Viele Kampfläufer

Udo Effertz berichtet von der größten Ansammlung von Kampfläufern, die er bisher gesehen hat. Im Ochsenmoor konnte er gestern einen Trupp von 400 bis 500 Exemplaren beobachten. Da die Tiere beim Zählen aufflogen (bei 380), gibt es nur den Schätzwert. Ansätze des Federkragens der Männchen waren bereits zu erkennen und gebalzt wurde auch schon.

Kampfläufer (Archivbild: Heiner Härtel)

Schnepfen und Co im Schnee

Das eigenwillige Aprilwetter hat für ungewohnte Motive gesorgt: Wiesenvögel im Schnee!

Anika Börries hat diese wunderschönen Aufnahmen gestern im Ochsenmoor gemacht. Noch mehr tolle Bilder gibt es hier: https://www.raddetal.de/fotografie/fotoprojekte/ein-tag-unter-schnepfen/

Kiebitz
Uferschnepfe
Feldlerche
Kampfläufer
Uferschnepfe, anscheinend verwundert über die weißen Krümel
Wiesenpieper, hoffentlich nicht festgefroren

Fotos: Anika Börries, www.raddetal.de

Vogeltränke

…im Winter hing mein Vogelfutterhaus an einem alten Sonnenschirmständer…

nun hängt dort etwas anderes. Mein Futterhaus habe ich jetzt für ein halbes Jahr „eingemottet“. Da gibt es wohl unterschiedliche Auffassungen, ob man immer füttern sollte oder nur in der kälteren Jahreshälfte. So wie vieles hat alles sein Für und Wider. Ich mache es klassisch und füttere ab jetzt nicht mehr.

Dafür biete ich meinen gefiederten Freunden einen anderen Service. „Wash and Drink“. Auf dem Flohmarkt fand ich eine alte Hängewaage mit einer großen Schale. Freischwebend und damit katzensicher hängt die Wasserstelle an dem Schirmständer. Zwei flache Steine liegen in der Schale, damit die Vögel Anflug und Putzstellen haben. Im Vorbeilaufen sieht man schnell, wenn Wasser fehlen sollte und so genießen wir nun das neue Treiben auf Augenhöhe.

Das ist nicht nur sinnvoll für die Vögel – es ist auch ein kleiner Hingucker im Garten wie das Bild zeigt.

Mit Grüßen aus der Natur von Jürgen

Faszination Fernglas – Teil 9

… ist der Blick durchs Fernglas noch zu steigern?…

Klar und wie – lautet die eindeutige Antwort! Unser Auge ermöglicht uns einen Blick entsprechend unserer Sehkraft. Das Fernglas mit seinen 4 Linsen führt uns die Objekte näher ran je nach Vergrößerung – oft zwischen 6 bis 10 mal vergrößert – selten auch darüber hinaus, weil es nicht mehr ruhig genug gehalten werden kann. Die nächste Stufe ist das Spektiv.

Auf einem Stativ/Dreibein ruht ein Spektiv. Mit einem Auge schaut man durch die Linse. Die Vergrößerung liegt von 20x bis 60x. Per freier Hand geht da nichts mehr. Spektiv mit Stativ in der Natur, da schleppt man schon richtig – aber man wird auch gigantisch belohnt! Zum Greifen nah – jedes Detail ist zu erkennen. Ein Beispiel: mit meinem Augen sehe ich den Storch auf seinem Nest in Hüde. Mit dem Fernglas entdecke ich die zwei zusätzlichen kleinen Köpfe der Jungstörche, die gerade soeben über den Nestrand schauen. Mit dem Spektiv entdecke ich, was der Storch gerade als Nahrung bringt und ich beobachte sein Auge, welches aufmerksam die Jungen inspiziert. Details, die man sonst nie sieht, werden wahrgenommen.

Wer gezielte Beobachtungen durchführt, größere Distanzen überwinden muss, wer z. B. Seeflächen systematisch abscannt – dem hilft ein Spektiv. An anderer Stelle habe ich schon mal den Vergleich mit der Automobilbranche gebracht – dieser greift auch hier. PKW und Sportwagen – das ist die „Fernglas-Klasse“. Formel 2 und Formel 1 – das ist die Champions-Liga also die Welt für die Spektive – fürs Spezielle. Dieser Ausblick gehört selbstverständlich zur Abrundung zu „Faszination Fernglas“.

Mit Grüßen aus der Natur von Jürgen

Chilepfeifente

Nachdem sie schon am 1. März unter ungünstigen Fotobedingungen gesichtet wurde, gibt es jetzt Beweisbilder der Chilepfeifente im Ochsenmoor.

Wie der Name schon vermuten lässt, sind Chilepfeifenten im südlichen Südamerika beheimatet. Laut Wikipedia wurden sie 1870 und 1871 nach Europa eingeführt. Inzwischen sind sie als Ziergeflügel weit verbreitet. Wo der Kollege im Ochsenmoor ausgerissen ist, bleibt unklar.

Fotos: Udo Effertz