Regelmäßigen Ochsenmoor-Besuchern sind wahrscheinlich die zeitweisen Wegesperrungen und die Überreste der Gehölzarbeiten an der Straße „Am Ochsenmoor“ und im Bereich des Erlenbruchwaldes an der Südbucht aufgefallen. Hier führt der Bauhof der Samtgemeinde Lemförde Fällarbeiten an den dortigen Eschen durch. Diese sind im Zuge der Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde notwendig geworden, da die Bäume durch das Eschentriebsterben z.T. stark geschädigt sind.
Kategorie: Aktuelles
Große und kleine Neuigkeiten, Geschichten und Erlebnisse.
„Sommerreise“
Gestern, den 03.07.2018, besuchte der Umweltminister, Herr Lies, auf seiner Sommereise auch die Naturschutzstation am Dümmer, nach zwei kurzen Vorträgen des NLWKN zur Geschichte der Station und deren Aufgaben sowie zur Dümmersanierung wurden die Ausstellungen und der Naturgarten besucht. Der Herr Minister schien von dem Umfang und Erfolg der Projekte überrascht und lobte den Ansatz der Zusammenarbeit zwischen Touristik, Land-, Wasserwirtschaft und Naturschutz, die offensichtlich gut funktioniert.
Herr Belting (NLWKN), Marcel Holy (NUVD) informieren Umweltminsiter Lies in der Ausstellung über Semiaquaten:
Lockere Gesprächsrunde zwischen Vertretern des NLWKN, des Naturschutzes und des Umweltministers im Naturgarten:

Es geht wieder weiter…
…nachdem der Dümmer Natur-Blog jetzt fast einen Monat Offline war, geht es jetzt wieder weiter.
Wir haben zahlreiche Einsendungen, die jetzt nachgeholt werden und freuen uns auch, wie immer, auf neue interessante Artikel und Bilder von euch! Ab 12:00 Uhr kommt der erste Artikel.
Viel Spaß beim stöbern und in der Dümmerniederung
Euer NUVD Team
Verschiedene Schafsstelzen
Zur Zeit ziehen die skandinavischen und russischen Schafsstelzen durch Hüde.
Die Fotos entstanden auf einer Pferdeweide in Hüde.
„Thunbergschafsstelze“ (Motacilla flava thunbergi):
„Aschkopf-Schafsstelze“ (Motacilla flava cinereocapilla):

Zur Zeit läuft noch eine Verifizierung der Bestimmung.
Die Uferschnepfe im LIFE+ Naturprojekt: „Wiesenvögel“
Mit der Genehmigung des obengenannten Projektes wurden dem Schutz der Wiesenvögel in Niedersachsen eine große Bedeutung zu gesprochen. Von Ende 2011 und den daruffolggenden 9 Jahren stehen dem Projektteam somit 22,3 Millionen Euro zur Verfügung um Uferschnepfe, Kiebitz und Co. zu unterstützen und ihr überleben zu sichern. Neben dem Dümmer sind 11 weitere bedeutene Schutzgebiete für die Wiesenvögel mit involviert.

Ein besonderes Augenmerk bei dem Projekt liegt auf der Uferschnepfe. Im Jahre 1980 gab es noch einen Bestand von etwa 6.000 Brutpaare in Niedersachsen, der in den folgenden Jahren dramatisch eingebrochen ist. So konnten 2014 nur noch ca. 2.000 Brutpaare nachgewiesen werden. Im Projektgebiet am Dümmer (indentisch mit dem Vogelschutzgebiet VSG 39 Dümmer) wurden im Jahre 2011 95 Brutpaare der Uferschnepfe gezählt. Durch Flächenankauf des Landes Niedersachsen aus früheren und dem aktuellen Projekt, durch, durch den Ankauf mögliche Lebensraumverbesserungsmaßnahmen (u.a. Überstauung der Flächen, Gehölzentfernung, für Wiesenvögel optimierte Bewirtschaftungsformem) und durch Prädatorenmanagement von Fuchs, Iltis und Co. konnte der Bestand bis 2017 auf 133 Brutpaare angehoben werden. Ebenfalls erfreulich ist das im südlichen Teilgebiet des Dümmerprojektgebietes (Ochsenmoor) ein mittlerer Bruterfolg für die Jahre 2012 bis 2014 von 0,8 Jungvögeln pro Brutpaar zu verzeichnen war. Im nördlichen Teilgebiet (Osterfeiner Moor) lag dieser lediglich bei 0,5. Dort fand zu diesem Zeitpunkt noch kein Prädatorenmanagement statt, dies hat sich aber inzwischen geändert. Ab 0,7 Jungvögeln pro Brutpaar und Jahr ist mit einer positiven Bestandsentwicklung bei Uferschnepfen zu rechnen.
Aktuellere Zahlen zum Bruterfolg und den Brutpaaren liegen zur Zeit leider nicht vor. Weiterführende Informationen gibt es hier:
Wiesenvögel LIFE (externer Link)
Foto: Werner Brinkschröder
Text: Christian Vogel
Fledermausquartier geschaffen
In einem alten verfallenden Kartoffelbunker in Kroge hat die NUVD zusammen mit dem Eigentümmer in einem ersten Schritt Quartierangebote für Fledermäuse geschaffen, dazu wurden Spalten mit sägerauen Eichenbohlen und angepassten Gewölbesteinen bereitgestellt.
In einem zweiten Schritt werden die Fenster und der eingestürzte Eingang verschlossen, bzw. es werden Einflugspalten geschaffen.
Das östliche Fenster wird zeitnah geschlossen, es bleibt lediglich ein schmaler Eingang für die Fledermäuse.
Der eingestürzte Eingang wird ebenfalls verschlossen und mit einer Klappe versehen, um das Quartierangebot gegenbenenfalls problemlos eweitern zu können. 
Die angebotenen Quartiere: 2 Gewölbesteine und zwei sägeraue Eichenbohlen an der Bunkerdecke.

Insektenwolken auf dem Dümmerdeich
Auch wenn diese „Wolken“ schön anzusehen sein mögen, sind sie für die meisten Besucher eher lästig, um es vorsichtig auszudrücken.
Diese Insektenschwärme treten über das Sommerhalbjahr immer mal wieder für wenige Tage auf und sind für Radfahrer, Sapziergänger aber auch für die Anbieter von Freizeitaktivitäten eine echte Plage.
Auf der anderen Seite, dienen die Larven dieser Zuckmücken, welche die Schwärme bilden, als wichtige Nahrung für Fische, während die adulten Tiere gerne von Vögeln und Fledermäusen gefressen werden.


Zur Zeit findet eine Untersuchung zu den Zuckmückenbeständen am Dümmer statt, um eine Stratgie zur Lösung der Probleme, die durch die Art ausgelöst werden, zu entwickeln.
Ziel ist eine Reduzierung der Zuckmücken. Potentielle Maßnahmen wären bspw. eine Revitalisierung des Fischbestandes oder gezielte Entschlammung von Bereichen mit hocher Larvendichte.
Wie, was, wann gemacht wird, soll aber zunächst die aktuelle Untersuchung klären.
Fotos: Werner Brinkschröder
Text: Christian Vogel
Die Karpfen laichen schon
Der Dümmer muss schon ziemlich warm sein, wenn die Karpfen schon laichen. Dafür bevorzugen sie eine Temperatur von um die 18°C. Normalerweise wird das Laichgeschehen der Karpfen erst ab Mai/Juni erwarten. Allerdings können bereits jetzt am Schilf und den Uferbereichen tausende Karpfen beim Laichgeschäft beobachtet werden.
Die laichenden Karpfen durchbrechen häufig die Wasseroberfläche:

Veranstaltungen – Hinweis in eigener Sache
Die Natur- und Umweltschutzvereinigung e.V. bietet jedes Jahr verschiedene Führungen zu Themen rund um die Natur an und wir würden auch Sie gerne dabei begrüßen. Los geht es am 27.04.2018 mit „Der Wald und seine Bewohner“.
Weitere Infos gibt es hier!
Sumpfdotterblumen
Langsam werden die gelben Blüten der Sumpfdotterblume immer mehr im Ochsenmoor, bis sich aber ein gelbes Blütenmeer über das ganze Gebiet erstreckt dauert es noch ein wenig.

Die Sumpfdotterblume beginnt bereits im März zu blühen und kann je nach Standort bis in den Juni hinein Blüten tragen. Gelegentlich kommt es von Juli bis Oktober zu einer schwächeren Zweitblüte. Rund um die Sumpfdoterblume wird immer wieder ein starkes Vorkommen von Insekten beschrieben.
Durch das Trockenlegen nasser Standorte, Verrohrungen von Gräben und Begradigung von Bächen und Flüssen ist die Pflanze bundesweit auf den Rückzug.
Die Sumpfdotterblume ist giftig und bereits Hautkontakt kann zu Schwellungen und Rötungen führen. Werden Teile verzehrt kann es zu Erbrechen , Schwindel und Krämpfen kommen. Getrocknet als Heu oder Silage ist sie als Futterpflanze aber ungiftig.
