wer weiß, vielleicht ist ja schon ein unbesenderter Vogel seinen „überwachten“ Kameraden voraus…

Foto: M. Holy

Wir haben es so gewollt…

Sicher mögen wir wohl alle Sonnenschein lieber als Regen, aber die ergiebigen Niederschläge der letzten Tage waren bitter nötig, um das in den beiden letzten Jahren verloren gegangene Wasser wieder zurückzubringen.

Im Ochsenmoor stehen immer mehr Flächen unter Wasser, sodass in der anstehenden Brutzeit hoffentlich die Ansprüche aller Arten erfüllt werden können. Von den offenen Wasserflächen, in denen die Uferschnepfen sich nach der Rückkehr aus Afrika zunächst mit Wasser bis zum Bauch Brutkondition „anfressen“ können, über die nassen Bereiche, in denen sich Kampfläufer zur Nahrungsuche und zu ersten Balzkämpfen einfinden werden, über die feuchten Bereiche, in denen später die Uferschnepfen brüten werden bis hin zu den schon etwas trockeneren Randbereichen, in denen die Brachvögel ihre Reviere besetzen werden.
Wenn in diesem Frühjahr die Niederschläge nicht wieder ausbleiben, bleibt es hoffentlich lange genug feucht, damit die Küken von Kiebitzen und Rotschenkeln ausgedehnte Schlammbereiche zur Nahrungssuche finden. Und mit etwas Glück lässt sich dort auch die eine oder andere Seltenheit aus der Familie der Watvögel beobachten.
Also, hoffen wir das Beste für die kommenden Monate…

Foto: M. Holy

Eichelhäher

Der Eichelhäher ist bis auf die Außnahmen Island, Schottland und Nordnorwegen in ganz Europa zuhause. Er hat eine Körpergröße von 35 cm, eine Flügelspnnweite von 58 cm und ein Gewicht von ca. 170g. Für Nachwuchs sorgt der kleine Rabenvogel immer zwischen Apil und Juni. In der einen Jahresbrut legt er 3-5 Eier und bebrütet diese 16 Tage, die Nestlingsdauer geträgt dann noch 20 weitere Tage. Seine Nahrung ist sehr umfangrreich, sie besteht aus Mäusen, Eiern, Jungvögeln, Beeren, Eicheln, Sämereien, Insekten, Raupen, Würmern, Äpfeln und Nüssen. Zu den Feinden gehören Greifvögel, Uhus, Krähen, Habichte, Marder und Menschen. Vor seinen Feiden sollte er sich besonders in seinem erstem Lebesjahr gut schützen. Hat er dieses gut überstanden wird er ofmals bis zu 15 Jahre alt. Das besondere sind seine Erkennungsmerkmale wie zum Beispiel das blaue Flügelfeld oder der helle, rosabraune Körper.

In diesem Jahr sind auffällig viele Eichelhäher zu beobachten. Dies liegt am unregelmäßig stattfindenden Zuzug aus nördlichen und östlichen Brutgebieten.

Jannis Bothmer, Praktikant bei der NUVD