Ein Drama in 5 Akten

Diese Bilderserie aus dem Bereich der Makrofotografie hat uns Dr. Hans-Joachim Winkhardt zugesendet. Sie zeigt die Erbeutung eines Kleinen Schmalbocks (Strangalia melanura) durch eine Hornisse (Vespa cabro). Ort der Jagd war eine Margeritenblüte in der Nähe von Lübbecke.
Vielen Dank für die Bilder!


Kamera: Olympus OM-1, OLYMPUS M.300mm F4.0, ISO 1000, 1/500 sec, F 4.00

Schwanengans im Ochsenmoor

Hier haben wir ein schönes Foto von der Schwanengans, die seit dem Frühjahr 2023 immer wieder bei uns zu beobachten ist. Wir gehen zumindest davon aus, dass es sich um dasselbe Tier handelt.
Das Bild hat Dr. Hans-Joachim Winkhardt Anfang August im Ochsenmoor aufgenommen und uns nun zugesendet. Vielen Dank dafür!

Schwanengans im Ochsenmoor (Foto: Dr. H.-J. Winkhardt)

Hornisse

Auf die Heuschrecke vom Dienstag folgt heute eine Hornisse (Vespa crabro). Sie wurde allerdings nicht auf Reisen aufgenommen, Werner Brinkschröder hat sie im Geestmoor abgelichtet. Auf so einem Foto kann man sich ganz in Ruhe die schöne Zeichnung anschauen.
Übrigens ist ein Hornissenstich weniger giftig als der Stich einer Biene. Der längere Stachel und im Gift enthaltene Substanzen, wie Acetylcholin, sorgen jedoch für eine starke Schmerzwirkung.

Hornisse (Vespa crabro) im Geestmoor (Foto: Werner Brinkschröder)

Sibirische Keulenschrecke

Dieser Beitrag gehört in die Kategorie „NUVD auf Reisen“ – könnten wir ja mal einführen.

Die Begegnung mit dieser männlichen Sibirischen Keulenschrecke (Gomphocerus sibiricus) hat sich im August in den südtiroler Alpen kurz nach der Überquerung der österreichisch-italienischen Grenze unterhalb des Timmelsjochs zugetragen. Die blasenförmig verdickten Vorderbeine fielen sofort ins Auge.

Diese Heuschreckenart kommt in Deutschland lediglich im bayrischen Alpenraum vor, weshalb man sie er selten zu Gesicht bekommt. Auf der Roten Liste ist sie zwar als sehr selten, aber als ungefährdet eingestuft.
Die Sibirische Keulenschrecke ernährt sich herbivor und legt ihre Eier in den Boden ab.

(pyrgus.de, wikipedia.de, rote-liste-zentrum.de)

Sibirische Keulenschrecke (Gomphocerus sibiricus) (Foto: Caroline Poitzsch)

Gänse im Ochsenmoor

Seit Anfang Oktober treffen immer mehr Gänse im Ochsenmoor ein. Eine Rothalsgans hat sich auch schon zwischen den Graugänsen blicken lassen. Hier auf den Fotos ist sie aber nicht dabei. Es lohnt sich auf jeden Fall die Gänsetrupps genauer in Augenschein zu nehmen, um seltenere Arten wie Rothalsgans oder Zwerggans zu entdecken. 😉

Blässgänse (Anser albifrons)
Weißwangengans (Branta leucopsis) – wird auch Nonnengans genannt
Blässgans und Weißwangengans gemeinsam

Tauchende Schwarzhalstaucher

Werner Brinkschröder hat am Alfsee Schwarzhalstaucher fotografiert und schriebt uns zu den Bildern:

Neben Zwerg-, Rothals- und Haubentauchern sind – wie oftmals – auch wieder Schwarzhalstaucher auf dem Hauptbecken des Alfsees zu beobachten. Interessant sind insbesondere die sich ständig wiederholenden Tauchvorgänge der kleinen Taucher.

Schwupps und weg – Schwarzhalstaucher auf dem Hauptbecken des Alfsees

Limikolen in den Rüschendorfer Wiesen

Zurzeit können an geeigneter Stelle rastende Limikolen beobachtet werden. Auf ihrem Weg in die Überwinterungsgebiete legen einige von ihnen auch einen Stopp am Dümmer ein. Im Feuchtbiotop in den Rüschendorfer Wiesen haben Bernhard Hülsmann und Werner Brinkschröder letzten Freitag geschaut, was sie entdecken können. Das Odinshühnchen, das in den Tagen zuvor mehrfach gemeldet worden war, konnten sie nicht mehr finden. Ein paar andere Limikolen ließen sich aber ablichten:

Flussregenpfeifer im Jugendkleid
Bruchwasserläufer
Bruchwasserläufer
Diese Uferschnepfe ist fast 13 Jahre alt.

Seeadler

Garantiert immer einen beeindruckenden Anblick bieten Seeadler. Diese beiden adulten Exemplare fotografierte Werner Brinkschröder am Dümmer.

Dass es sich um adulte, also erwachsene Tiere handelt, ist an der Färbung des Gefieders und des Schnabels zu erkennen. Juvenile Seeadler haben einen dunklen Schnabel und dunkle Schwanzfedern. Beides wird über mehrere Jahre hinweg heller, sodass adulte Seeadler schließlich einen vollständig gelben Schnabel und reinweiße Schwanzfedern besitzen. Auch die Färbung des übrigen Gefieders verändert sich von recht dunklen Brauntönen mit zwischenzeitig weißen Flecken hin zu einem insgesamt helleren Braun mit einem noch helleren gelblichbraunen Kopf und Hals. Durch einige hell gespitze Federn an Oberflügeldecken, Mantel und Schulter wirken auch die adulten Vögel nicht ganz gleichmäßig gefärbt.

Fotos: Werner Brinkschröder