Fotos, Beobachtungen und Infos aus der Dümmerniederung
Kategorie: Beobachtungen
Hinweis: Es hat sich herausgestellt, dass viele Beobachter unterschiedliche Gebietsbezeichnungen verwenden. Um die räumliche Zuordnung der Beobachtungen zu vereinfachen, haben wir zwei Karten mit Gebietsnamen erstellt, die wir Ihnen gerne zur Nutzung an die Hand geben möchten. Sie finden die Karten hier: Detailkarte Dümmer und weitere Gebiete
Heute konnte ich mich über die ersten 3 Uferschnepfen freuen. Ein Trupp von 25-35 Goldregenpfeifer ziehen im OM ihre Runden (genau zählen ist schwer). Auf den großen Wasserflächen sind Spießenten , Schnatterenten, Pfeifenten , Löffelenten, Krickenten und natürlich auch Reiher-u. Stockenten. Ein Besuch lohnt sich.
So langsam füllt sich das Ochsemoor.
Große Kiebitzschwärme, Wacholderdrosseln auf dem Durchzug und weit über 50Brandgänse fallen auf. Die 3 Seeadler sind immer noch im Ochsenmoor zu beobachten.
Der Storch in Sandbrink hat bereits sein Heim begutachtet.Und scheint sich wohl zu fühlen.Zwischen den ganzen Blessgänsen finden sich auch immer wieder Nonnengänse.
Sowohl gestern, den 08.02.2022, als auch heute wurde der erste Storch, die ersten Störche in Sandbrink und am Marler Graben gesichtet. Jetzt kann der Frühling beginnen!
Der erste Storch, der am Dümmer 2022 eingetroffen ist.Nach der langen Reise aus dem Süden ist er erst einmal auf Futtersuche.
Die Limikolen sind zwar noch nicht zurückgekehrt – sie würden es im Moment wohl auch etwas zu nass finden im Ochsenmoor, etwas zu entdecken gibt es aber trotzdem.
Ein Höckerschwan übt schon mal das Imponieren.Kanadagänse schwer beschäftigt.Von den 5 Seeadlern, die noch am Wochenende beobachtet wurden, …… waren gestern nur noch 3 zu sehen.
Heute waren wir auf dem Dümmer unterwegs, um uns einen Überblick über die Biberaktivitäten zu machen. Dieser scheint vor allem im Südwesten des Sees aktiv zu sein. Hier ein paar Eindrücke:
Nagespuren an Bäumen.
„Biberrutsche“, hier verlässt er das Wasser, bzw. geht hinein.
Dieser Baum ist bereits fast gefällt.
Etwas größenwahnisinnig ist er auch, man beachte den kleinen Objektivdeckel, rechts neben den Bissspuren.
Und weitere Spuren des Bibers
Ausgewählte Biberspuren im Dümmer (Fotos: C. Vogel)
Die Fotos können mit Rechtsklick und einem Klick auf Grafik anzeigen vergrößert werden.
Aktuell haben wir die Population im Dümmer noch nicht vollständig erfasst, wir gehen von einer Familie aus, da bereits junge Tiere gesehen wurden. Wo deren Burg ist, wissen wir allerdings nicht. Wahrscheinlich haben sie diese in der Uferböschung der Hunte gebaut. Aufgrund der Wassertiefe ist für die Biber kein Damm erforderlich. Wollen wir hoffen, dass sie vorerst auch keine anlegen.
Wie bereits in der vergangenen Jahren haben wir auch 2021 wieder eine Zählung der Silberreiher auf ihrem Weg zu den Schlafplätzen durchgeführt. Am 11.11.2021 haben sich 11 Mitglieder und Mitarbeiter der NUVD rund um den Dümmer positioniert und bei bedeckten Himmel und 8°C Lufttemperatur in der Abenddämmerung den Einflug der Silberreiher zu erwarten. Zwischen 16:15 und 17:30 Uhr wurden 151 Silberreiher gezählt, davon suchten 129 ihren Schlafpaltz am Dümmer auf und 22 im Hüder Fladder.
Silberreiher auf einem Schlafbaum 2020 im Dümmer (Foto: Werner Brinkschröder).
Trotz der deutlich geringeren Zahl zu den Vorjahren überraschte uns das Ergebnis wenig, da wir bereits den Eindruck hatten, dass sich weniger Silberreiher im Gebiet aufhalten als in den Jahren zuvor.
Im Jahre 2019 zählten wir 340 Individuen und 2020 238 Indivduen dieser großen Vögel. Warum ein solcher Rückgang zu verzeichnen ist, wissen wir aktuell nicht, aber mit der Unterstützung unserer ornithologisch interessierten Mitglieder erfragen wir aktuell die Situationen in anderen Gebieten, ob dort ähnliche Beobachtungen gemacht wurden.
Solche Ansammlungen konnten in diesem Herbst bisher nicht beobachtet werden (Foto: Christian Vogel).
Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Helfern und hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder mehr Silberreiher im Herbst und Winter begrüßen können.
In den vergangenen Tagen war ein sehr starker Kranichzug über der Dümmerniederung zu verzeichenen. Etwa 58.000 Kraniche haben die Region Richtung Süden verlassen um wärmere Gefilde aufzusuchen.
Während ab Montag etwa 25.500 Kraniche, auch über dem Dümmer, über die Osnabrückroute nach Süden zogen, waren es am Mittwoch nocheinmal 32.500 Kraniche. Damit haben sich die hiesigen Rastbestände sicherlich gelichtet, ob noch Nachzügler aus dem Norden zum Rasten hierherkommen, bleibt abzuwarten.
Kraniche in Zugformation auf den Weg nach Süden (Foto: Werner Brinkschröder).
„Die beiden Schwarzhalstaucher-Brutpaare im Ochsenmoor gedeihen prächtig“, weiß Werner Brinkschröder zu berichten. Er hofft, dass der Wasserstand in aktueller Höhe erhalten bleibt. Es wird sich zeigen, welche Auswirkungen die hohen Temperaturen dieser Tage auf den Wasserstand in den Flächen haben werden.
Wer gerne Insekten beobachtet, der hat jetzt die Chance dazu. In den Blühstreifen und auf Blumenwiesen wimmelt es zur Zeit vor Insekten, die den Nektar der Pflanzen begehren. Dabei erfüllen sie ganz nebenbei ihren eigentlichen Zweck für die Blumen, sie bestäuben sie und unterstützen so die Ausbreitung.
Die Rohrdommel, wie der Vogel eigentlich heißt, kann aktuell am Dümmer belauscht werden. Ein guter Standort dafür ist u.a. das Westufer in der Nähe der Huntebrücke, dort ist auch diese Aufnahme in den Abendstunden entstanden:
Aufnahme: Christian Vogel
Dieser dumpfe Ruf hat ihr den Beinamen Moorochse eingebracht. Es ist übrigens deutlich leichter die Rohrdommel zu hören, als sie zu beobachten.