(wieder) Wolf im Dümmer

Die in diesem Beitrag beschriebene Situation hat sich mit ziemlich genau zwei Jahren Abstand wiederholt.
Wir haben in der Verlandungszone am Westufer des Dümmers eine Wildkamera, die wir nun nach längerer Zeit ausgelesen haben. Dabei wurden wir wieder von zwei Wolfsaufnahmen überrascht. Diese stammen zwar schon aus dem November 2019, sind aber dennoch ein interessanter Nachweis.
Ob es sich um den selben Wolf handelt, der bei Tag und in der Nacht fotografiert wurde, oder ob es zwei unterschiedliche Individuen sind, ist nicht sicher zu sagen.

Text und Fotos: M. Holy

Kraniche ganz nah

Diese schönen Aufnahmen der Kraniche, auch Vögel des Glücks genannt, sendete uns Werner Brinkschröder ein. Es gehört sehr viel Geduld und ein gutes Objektiv dazu, solche Bilder zu bekommen.

Ein Alt- und ein Jungvogel bei der Nahrungssuche.
Ein Jungvogel, das Gefieder ist noch sehr schlicht und weißt noch nicht die typische weiß-schwarze (graue) Färbung und den roten Scheitelfleck auf.
Ein ausgewachsener Kranich auf Nahrungssuche.
Und noch einmal aus der Nähe.

Alle Fotos: Werner Brinkschröder

Noch mehr Wintergäste

Diese wurde in Hüde beobachtet. Über die Silberreiher wurde in letzter Zeit bereits öfter berichtet, die davor schwimmenden Gänsesäger bisher noch nicht.

Die Brutgebiete des Gänsesägers befinden sich in Nordeuropa und Nordasien, während des Winterhalbjahres bevorzugen sie aber eisfreie Gewässer und ziehen nach Süden. Am Dümmer sind im jedem Winter Exemplare dieses Fischfressers zu sehen. Im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Mittelsägern, halten sich die Gänsesäger vorwiegend auf Süßwassergewässern auf.

Silberreiher ruhend vor dem Schilf, davor schwimmend die Gänsesäger (Foto: Werner Brinkschröder).

Kranichzug

Seit zwei Tagen ist verstärkter Kranichzug zu verzeichnen. Es früh für die Jahreszeit, zumindestens in der Stärke.
Nichtsdestotrotz ist der Ruf und die Anblick ziehender Kraniche immer ein schönes Erlebnis.

Kraniche über dem Steinfelder Moor auf dem Durchzug (Foto: Christian Vogel)

Die Aufnahmen entstanden über dem Steinfelder Moor, welches um diese Jahreszeit auch eine schöne Stimmung hat.

Renaturierungsfläche im Steinfelder Moor (Foto: Christian Vogel).

Wildkamera Aufnahmen

Zur Erfassung von Nutria und Bisam sind über den ganze Dümmer verteilt Wildkameras aufgestellt, die auf die Uferbereiche gerichtet sind. Dabei entstehen immer wieder überraschende Fotos. Das sind die gleichen Kameras, die uns auch die ersten Bilder der Fischotter am Dümmer lieferten, nachdem wir bisher nur Kotspuren der nachtaktiven Tiere finden konnten.

Nun lag im Bereich einer solchen Kamera ein toter Karpfen am Ufer und auch der hat jede Menge Gäste angelockt. Jede Menge gefiederte und hungrige Tiere suchten den Fisch auf.

Neben Silbermöwen, Graureiher, Rohrweihe und Mäusebussard zeigten sich auch die Seeadler sehr interessiert.

Seit 2013 sind Seeadler hier ansässig und haben auch bereits mehrmals erfolgreich gebrütet. Nachdem der Seeadler durch die Verfolgung des Menschen fast vollständig verschwunden war, hat sich der Bestand in Deutschland auf gut 700 Brutpaare (Stand: 2018) erholt.

Und zum Schluß noch eine kleine Galerie:

Silberreiher die Zweite…

Und schon erreichen uns die nächsten Silberreiherbeobachtungen. Diesmal aus der Abenddämmerung vom Schlafplatz. Während die Graureiher ihre Schlafplätze vor allem abseits des Sees haben, suchen die Silberreiher gezielt ufernahe, bzw. im wasserstehnde Gehölze als Schlafplatz auf.
Beim abendlichen Einflug wurden in der Sübucht bereits 45 Individuen gezählt.

Einzelner, aufgebäumter Silberreiher.
Ein Schlafplatz der Silberreiher im Dümmer.