Silberreiher rund um den Dümmer

Im Winterhalbjahr ist der Silberreiher kein seltener Anblick in der Dümmerregion. Er verbringt hier seinen Winter, während seine Hauptbrutgebiete nördlich des Schwarzen und des Kaspischen Meers liegen. Allerdings ist er auch immer häufiger im Sommer zu beobachten und einzelne Bruten in Europa und auch in Deutschland sind ebenfalls bestätigt. Inzwischen wird auch auf die erste Brut in der Dümmerniederung gewartet, wann es soweit sein wird, weiß man aber noch nicht.


Foto: Werner Brinkschröder

Möwen im Größenvergleich

Am Dümmer sind immer wieder viele verschiedene Möwenarten zu beobachten, die auch durchaus unterschiedliche Größen aufweisen. Die größte ist die Mantelmöwe mit eine Körperlänge bis 74 cm und eine Spannweite bis 166 cm, die kleinste ist die Lachmöwe mit einer Körperlänge von max. 39 cm und einer Flügelspannweite von 99 cm. Dazwischen verteilen sich dann Sturmmöwe, Heringsmöwe, Silbermöwe und wie sie alle heißen.

Auf den folgenden Bildern ist der Größenunterschied der einzelnen Arten zum Teil sehr schön zu sehen.

Die Möwe mit den schwarzen Flügeldecken ist die Mantelmöwe, rechts daneben sehen wir die sehr viel kleinere Lachmöwe, auf der linken Seite sind die Silbermöwe (die größere Möwe) und Sturmmöwen zu sehen.Dieses Foto zeigt einen Komoran und die Mantelmöwe von eben, auch wenn es nicht so wirkt, der Komoran hat einen etwas längeren Körper als die Mantelmöwe, dafür sit die Flügelspannweite geringer. Und zum Schluß noch ein schönes Foto mit einer verlängerten Belichtungszeit eines auffliegenden Möwentrupps.

Fotos: Werner Brinkschröder

Saatgänse auf dem Alfsee

Auf und am Dümmer eher selten, bzw. oft nur in kleineren Trupps zu beobachten ist die Saatgans. Aber auch dieser Wintergast ist mit mehrere tausend Vertretern in der Umgebung anzutreffen. Besonders auf den abgeernteten Feldern finden sich oft große Ansammlungen ein.

Diese Aufnahme vom Alfsee zeigt mehrere Saatgänse mit ihren charakteristischen dunklen Schnabel mit orangener Binde.

Foto; Werner Brinkschröder

Kraniche – Jung und Alt

Auf diesen beiden Fotos kann man sehr gut den Unterschied zwischen jungen und alten Kranichen sehen.

Der Jungvogel (oberes Foto) zeigt ein noch nicht so farbenprächtiges Gefieder, vor allem am Kopf, wie der Altvogel (unteres Foto). Auch im zweiten Jahr ist das Kopfmuster noch nicht ausgebildet.

Zusätzlich hat der junge Kranich noch keine stark ausgeprägten Schirmfedern, die am Hinterende buschig überhängen.

Fotos: Werner Brinkschröder

Ein Kranich aus Finnland

Dieser weitgereiste Geselle wurde in Finnland beringt. Und wieder verraten uns die Ringe seine Herkunft. In diesem Fall kann über die Farbcodierung der sechs Ringe das Individuum genau bestimmt werden.

Foto: Werner Brinkschröder

Die Farbcodierung exestiert beim Kranich genau einmal weltweit, dazu sprechen sich die Beringungseinrichtungen international ab. Die Individuenmarkierung ermöglicht der Forschung verschiedene Fragestellungen zu beantworten, z.B. ob alle Zugvögel einer Population die gleichen Zugrouten und Überwinterungsgebiete nutzen.

Es werden allerdings nicht immer Farbcodierungen zur Individuenmarkierung eingesetzt. Bei Graugans und Höckerschwan können unter anderem große Halsringe beobachtet werden, beim Mäusebussard auch mal Flügelmarken und es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, wie z.B. die vor kurzem veröffentlichte Lachmöwe und Sturmmöwe zeigen.

Löffelenten im Ochsenmoor

Die Löffelente bevorzugt zur Brut flache, nährstoffreiche Gewässer mit viel Vegetation und Moorgebiete mit offenen Wasserflächen. Somit ist sie im Frühjahr als Brutvogel durchaus am Dümmer zu beobachten.

Richtig viele Löffelenten sind aber erst im Spätsommer/Herbst am Dümmer zu sehen, wenn dann Ansammlungen von über 5.000 Tieren zur Rast in der Dümmerniederung einfallen.

Zu der kalten Jahreszeit bevorzugen Löffelenten Salz- und Brackwasser und tauchen in Deutschland eher an den Küsten auf, aber auch da nur vereinzelt. Als frostempfindliche Entenart zieht es die Löffelente in wärmere Gegenden in Europa.

Das Foto zeigt eine männliche Löffelente:Foto: Werner Brinkschröder