Erfolg für den Kriechenden Sellerie

Einmal im Jahr kartieren die NLWKN-Spezialisten aus dem Bereich Pflanzenartenschutz den Bestand des Kriechenden Sellerie Apium repens. In ganz Niedersachsen kommt er nur noch an 4 Standorten vor. Einer davon ist das Ochsenmoor und auch hier wächst er nur auf einer Fläche.
Dieses Jahr war das Ergebnis besonders erfreulich: Im Ochsenmoor wurde der größte Bestand seit Beginn der Erfassungen ermittelt. Waren es bei der Entdeckung des Vorkommens dieses seltenen unscheinbaren Pflänzchens in den 90er Jahren noch 3 Exemplare, so wurde die Gesamtzahl diese Woche auf 40.000 geschätzt!

Alle Fotos: M. Holy

Der Kriechende Sellerie profitiert von der Schafbeweidung, die zur Pflege der Fläche eingesetzt wird. Die Schafe fressen vor der Blütezeit des Selleries die Konkurrenz ab und sorgen zusätzlich mit der durch ihre Tritte hervorgerufenen Störung für genügend Licht und Luft für die vom Aussterben bedrohte FFH-Art.
Die Fingerspitzen auf dem unteren Foto verdeutlichen, wie klein die Pflanze ist.

Weißstörche

Sie sind aktuell überall unterwegs, man sieht sie auf den Mähwiesen bei der Nahrungssuche oder auf Straßenlaternen sitzen, die Weißstörche.
Am Dümmer waren dieses Jahr mindestens 21 Horste besetzt und waren teilweise auch erfolgreich bei der Brut und Jungenaufzucht.

Junger Weißstorch (Foto: Werner Brinkschröder).

Die jungen Störche kann man an dem Schnabel und den Beinen erkennen. Während die ausgewachsenen Tiere rote Schnäbel und Beine haben, sind die Schnäbel der Jungstörche noch teilweise schwarzbraun und die Beine eher orange bis braun, wie auf dem Foto zu sehen ist.

Wildkameraaufnahmen aus der Anpflanzung am Olgahafen

Mitte Juni haben wir am Olgahafen die Schilfanpflanzung erweitert. Um zu gucken, was innerhalb des Zauns passiert haben wir eine Wildkamera aufgehangen. Es wurden vor allem Enten mit ihren Küken fotografiert, die kleinen Hightlights folgen jetzt:

Ein Eisvogel hat sich zum Frühstück einen Fisch geschnappt. Für uns ein Zeichen, dass Kleinfisch diese Strukturen bereits annimmt, auch wenn die neue Anpflanzung noch etwas dürftig ist.
Die Graugänse sind hinterm Zaun, genau wie es sein soll. Der Graureiher stellt für die Anpflanzung keine Gefahr dar.
Und dieser Geselle soll eigentlich auch außerhalb des Zauns sein. Die Nutria frisst gerne Schilf und gefährdet dadurch die Anpflanzung.

Insekten im Moor

Neben den auffälligeren Säugetieren von gestern und den in den Hochmooren häufigen Vögeln, sind auch die kleineren und häufig unscheinbareren Insekten anzutreffen. Eine Auswahl folgt:

Ein Grashüpfer im Südlohner Moor.
Verschiedene Libellen im Südlohner Moor.
Ein Tagpfauenauge sonnt sich auf einem Weg.
Alle Fotos: Christian Vogel

Säugetiere im Moor

Geht man im Südlohner Moor spazieren begegnen einem immer wieder auch Säugetiere. Eher selten wird man den Wolf, ein Wildschwein, einen Fuchs oder einen Marderartigen entdecken. Häufiger kann man dafür Feldhase und Rehwild beobachten, so wie auf den Fotos:

Ricke und Rehbock im Randbereich des Südlohner Moors.
Eine Ricke mitten in den feuchten Flächen, auch hier fühlt sich das Rehwild wohl.
Ein Feldhase, gut versteckt hinter einem Grasbüschel.
Alle Fotos: C. Vogel

Trauerseeschwalben und Seeadler

Leider war das Wetter bei dieser Runde auf dem See etwas düster …

Trauerseeschwalbe
Trauerseeschwalbe
Als Seeadler kann man einfach nirgends entspannt rumsitzen. Von links kommt eine Rohrweihe, die hartnäckig versucht, den Adler zu vertreiben. Aufgeflogen ist er dann aber wohl wegen des näher kommenden Boots …
… und hat sich dann zu einem ernsten Gespräch mit seinem Kollegen getroffen.

Fotos: Caroline Poitzsch

Kuckucksnest

Einen Anblick, den man nicht alle Tage hat. Dieser junge Kuckuck wurde in Hüde von unserem Praktikanten bei Geländearbeiten gefunden. Obwohl der Wirtsvogel das Nest gut versteckt hat, hat der Kuckuck es gefunden.
So langsam wird das Nest aber ein wenig klein für den Jungvogel.

Ein Kuckuck im fremden Nest (Foto: Erik Langhorst).

Braunkehlchen gesichtet

Bei unseren Brutvogelkartierungen in den Hochmooren finden wir auch immer wieder kleine Highlights, wie dieses Braunkehlchen.

Durch das Spektiv fotografiert (Foto: Christian Vogel).

Natürlich hat man in solchen Momenten keine Kamera dabei und regnen tut es auch noch, so dass man mit Wassertropfen, Smartphone und Spektiv das Beste versucht zu machen.

Das selbe Braunkehlchen noch einmal (Foto: Christian Vogel).

Es ist schade, dass einst häufige Arten wie das Braunkehlchen zu Highlights werden, besonders wenn, wie in diesem Fall, auch ein Brutnachweis vorliegt.