Im Rahmen der Umwelt-AG, die wir gemeinsam mit der AG Biotop- und Eulenschutz Stemweder Berg e.V. an der Von-Sanden-Oberschule Lemförde durchführen, hat nun der Naturfotograf Dr. Andreas Schüring seinen Vortrag „Faszination Eule“, den wir auch bereits auf dem Schäferhof angeboten haben, noch einmal für rund 50 Kinder aus der Umwelt-AG, der Garten-AG und der Grundschule gehalten und dabei nicht nur durch die tollen Fotos, sondern auch durch sein umfassendes Wissen bei vielen Kindern nachhaltig für den Schutz der Eulen geworben.
Am kommenden Donnerstag findet im Kommunikationsforum Alter Schafstall auf dem Schäferhof in Stemshorn das zweite Dümmerforum des Jahres 2019 statt. Dabei soll es zu Beginn der Veranstaltung einen Pressetermin geben, bei dem ein Foto mit allen Teilnehmern gemacht werden soll, um der Landesregierung zu signalisieren, dass vor Ort große Hoffnungen auf den Bau des Schilfpolders und die dazu erforderliche Mittelfreigabe im Haushalt gesetzt werden. Vielleicht ist das ja neben der Tagesordnung für den einen oder anderen ein weiterer Grund zur Teilnahme.
Die von der AG-Kranichschutz Niedersachsen vom 26. – 28. 10. 2019 in Niedersachsen
durchgeführte Kranich-Schlafplatzzählung ergab den beachtlich hohen Rastbestand
von ca. 80.000 Individuen. Die zentralen Schlafplätze befanden sich in der
Diepholzer Moorniederung, in der Teufelsmoor-Wümmeniederung und im Tister
Bauernmoor.
Foto: Bernhard Hülsmann
Bereits am 23.10.2019 überflogen größere Kranichtrupps den Großraum Dümmer und das Osnabrücker Land. Dieser Abzug verstärkte sich ab dem 27. Oktober in erheblichem Umfange. In breiter Front zogen Kraniche in Richtung SW ab. Das Kranich-Informationszentrum in Gr. Mohrdorf informierte sofort die Osnabrücker Kranichfreunde, dass an den Rastplätzen in der Darß-Zingst- Boddenkette und Rügen ein Kranich-Massenabzug stattfand. Züge von bis zu 10.000 Individuen stiegen in Richtung ihrer Winterquartiere auf.
Wie in den Vorjahren war dieses Ereignis für die Osnabrücker
Kranichfreunde Veranlassung, auch im westlichen Niedersachsen Kranichzählungen
durchzuführen. Beispielsweise wurden am 28. 10. 19 auf der Linie Wallenhorst bis Bad Essen
insgesamt ca.
17.500 durchziehende Kraniche
geschätzt. Aufgrund der zahlreich mitgeteilten Daten konnte man den Zug dieser
Vögel gut verfolgen. Am Dienstag wiederholte sich dieser Zugablauf in ähnlicher
Form; am Mittwoch ebbte dann die Zugintensität merklich ab. Für die Großräume „Dümmer/
Osnabrück/weiteres
südwestliches Niedersachsen“ wird nach Auswertung der eingegangenen Meldungen
von einem Durchzug in der Zeit vom 27. – 31.
10. 2019 von ca. 35.000 Ind. ausgegangen. In den nächsten Tagen werden die
Kranichzähler vorrangig die Diepholzer Moorniederung besuchen, um dort die noch
verbliebenen Rastbestände zu erfassen.
Foto: Werner Brinkschröder
Die Kranichkoordinatoren Bernhard Hülsmann ( bernhard.huelsmann@osnanet.de) und Werner Brinkschröder (brinkschroeder.werner@web.de) möchten sich in diesem Zusammenhang sehr herzlich für die zahlreichen Kranich-Mitteilungen bedanken.
Wie bereits berichtet, sind die ersten Kraniche eingetroffen und jetzt hat uns auch das erste Foto erreicht:
Foto: Udo Effertz
Nach der letzten Synchronzählung vom 06./07.10.2019, die vom BUND Diepholzer Moornierderung koordiniert wurde, rasten aktuell 19.700 Kraniche in der Diepholzer Moorniederung.
Werner Brinkschröder, ehrenamtlicher Kranicherfasser, freut sich übrigens auch immer über Meldungen zum Zuggeschehen der Kraniche: brinkschroeder.werner@web.de.
Auch wenn der ein oder andere schon von diesjährigen Kranichbeobachtungen in der Dümmerneiderung berichtet hat, so habe ich erst gestern Abend zwischen Lembruch und Wagenfeld meine ersten Kraniche gesehen, leider war es für ein Foto schon zu dunkel.
Somit beginnt jetzt langsam die Saison der „Vögel des Glücks“ und mit freudiger Erwartungen sehnen wir uns dem Zugeschehen entgegen, wenn wieder das Rufen dieser eleganten Vögel zu vernehmen ist.
Aufgrund der Trockenheit in den letzten beiden Jahren finden die Kraniche allerdings wesentlich unatttraktivere Schlafplätze in den Mooren vor, da dort viel Wasser fehlt und somit der Schutz vor Beutegreifern. Wie sich das auf den Rastbestand und die Verweildauer auswirkt, bleibt abzuwarten.
Aktuelle Zahlen zu den verschiedenen Rastplätzen in Europa lassen sich auf den Seiten des Kranichschutz Deutschlands (externer Link) einsehen.
Heute Abend im Schäferhof findet der bereits angekündigte Vortrag „Fazination Eule“ von Andreas Schüring statt. Das ganze startet um 19:00 Uhr hier: Schäferhof, Fischerstatt 76 in 49448 Stemshorn.
Dass die Fischotter den südlichen Landkreis Diepholz langsam besiedeln, kann man an ihren Hinterlassenschaften (Kot) schon seit einigen Jahren ablesen. Allerdings konnte nie ein Fischotter beobachtet werden.
Jetzt wurde der erste Fischotter in der Nähe von Düversbruch am Straßenrand gefunden, er ist leider ein Verkehrsopfer geworden.
Der Straßenverkehr ist für die Fischotter seit ihrer Wiederausbreitung die Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Man geht aktuell davon aus, dass 80 bis 90 % der Todesfälle dem Verkehr zuzuschreiben sind.
Toter Fischotter am Straßenrand bei Düversbruch. Foto: Udo Effertz
Trotz der hohen Verlustzahlen im Verkehr schreitet die Ausbreitung dieser nachtaktiven Tiere immer weiter voran.
Am 29.08.2019 um 19:00 Uhr laden die AG Biotop- und Eulenschutz Stemweder Berg e.V. und die Natur- und Umweltschutzorganisation zu dem Vortrag
„Faszination Eule“ vom Tierfotografen und Artenschützer Andreas Schüring
auf dem Schäferhof, Fischerstatt 76 in 49448 Stemshorn ein.
Alle acht in Niedersachsen vorkommenden Arten konnte er mit seiner Kamera hautnah erleben. Ob nun der Sperlingskauz mit 60 g oder der Uhu mit 3.000 g, Eulen haben Fähigkeiten, die wir kaum nachvollziehen können. Und so wird die spannende Biologie der faszinierenden Jäger der Nacht ein Schwerpunkt des Abends sein. Seltene Einblicke in das Brutverhalten mit der Aufzucht des Nachwuchses, ihr Sozial- und Jagdverhalten werden anhand eindrucksvoller Fotos erläutert. Doch es steht nicht gut um unsere Eulen. Viele Arten sind als Kulturfolger vom Menschen abhängig und brauchen unsere Unterstützung. Schüring wird so auch der Frage nachgehen, wie jeder von uns den anmutigen Vögeln mit den magischen Augen helfen kann.
Die Teilnahme ist kostenlos und über Ihr Erscheinen würden wir uns freuen.