Kranichzug

Am Wochenende war auf der sogenannten Osnabrücker Route wieder ordentlich Betrieb: der Kranichabzug in Richtung Südwesten ging weiter.

Bernhard Hülsmann und Werner Brinkschröder sammeln schon seit Jahren Daten zum Kranichzug und konnten für den Samstag ca. 22.800 sowie für den Sonntagvormittag mindestens 23.200 ziehende Kraniche verzeichnen.

Die Erfahrungen aus den Vorjahren lassen auf noch weitere interessante Zugtage hoffen.

Ziehende Kraniche (Foto: Werner Brinkschröder)

Bollerwagen im Moor

Gestern haben wir die künstlichen Verstecke eingesammelt, die im Goldenstedter Moor zur Schlingnatterfassung ausgebracht waren. Das heißt, es mussten 90 Stück nasser, dreckiger Dachpappe transportiert werden. Der Bollerwagen mit der großen Plane sieht zwar ein bisschen nach Müllkutsche aus, erfüllt aber bei genügendem Krafteinsatz seinen Zweck. Im kommenden Frühjahr werden die künstlichen Verstecke erneut ausgebracht, um weitere Bereiche des Goldenstedter Moores auf Schlingnattervorkommen zu untersuchen.

Der goldene Herbst hat im Goldenstedter Moor noch mal gezeigt, was er kann. Die Kulturheidelbeersträucher wie der im Vordergrund gehören zwar nicht ins Moor, sorgen aber mit ihrem roten Laub zurzeit für nette Farbtupfer.

Einkehr

Bei einem Wirte wundermild,
da war ich jüngst zu Gaste.
Ein gold’ner Apfel war sein Schild
an einem langen Aste.

Es war der gute Apfelbaum,
bei dem ich eingekehret;
mit süßer Kost und frischem Schaum
hat er mich wohl genähret.

Es kamen in sein grünes Haus
viel leicht beschwingte Gäste;
sie sprangen frei und hielten Schmaus
und sangen auf das Beste.

Stare, die „leicht beschwingten Gäste“ im Apfelbaum.

Text: Die ersten drei Strophen des Gedichts „Einkehr“ von Ludwig Uhland 1811
Fotos: Caroline Poitzsch

Meiseneier und Fledermauskot

Bei der jährlichen Kontrolle der Fledermauskästen im Erlenbruchwald im Ochsenmoor und am Entenfang am Dümmer-Museum konnte erfreulicher Weise wieder festgestellt werden, dass alle Kästen von Fledermäusen besetzt waren. Und nicht nur von Fledermäusen: Auch Wespen, Hummeln und Vögel nutzten die Kästen im Erlenbruchwald zum Teil als Nistplatz. Im Herbst werden die Kästen auf Spuren von Fledermäusen kontrolliert und für die nächste Saison gereinigt.

Reste eines Vogelnestes aus einem der Fledermauskästen mit schwarzem Fledermauskot im linken Bildbereich und zwei nicht ausgebrüteten Vogeleiern, vermutlich von der Sumpfmeise (Foto: C. Poitzsch)

Bunter Fang im Netz

Bei der Karpfenbefischung im Dümmer ist auch dieser Koi im Netz gelandet. Ob er dem Besitzer nicht schön genug war oder der heimische Teich zu voll wurde, ist unklar. Fest steht aber, dass das Aussetzen von Gartenteichtieren generell unzulässig ist! Auch der Besatz mit heimischen Arten bedarf einer Genehmigung und steht nur dem Fischereiberechtigten oder dem Fischereipächter zu.

Die Zuchttiere sind häufig an wärmeres Klima angepasst und nach der Entlassung aus menschlicher Obhut nicht auf die artgemäße Nahrungsaufnahme im natürlichen Gewässer vorbereitet. Außerdem stellt das Ausbringen gebietsfremder Arten eine große Gefahr für das betreffende Ökosystem dar. Es können Krankheiten verschleppt werden, heimische Arten verdrängt oder durch parasitäres Verhalten direkt geschädigt werden. (Mehr Informationen zu dem Thema unter https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/tiere/tiergesundheit/fischgesundheit/aktuell/aussetzen-von-gartenteichfischen-73538.html)

Im Dümmer gefischter Koikarpfen (Foto: R. Schröter)

Die 10. Dümmer-Naturspiele

Am vergangenen Montag fanden bei uns im Ochsenmoor zum zehnten Mal die Dümmer-Naturspiele statt. Insgesamt absolvierten elf Klassen der Jahrgangsstufe 4 von vier unterschiedlichen Schulen den Kurs durchs Moor. Die Rallye führte von der Naturschutzstation zum Südturm und vorbei an der Vogelwiese wieder zurück zum Ausgangspunkt. Entlang des Weges erfuhren die Kinder an acht Stationen Wissenswertes zu den Themen Jagd, Fledermäuse, Vögel/ Vogelbeobachtung, Fische, kleine Wassertiere, Tierschädel, Eulen und Vogelfedern. Die Stationen wurden durch Mitarbeiter und Mitglieder der NUVD betreut. Als fester Bestandteil der Spiele waren darunter auch wieder Vertreter der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung e.V. (NWA) und der Arbeitsgemeinschaft Biotop- und Eulenschutz Stemweder Berg e.V.

Finanzielle Unterstützung gab es von der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz, vom Pflanzenhof Schomäcker-Nolte, von der Bäckerei Schmidt aus Lemförde, von Combi und Edeka aus Lemförde, von der NWA und von MISS MERLE.

Wir bedanken uns bei allen Sponsoren und Helfern sowie bei Lisa Effertz für die gesamte Organisation und freuen uns auf die nächste Ausgabe der Dümmer-Naturspiele in einem Jahr.

Kampfeslust

Aktuell ist die Rehbrunft in vollem Gange. Rehböcke sind territorial und markieren ihr Revier mit Plätz- und Fegestellen. Sobald ein Kontrahent dieses Territorium  besetzen will, kann es zu solchen Kämpfen  kommen. Die eigentlichen Einstandskämpfe kann man ab Mai/Juni mit etwas Glück beobachten.  

Im Winter stehen die Rehe gerne in Sprüngen  (kleinen Gruppen) zusammen und zeigen nicht dieses territoriale  Verhalten.

Text und Video: Christian Hembes

Ochsenmoor-Graben II

Es braucht wahrscheinlich einen zweiten Blick, um zu erkennen, dass die folgenden beiden Fotos an genau derselben Stelle aufgenommen worden sind. Während das erste Bild im März den höchsten Wasserstand im Graben II zeigt, ist im Juli in Bild zwei davon nichts mehr zu sehen. Inzwischen sind schon viele Flächen im Ochsenmoor gemäht, was nur möglich ist, wenn diese nicht zu nass sind.

Ochsenmoor-Graben II am 8. März 2022
Ochsenmoor-Graben II am 19. Juli 2022

Fotos: Caroline Poitzsch

Blüten auf der Bienenwiese

Auch wenn es zurzeit keinen angesäten Blühstreifen auf unserer Bienenwiese in Hüde gibt, lassen sich doch einige schöne Blüten entdecken.

Im Zuge der Umgestaltung des hinter der Fläche liegenden Bereiches um des Regenrückhaltebecken herum ist aber geplant, für noch mehr Blüten zu sorgen.

Rosen-Malve
Rosen-Malve
Flockenblume
Johanniskraut – nicht zu verwechseln mit dem giftigen Korbblüter Jakobs-Kreuzkraut.
Schwarze Königskerze
Wiesen-Labkraut

Fotos: Udo Effertz

„Wasser marsch“ auf der Bienenwiese

Die sommerlichen Temperaturen und die Trockenheit haben einen Gießeinsatz auf der Bienenwiese in Hüde dringend nötig gemacht. Also sind wir mit einem Fahrzeug der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ – ausgerüstet mit einem Wassertank – ausgerückt und haben die Bäume mit dem Nötigsten versorgt. Die Obstbäume wurden außerdem mit Bewässerungssäcken ausgestattet, um die Wasserversorgung in Zukunft etwas besser in den Griff zu bekommen. Bleibt zu hoffen, dass die Bäume den Sommer gut überstehen. Ein Baum wird im Herbst auf jeden Fall ersetzt werden müssen, da sich wohl die Wühlmäuse an seinen Wurzeln gütlich getan haben.

Fotos: Udo Effertz