Am Olgahafen sitzen neben den jungen Rauchschwalben auch junge Uferschwalben und warten auf die Futterlieferungen.


Fotos, Beobachtungen und Infos aus der Dümmerniederung
Am Olgahafen sitzen neben den jungen Rauchschwalben auch junge Uferschwalben und warten auf die Futterlieferungen.


Letzte Woche Mittwoch wurde beobachtet, dass die Stelzenläufer im Osterfeiner Moor Küken haben. Jetzt müssen sie es nur noch schaffen, groß zu werden.


Die jungen Rauchschwalben haben ihr Nest verlassen. Gefüttert werden sie trotzdem noch und es bleibt spannend, wer den fetten Happen bekommt.



Der starke Regen vom letzten Wochenende hat für diese Jahreszeit ungewöhnlich viel Wasser ins Ochsenmoor gebracht. Wo zuvor nur noch klägliche Pfützen in den tiefsten Senken verblieben waren, sind nun wieder geschlossene Wasserflächen zu sehen.

Für die Wiesenvögel ist das toll. So finden auch später brütende Kiebitze gute Bedingungen für die Aufzucht der Jungen vor. Auch für den Wachtelkönig sind diese Bedingungen optimal: relativ hohe Vegetation mit sehr feuchtem Boden. Es sollte sich also lohnen, Augen und vor allem Ohren offen zu halten. Vielleicht sucht sich der ein oder andere dieser seltenen Vögel das Ochsenmoor als Brutrevier aus.

Nachteile bringt der hohe Wasserstand auf den Flächen allerdings auch mit sich. So kurz vor dem Ende der Brutzeit werden die Wiesen mit dem hohen Aufwuchs wohl nicht für eine baldige Heuernte abgetrocknet sein. Zumal noch mehr Regen angekündigt ist. Die Mahd wird entsprechend spät ausfallen und möglicherweise keine nutzbare Ernte einbringen, da das Gras schon auf den Flächen faulig werden könnte.
Zusammen mit den Fotos der vorletzten Woche, entstand auch diese kleine Filmaufnahme des Seidenreihers am Dümmer. Nun flattern die Schmuckfedern im Wind.
Dieses Gefleckte Knabenkraut wächst in einem Osnabrücker Garten im Stadtteil Wüste. Im letzten Jahr noch gerade rechtzeitig beim Rasenmähen entdeckt, ist es in diesem Jahr schon deutlich höher gewachsen als zuvor. Wie genau es in den Garten kommen konnte, ist nicht ganz klar. Es wurden aber schon Orchideen dieser Art in mindestens einem anderen Garten in der Wüste entdeckt. Da die staubfeinen Samen Strecken von 10 km zurücklegen können, wäre die Entfernung also ein Klacks gewesen. Das die Keimung und Entwicklung der Pflanze gelingen konnte, zeigt, dass im Boden des Gartens wohl Mykorrhiza-Pilze vorhanden sein müssen. Diese versorgen die Samen mit Nährstoffen und ermöglichen erst die Keimung. Auch die Pflanze bezieht, besonders im Jugendstadium, wichtige Nährstoffe über die Wurzelpilze.

Dies soll also keinesfalls ein Aufruf sein, sich ein Knabenkraut zu suchen, auszugraben und in den eigenen Garten zu pflanzen. Ein Überleben der geschützten Pflanze wäre nicht gesichert. Der Standort des Gefleckten Knabenkrauts sollte außerdem einen rohhumushaltigen, kalkarmen oder kalkfreien, nährstoffarmen und eher feuchten Lehmboden aufweisen. Ob diese Ansprüche im Osnabrücker Garten erfüllt sind, ist fraglich. Lehmboden ist jedenfalls nicht vorhanden. Dem Knabenkraut scheint es trotzdem zu gefallen.

Vielleicht entdecken ja auch Sie in Ihrem Garten etwas Schönes, bei dem es sich lohnt, es beim Mähen auszusparen.
Fotos: Caroline Poitzsch
Die Vorgänge an diesem Fischadlerhorst beobachtete Michael Ripke bereits Mitte April.



Auch eine Rohrweihe flog vor die Linse:


Von einem Ausflug ins Ochsenmoor am 20.05. schickte uns Maria Elena Vergara einige schöne Eindrücke.








In der letzten Woche haben wir im Auftrag des NLWKN an der Aussichtsmole am Olgahafen in Dümmerlohausen Schilf und Teichbinsen angepflanzt. Hinter dem wachsenden Sichtschutz sollen die Besucher in Zukunft störungsfrei die Beobachtungshütten erreichen können.
Bereits eine Woche zuvor haben wir die gesamte Fläche mit einer Größe von ca. 700 m² eingezäunt, um Verbisschäden durch Gänse und andere Wasservögel sowie Nutrias zu verhindern. Nach der Pflanzung wurden die Pflanzen mit Schnüren und Flatterband auch nach oben gesichert.

Die Schilf- und Binsenpflanzen haben wir zum Teil aus Samen, die direkt am Dümmer gesammelt wurden, gezüchtet, zum Teil aber auch Rhizomstücke genutzt, die ebenfalls schnell neue Triebe bilden.

Entlang der Mole wurde im Rahmen der Hafenunterhaltung Sediment aufgespült, das zuvor die Einfahrt in die Hafenanlagen behinderte. Dabei wurde darauf geachtet, das Sediment nicht bis über den Wasserspiegel aufzuspülen, um an dieser Stelle wasserdurchflutetes Röhricht entstehen zu lassen. Hier können im Natura-2000-Gebiet Dümmer wertbestimmende Vögel wie Schilfrohrsänger, Wasserralle und Rohrdommel zukünftig einen Lebensraum finden. Auch als schützender Einstand für Fische sind die wasserständigen Röhrichte wichtig. Einerseits dienen die Fische seltenen Arten wie der Trauerseeschwalbe, der Rohrdommel oder dem Haubentaucher als Nahrung, andererseits sind sie wichtige Helfer gegen die lästigen Zuckmückenschwärme. Wasserdurchflutete Röhrichtbestände kommen derzeit im Dümmer jedoch kaum noch vor. Deshalb arbeiten wir und auch der Naturschutzring Dümmer momentan mit verschiedenen Erprobungs- und Entwicklungsmaßnahmen daran, dass mehr Schilf und Teichbinsen im See wachsen. Auch im Rahmen des EFRE-Landschaftswerte Projekts „Erhaltung des Kulturlandschafts- und Naturerbes in der Dümmerniederung“, das wir gemeinsam mit dem NLWKN umsetzen, werden verschiedene Maßnahmen erprobt. Eine Schilf- und Binsenanpflanzung in der Größenordnung wie jetzt am Olgahafen ist dabei für uns ein Novum.

Inwiefern die Röhrichtbestände in den Probeflächen tatsächlich von Fischen genutzt werden, untersuchen wir in diesem Jahr wieder gemeinsam mit dem Anglerverband Niedersachsen. Die Ergebnisse aus dem letzten Jahr zeigten zwar schon deutlich in die richtige Richtung, jedoch war der Wasserstand in vielen Bereichen zu niedrig, um alle Erfassungen durchzuführen. Vielleicht klappt es in diesem Jahr besser. Noch ist der Wasserstand bei ca. 37,25 m ü. NN (Pegelnullpunkt bei 35 m ü. NN).
Nun heißt es, Daumen drücken, dass sich die Pflanzen gut entwickeln. Wenn jemandem Schäden an den Zäunen oder den Pflanzen auffallen, bitte umgehend melden, sodass wir eingreifen können.
Fotos: M. Holy, Text: M. Holy / C. Poitzsch
Wie bereits gestern berichtet, sind Nachtigallen hervorragende Sänger, die sich bei ihrem „Auftritt“ nur schwer zuschauen lassen. Diese Fotos zeigen jedoch, dass es möglich ist.





Nachtigallen sind Langstreckenzieher, die im südlichen Afrika überwintern und meist von April bis September bei uns sind. Sie sind tag-, dämmerungs- und nachtaktiv. Besonders intensiv ist der Gesang am Morgen und am Abend. Nach der Revierbesetzung im Juni gibt es einen anhaltenden Nachtgesang wahrscheinlich überwiegend nur noch von unverpaarten Männchen zu hören.