Schon seit längerem sehr stimmfreudig im Ochsenmoor unterwegs sind die Brachvögel. Besonders in der Nähe der Naturschutzstation kann es aber auch ein kreativer Star sein, der täuschend echt nach Brachvogel klingt.
Bereits am 16. Februar wurden das erste Mal dieses Jahr Uferschnepfen im Ochsenmoor gemeldet. Udo Effertz hat am 21. Februar 8 Stück gesichtet und Nachweisbilder gemacht. Hier sind also unsere ersten Uferschnepfen-Fotos aus dem Ochsenmoor für dieses Jahr.
Dieses Reh hat die angrenzende Wiese, offenbar immer wieder durch das dünne Eis brechend, durchquert und ist dann in dem Wegeseitengraben so tief in das Wasser geraten, dass es nicht mehr auf das Eis kam und dort verendet. Die Spuren im Eis zeigen in etwa, was wohl passiert ist.
Bei einer Drohnen-Befliegung der Nordbucht im Rahmen des Nutria-Monitorings wurde eine Rohrdommel gesichtet. Wer kann sie auf dem Foto ebenfalls sichten?
Rohrdommel im Röhricht (Drohnenaufnahme: Marcel Holy)
Zurzeit ist der Schnee fast gänzlich verschwunden. Hier gibt es trotzdem ein paar winterliche Eindrücke zum Wochenende.
Kiebitz auf EisBekassinen im SchneeGänsesäger (mit Stockenten und einem Kormoran) im Marler GrabenAuch Silber- und Graureiher sind jetzt in größeren Anzahlen am Marler Graben zu sehenZum Abschluss ein Gruß einer der Hüder Waldohreulen
Bei uns kann man sie von März bis September beobachten.
Der Knäkerpel hat ein weißen sichelförmigen Streifen über den Augen. Der Körper ist rotbraun. Die Brust und der Rücken sind grau mit braunen Sprenkeln, die Flanken sind weiß mit dünnen grauen Streifen. Über dem Rücken fallen lange schwarz- weiße Federn. Im Flug kann man die Knäkente anhand des hellblaugrauen Vorderflügels erkennen.
Sie besiedeln fast ganz Osteuropa, aber auch vereinzelt West- und Mitteleuropa. In der Regel sind sie bei uns in Deutschland Durchzügler, brüten dann aber in den Niederlanden. Ihre Überwinterungsgebiete liegen in Afrika, Nordindien und Südostasien.
Knäkenten bevorzugen Teiche und Moore mit nährstoffreichem Wasser und einer ausgeprägten Unterwasservegetation. Sie brüten gelegentlich auch in Wiesen und Nassflächen, wenn die Vegetation hoch genug ist. Im Winter halten sie sich an Seen und überschwemmten Flussgebieten auf. Das Knäkentennest besteht aus einer Mulde, welche mit Daunen ausgepolstert wird und in Wassernähe liegt. Das Weibchen legt bis zu 11 Eier.
Knäkenten fressen hauptsächlich tierische Nahrung wie Insekten, Weichtiere und Krebse, ab und zu nehmen sie aber auch Wasserpflanzen zu sich. Die Nahrung wird hauptsächlich an der Wasseroberfläche oder kurz unter dieser aufgenommen. Daher gründeln sie nur selten.
Diese drei Tierarten ähneln sich vom Aussehen, doch sie haben alle ein Merkmal woran man sie unterscheiden kann.
Biber
Biber
Der Biber besitzt einen breiten, flachen mit Hornplättchen besetzten Schwanz. Dieser wird auch Biberkelle genannt. Die Biberkelle wird vielseitig genutzt, beim Schwimmen dient es als Steuer und Ruder. Wenn der Biber sitzt dient die Kelle als Stütze und im Winter als Fettspeicher. Wenn er Gefahr wittert klatscht er mit seinem Schwanz aufs Wasser um Artgenossen zu warnen. Der Biber kann bis zu 30 kg schwer werden und eine länge von 1,30 m erreichen.
Nutria
Nutria
Die Nutria besitzt einen runden, langen, unbehaarten Schwanz. Dieser hat keine Funktion und dient auch nicht als Schwimmhilfe. Nutrias können bis zu 9 kg schwer werden und eine Körperlänge von 64 cm erreichen. Daher sind sie viel kleiner als der Biber und wiegen nur ein Bruchteil dessen was ein Bieber wiegt.
Bisam
Der Bisam hat einen ovalen, seitlich abgeflachten Schwanz, den man von dem der Nutria gut unterscheiden kann. Bisame können 2 kg schwer und 60 cm lang werden. Sie sind kleiner und leichter als Nutrias.
Dieselbe Kamera hat noch zwei andere Gäste aufgenommen, die denselben Weg gewählt haben wie Biber, Nutria und Bisam.
Bei dem immer nasseren Wetter wundert es nicht, dass neue Arten in der Region zu entdecken sind. Vor kurzem wurde dieses Exemplar der Art Crocodylus duemmeri beobachtet.
Crocodylus duemmeri (Entdeckung und Foto: Uta Lansing)