
Meier und Juno haben sich schick gemacht – sie waren sehr geduldig mit uns, um euch allen, im Namen des NUVD-Teams, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen!
Fotos, Beobachtungen und Infos aus der Dümmerniederung

Meier und Juno haben sich schick gemacht – sie waren sehr geduldig mit uns, um euch allen, im Namen des NUVD-Teams, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen!
Als Dankeschön für das Engagement im Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ in der Dümmerregion haben wir die teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe im November zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen.
Der Lankreis Minden-Lübbecke hat ein lobendes Grußwort gehalten und um weitere Beteiligung am Vertragsnaturschutz geworben.
Bei gutem Essen und geselligem Austausch konnten wir einen schönen Abend verbringen, der bei allen Beteiligten sicherlich für Motivation für das kommende Jahr gesorgt hat.



Fotos: Caroline Poitzsch
Am 8.9.2025 hieß es wieder: Herzlich Willkommen zu den Dümmer-Naturspielen! Auch in 2025 begrüßte die NUVD die vierten Klassen aus den Schulen der Region zu den Dümmer-Naturspielen. Mit dabei waren 245 SchülerInnen aus Lemförde, Bohmte, Drebber und Neuenkirchen-Vörden. Insgesamt begaben sich 12 Klassen auf den spannenden Rundgang und konnten an den 8 Stationen nicht nur ihr Wissen beweisen sondern auch viele neue Dinge lernen. Vom Mitmachen über das stille Lauschen und Beobachten bis hin zum Anfassen und Riechen – alle Sinne waren beim Stationslauf gefragt.

Angefangen mit der Station bei den Jägern, welche die Schüler zu jungen Fährtenlesern ausbildete. Dort sollten die Spuren verschiedener Säugetiere passend zugeordnet werden.
Weiter ging es am Ochsenmoorturm. Dort gab es die Gelegenheit die Soziallaute von Fledermäusen zu hören, die dort hautnah nebenan ihr Tagesquartier hatten. Weiter ging es dann am Südturm, ausgestattet mit Fernglas und Spektiv wurden die SchülerInnen zu kleinen Ornithologen und beobachteten, welche Vögel auf dem Wasser zu finden waren. Bei der Station der Niedersächsisch- Westfälischen Anglervereinigung e.V (NWA) wurde unter die Wasseroberfläche geschaut und erklärt, welche Fische im Dümmer leben.

Nebenan ging es zunächst auch unter Wasser weiter, diesmal Standen aber die kleinen Wassertiere im Mittelpunkt, die genau unter die Lupe genommen wurden.


Die Schädelsammlung wurde mit Staunen bewundert und anschließend jeder Schädel seinem Besitzer zugeordnet. Bei der Station der AG Biotop-und Eulenschutz Stemweder Berg e.V. wurden die Eulenpräparate mit viel Liebe versorgt. Das weiche Gefieder musste ausgiebig erfühlt werden und begeisterte die SchülerInnen. Bei der letzten Station war gute Beobachtungsgabe gefragt. Die passende Feder musste dem passenden Bild Vogelbild zugeordnet werden. Das war gar nicht immer so leicht… Insgesamt schlugen sich aber alle Teilnehmenden der Dümmer-Naturspiele wieder sehr gut und konnten auch alle Fragen auf ihren Fragebögen beantworten.

Allen SchülerInnen, Lehrenden und Beteiligten hat der Tag wieder sehr viel Freude und Spaß bereitet. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an die Organisation und die Betreuenden der einzelnen Stationen. Vielen Dank an Euch und die vielen helfenden Hände! Ohne euch wären die Dümmer-Naturspiele nicht durchführbar. Ein großes Dankeschön auch an die Kreissparkasse Grafschaft Diepholz, den Pflanzenhof Schomäcker-Nolte, die Bäckerei Schmidt aus Lemförde, Edeka aus Lemförde und BASF Lemförde für die finanzielle Unterstützung! Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Jahr und planen wieder fleißig. Auf ein Neues in 2026!
Text: Jessica Schrader & Kassander La Spina
Neben den Beiträgen zu „Landwirten für Rebhühner“ hier noch ein Beispiel für die Unterstützung unseres Rebhuhnprojekts durch die Geschäftsstelle Sulingen des Amts für regionale Landesentwicklung Leine-Weser. Diese hat uns den Standort einer abgerissenen Hofstelle zur Verfügung gestellt, um dort bis zur Weiterverwendung des Grundstücks eine Blühfläche einzusäen.
Das war garnicht so einfach, da die Fläche zum Teil mit dem beim Abriss entstandenen Bauschutt und Recyclingschotter aufgefüllt wurde. Somit blieb nur die (mehrfache) Handeinsaat, die nun aber zu einer sehr hübsch anzusehenden Vegetation geführt hat. Durch die unterschiedlichen Strukturen mit mal mehr und mal weniger stark schotterhaltigem Untergrund, ist die Vegetation auch nicht zu dicht und zu wüchsig, sodass sie optimale Bedingungen für Rebhühner bietet.

Und was uns besonders freut; die Rebhühner haben das erkannt und nutzen die Fläche. Hier ein Video mit einem Rebhuhnpaar, aufgenommen auf der Rückseite der Fläche.
Vielen Dank also für die erfolgreiche Unterstützung des Projekts!
Text, Foto und Video: Marcel Holy
… ist dieser Wels, der in Eickhöpen in einem Segelhafen angespült wurde.
Mit 2,10 m Länge schon ein kapitales Exemplar.

Nein, es geht nicht um Vögel, sondern um Vogelschützer.
Kürzlich hatten wir eine Delegation aus dem LIFE-Projekt Wadden Sea Birds zu Gast.
Projektpartner sind dabei die dänische Gemeinde Tønder, die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die Dänische Naturstiftung sowie die dänische Nationalparkverwaltung Wattenmeer und die Naturagentur Wattenmeer.
Nach einem Einführungsvortrag ging es raus ins Ochsenmoor, wo dann begleitet von Kiebitz, Rotschenkel, Uferschnepfe und Bekassine Themen wie Wiedervernässung, Grünlandnutzung, Lebensraumoptimierung und Prädatorenmanagement vorgestellt und diskutiert wurden.
Nach dem Tag am Dümmer hat die Truppe dann noch einen weiteren Tag im Bremer Blockland verbracht.
Ein schöner Tag für alle Beteiligten!

Hier nun eine etwas ausführlichere Behandlung des in letzter Zeit öfter in der Presse zu findenden Themas.
Die Problematik des Röhrichtrückgangs ist am Dümmer ja nicht neu. Die nachfolgende Karte zeigt wie früh bereits großflächige Flächenverluste feststellbar waren.

Remmer Akkermann ist es zu verdanken, dass Daten zum überaus schädlichen Einfluss des Bisams vorliegen. Er untersuchte im Rahmen seiner Doktorarbeit den Bisambestand am Dümmer und dessen Auswirkungen auf das Ökosystem.
Dabei ermittelte er für den Winter 1971/1972 eine Gesamtzahl von 771 Winterburgen. Diese baut der Bisam in der Verlandungszone, in der er keine Erdbaue graben kann, aus Pflanzenmaterial auf. Der Bisambestand lag bis dahin mit jährlichen Schwankungen zwischen 2.000 und 3.000 Stück. Für diese berechnete Akkermann einen Konsum frischer Biomasse von rd. 3.070 t pro Jahr, was einem Röhrichtverlust von 12,9 bis 14,6 ha pro Jahr entsprach. Akkermann gibt somit als Flächenverlust, der im Zeitraum 1964-1974 durch den Bisam verursacht wurde, 48 ha an, was 22 % der gesamten Röhrichtfläche entspricht. Somit lässt sich der Großteil der in der oben dargestellten Karte sichtbaren Röhrichtverluste bereits mit dem enormen Nahrungsbedarf des Bisam erklären.
Glücklicherweise brach der Bestand des Bisams, der ja ursprünglich aus Nordamerika stammt und hier nicht heimisch ist, ab dem Beginn der 1970er Jahre zusammen. Heute haben wir wahrscheinlich nur noch einen Bestand von unter 100 Bisams im Dümmer. Die Zahl der Winterburgen ist von früher über 700 auf unter 50 zurückgegangen.
Bekanntlich wurden jedoch in den 1960er Jahren Graugänse am Dümmer wiederangesiedelt, haben sich seitdem munter vermehrt und die Rolle des Bisams als Hauptverursacher von Fraßschäden übernommen.
Da uns eine umfassende Diasammlung von Herrn Akkermann vorliegt, finden sich Belegaufnahmen wie die folgende, die bereits am 16.10.1976 das gänsetypische Fraßbild an Binsenbeständen im Nordwesten des Sees (aufgenommen mit Blickrichtung Fennekerwiesen) zeigen. Im Vordergrund an den Einzelpflanzen ist es genau zu erkennen, aber auch der große Bestand im Hintergrund ist großflächig in Kopfhöhe der Gänse abgeknickt bzw. abgefressen.


Nach dem mehr oder weniger vollständigen Verschwinden der Binsenbestände im Freiwasser sowie der wasserdurchfluteten Uferröhrichte, wurden großflächige Fraßschäden am Uferschilf ab etwa 2013 sichtbar. Hierzu muss man sagen, dass der Graugansbestand natürlich vom Prädatorenmanagement zum Wiesenvogelschutz profitiert hat. Denn die ab 2010 deutlich im Bestand reduzierten Raubsäuger haben natürlich nicht nur Kiebitz- und Uferschnepfeneier, sondern auch Grauganseier gefressen. Aber zurück zum vorherigen Zustand, in dem kaum Wiesenvogelgelege zum Schlupf kamen, kann und möchte natürlich auch niemand. Der Dümmer hat sich mittlerweile zu einem der besten Wiesenvogelbrutgebiete in ganz Europa entwickelt, die Bestände diverser Arten haben sich verfielfacht und es kommen Naturfreunde aus ganz Europa zum Beobachten und Fotografieren an den Dümmer. Abgesehen davon, dass das niemand aufgeben möchte, steht dem auch das nationale und europäische Artenschutzrecht entgegen.
Auch unabhängig vom Prädatorenmanagement befindet sich der Graugansbestand europaweit im Aufwind. Gerade hier bei uns in der Region haben eine energiereiche Äsung auf intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen und zahlreiche neue Brutgebiete in wiedervernässten Hochmooren dazu beigetragen. Die geringen Raubsäugerdichten haben somit eine ohnehin stattfindende Entwicklung nur beschleunigt, aber dass dieser Eingriff nicht ohne Auswirkungen blieb, ist uns klar.


Da immer deutlicher wurde, welchen Einfluss Fraßschäden auf das Röhricht am Dümmer haben, haben wir ab 2016 Schilfbestände eingezäunt, um den „Einflussfaktor Fraßdruck“ auszuschließen. Durch das dünne Sechseckgeflecht, das wir verwendet haben, wurden alle anderen Faktoren wie Wellengang, Wasserstandshöhe, Wasserqualität und Verschlammung nicht beeinflusst und wirkten in den gezäunten Bereichen und den daneben liegenden, ungeschützten Vergleichsabschnitten gleich.







Diese Versuche haben wir dann mehrere Jahre weitergeführt, was sich jedoch als sehr aufwändig herausgestellt hat, da sich einerseits das Schilf innerhalb der Zäune ausgebreitet hat und diese immer wieder weiter in den See gerückt werden mussten (man muss immer relativ nah am Schilf zäunen, da die Gänse sonst in die Einzäunungen fliegen können), andererseits kam es durch Treibgut, Eisgang und Korrosion immer wieder zu Schäden an den Zäunen, die Reparaturen notwendig machten oder, wenn sie zu spät entdeckt wurden, auch die ganzen bis dahin erzielten Erfolge zunichtemachten, da doch wieder Tiere in die verlockenden Schilfbestände gelangt waren.
Grundsätzlich haben die Versuche jedoch gezeigt, dass das Schilf innerhalb des Dümmers unter den aktuellen Bedingungen (Wasserstand, Nährstoffsituation, Wellenschlag etc.) sehr wohl in der Lage ist, gesund zu wachsen und sich weiter in den See auszubreiten. Innerhalb der Einzäunungen hat das Schilf problemlos Wassertiefen von über 70 cm erreicht und damit Fischen und anderen aquatischen Orgenismen einen wichtigen Lebensraum geboten.
Zusätzlich haben wir, da ja die Teichbinse früher eine enorme ökologische Bedeutung für den See hatte, auch mit dieser Pflanze Versuche gestartet. Da im See selbst keine geeigneten Vorkommen mehr vorhanden waren, die man mit Zäunen hätte schützen können, haben wir aus autochthonen Samen Teichbinsenpflanzen gezüchtet und im See gepflanzt.




Die Einzäunungen von Schilf am Ufer und von Teichbinsen im Freiwasser zeigten somit das gleiche Bild: So lange sie niemand abfrisst, sind beide Pflanzenarten nach wie vor problemlos in der Lage, sich im Dümmer zu etablieren und auszubreiten. Die Rolle weiterer Einflussfaktoren kann vernachlässigt werden und ist nicht ursächlich für die Rückgänge bzw. das aktuelle Fehlen.
Ab etwa 2012 kam dann, als ebenfalls invasiver „Nachfolger“ des Bisams, der bis heute auf einem relativen niedrigen Bestandsniveau geblieben ist, die Nutria in die Dümmerniederung.

Nutrias können Röhrichte deutlich nachhaltiger Schädigen als Gänse und andere Wasservögel, da sie nicht nur oberirdische Vegetation abfressen, sondern auch Wurzeln bzw. Rhizome ausgraben, was zum direkten Absterben der Pflanze führen kann. Teilweise verstärkt sich diese Wirkung gegenseitig, da die enormen Gänsezahlen am Dümmer großflächig die Blätter und grünen Triebe von Röhrichtpflanzen abweiden und für die Nutrias somit im direkten Uferbereich, der natürlich auch für diese Arte bevorzugter Lebensraum ist, zeitweise nur Wurzeln und Rhizome als Nahrungsquellen übrig bleiben.

Seit dem Auftauchen der Nutria in der Dümmerniederung wird diese selbstverständlich bejagt, seit 2019 dann auch ausgesprochen intensiv. Besonders hoch ist der Jagddruck in der südlichen Dümmerniederung, da die NUVD hier mit hauptamtlichem Personal dafür sorgen kann, dass fast kein dauerhaft etablierter Nutriabestand mehr vorhanden ist und neu aus der Umgebung zuwandernde Exemplare innerhalb kurzer Zeit wieder erlegt werden.
Im Nordteil des Schutzgebiets übernehmen die privaten Jagdausübungsberechtigten die Nutriabejagung. Dabei kann natürlich nicht die Intensität erreicht werden, die bei hauptamtlicher Jagdausübung möglich ist, aber auch hier gelingt es, den Nutriabestand in Grenzen zu halten.
Innerhalb des Sees übernimmt die Bejagung auch die NUVD, jedoch ist hier ein ungleich höherer Aufwand erforderlich. Aufgrund der Unzugänglichkeit der Seeufer, gerade am Süd-, West- und Nordufer, ist hier die gesamte Bejagung nur per Boot möglich, sowohl um Fallen zu stellen und zu kontrollieren, als auch um sich in Schwerpunktbereich mit der Waffe anzusetzen. Zusätzlich erschweren die flachen, oft verschlammten Ufer das Arbeiten, da man nicht mit Motor bis direkt ans Ufer fahren kann, sondern teilweise (besonders beim um 40 Zentimeter abgesenkten Winterwasserstand) bereits 100 m vom Ufer entfernt nur noch stakend vorankommt.
Jedoch ist es so bislang gelungen, den Nutriabestand im Dümmer auf einem verträglichen Niveau zu halten und die Nutrias, wo sie sich vermehrt haben in kurzer Zeit wieder stark zu reduzieren bzw. sogar zeitweise zu eliminieren.

Wir arbeiten schon lange mit Wildkameras, um Bestände zu erfassen und auch die Verursacher von Fraßschäden am Röhricht zu identifizieren. Dabei waren die Anzahlen der erfassten Graugänse stets in ganz anderen Größenordnungen als die von Bisam und Nutria. Um dies auch mit externen Daten zu belegen, seien hier die Ergebnisse einer Wildkamera-Erfassung durch das Gutachterbüro GFN (Gesellschaft für Freilandökologie und Naturschutzplanung mbH) aus Kiel aus dem Jahr 2020 genannt, die 208-mal mehr Graugänse als Bisams und Nutrias ergaben.
Fazit: Nutrias können gravierende Schäden verursachen, der Bestand ist jedoch auf einem ganz anderen Niveau als der der Graugänse und wird durch die permanete Bejagung unter Kontrolle gehalten.
Zusätzlich entwickelte sich ein weiteres Problem. Der Dümmer ist ein Verlandungssee. Die ihn umgebenden Röhricht-, Weidengebüsch- und Bruchwaldbereiche sind aus dem natürlichen Verlandungs- und Sukzessionsprozess entstanden, der den See über Jahrtausende hat kleiner werden lassen. Da die Röhrichte wie hier beschrieben, in den letzten Jahrzehnten immer weiter zurückgingen, gleichzeitig jedoch im EU-Vogelschutzgebiet Dümmer Röhrichtbrüter wie Rohrdommel und Schilfrohrsänger wertbestimmend sind, mussten Maßnahmen zur Sicherung der Lebensräume und Bestände umgesetzt werden. Dies waren seit den 2000er Jahren u.A. Arbeiten mit Pistenbully und Forstmulcher, mit denen die Gehölzsukzession aufgehalten und noch vorhandene, offene Röhrichte zunächst „über die Zeit gerettet“ werden sollten.


Alljährlich haben sich die Fräsflächen wieder begrünt – entweder mit Mischröhrichten, reinen Röhrichten unterschiedlicher Ausprägungen (z.B. Schilf-, Rohrkolben- oder Wasserschwadenröhrichte) oder Hochstaudenfluren. Teilweise kamen natürlich auch Gehölze wieder auf, konnten aber durch Nacharbeiten zurückgedrängt werden, sodass sich in der Regel relativ gehölzarme Flächen entwickelten.
Ab etwa 2018/2019 funktionierte diese Wiederbesiedlung der Fräsflächen mit Röhricht und anderen Pflanzengesellschaften nicht mehr, da ein hoher Fraßdruck ausgeübt wurde.


Verstärkt wird die Offenhaltung der Fräsflächen noch durch den Karpfen, der sich im Dümmer massenhaft vermehrt hat. Er nutzt die entstandenen, sich schnell erwärmenden Flachwasserbereiche gerne zum Laichen. Durch das Schwimmen, die Nahrungssuche und das intensive Flossenschlagen beim Laichen verhindert der Karpfen zusätzlich zum Fraßdruck durch Graugans, Bisam und Nutria die Wiederbesiedlung mit Röhrichtvegetation.



Um die aktuell vorhandenen Röhrichte zu erhalten, wäre es eigentlich angebracht, erneut Pistenraupenarbeiten durchzuführen, jedoch soll damit gewartet werden, bis der Fraßdruck soweit abgesenkt wurde, dass sich die Flächen kurzfristig wieder begrünen können. Trotz idealer Bedingungen, was Samenpotenzial und Wassertiefe/Feuchtigkeitsversorgung anbelangt, funktioniert dies im Moment nicht bzw. die vorhandene Vegetation wird sogar noch weiter zurückgedrängt.
Um die ganze Problem-Darstellung nicht auf den Naturschutz zu beschränken: Gerade die Milchviehbetriebe hier in der Region haben mittlerweile große Probleme durch Fraßschäden und Verkotung durch Graugänse im Grünland (unabhängig von den großen Bläss- und Saatgansansammlungen im Winterhalbjahr) und auch die Fraßschäden auf Wintergetreideflächen sind mittlerweile so ausgeprägt, dass manche Flächen nur noch zum Anbau von Mais, Kartoffeln und anderen weniger (Gänse-)schadensanfälligen Feldfrüchten geeignet sind.

Und auch der Tourismus und die Seeökologie sind betroffen.
Da die Gänse gerne an den Badestellen kurzes Gras auf den Liegewiesen abweiden und danach wieder in’s Wasser wandern, führte der dort abgegebene Kot in der Vergangenheit häufig zu hohen Fäkalkeimbelastungen und in der Folge zur Sperrung von Badestellen. Mittlerweile wurden zahlreiche Gegenmaßnahmen umgesetzt, mit denen die Badestellen im sogenannten „Change-Verfahren“ wieder freigegeben wurden. Hierzu zählen das Aufstellen von Gänsezäunen, der Bau der großen Steinverwallung als Gänsebarriere an der Badestellen an der Seestraße in Lembruch und die Förderung der Durchströmung von Badestellen, um die Vermehrung von Bakterien in stehendem Wasser zu reduzieren.

In der Bewertung nach der EG-Wasserrahmenrichtlinie gibt es verschiedene Qualitätskomponenten. Dazu zählen bei den biologischen Qualitätskomponenten u.A. die vorkommenden Fischarten und ihre Bestandsstruktur sowie das Makrozoobenthos (Würmer, Schnecken, Muscheln, Krebstiere, Insektenlarven), die natürlich von Strukturen wie aquatischen Schilf- und Teichbinsenröhrichten massiv profitieren. Ein Teil der hydromorphologischen Qualitätsbewertung ist die Uferstruktur. Zu den in den letzten Jahren sehr schlechten Bewertungen des Dümmers haben die derzeit stark verarmten Ausprägungen der genannten Bewertungsfaktoren maßgeblich beigetragen. Im letzten Jahr hatte der Dümmer die schlechteste Bewertung überhaupt.
Was sind also aktuelle Maßnahmen? Zum einen führen wir weiter fraßgeschützte Neuanpflanzungen durch. Die erste davon, die auch eine als Lebensraum relevante Größe hatte, entstand 2020 am Olgahafen. Hier zeigte sich, dass auch auf größerer Fläche Initialpflanzungen schnell zu bedeutenden Lebensräumen für Fische, Vögel und Insekten werden können, wenn denn der Fraßschutz funktioniert.

Gleiches gilt für die Anpflanzung an der Hohen Sieben, die wir mit Fördermitteln der Postcode-Lotterie errichtet haben. Da wir meistens Südwestwind haben, liegt die Pflanzung sehr windexponiert und wir haben immer wieder mit Löchern im Zaun zu kämpfen. Dieser Kampf gegen den Fraßdruck ist mittlerweile wirklich ernüchternd, denn die Pflanzung hat das Potenzial sich gut zu entwickeln, wird aber immer wieder abgefressen.

In unserer neuesten Anpflanzung in Eickhöpen haben wir gerade diese intensiven Sicherungsmaßnahmen dann doch umgesetzt, um nicht eine weitere Zaunbau-Dauerbaustelle oder Demonstration für Misserfolge durch Tiere, die Löcher im Zaun finden und alles, was bis dahin aufgebaut wurde, wieder abfressen, zu schaffen.
Da man mit solchen Einzäunungen aber auch alle möglichen Tiere aussperrt, die eigentlich von solchen Bereichen profitieren sollen, ist das bestenfalls eine Überbrückungsmaßnahme.
Immerhin der ständig anwesende Eisvogel und die Schwalben freuen sich über zahlreiche Sitzgelegenheiten.

All dies bringt uns nun zur Bestandsreduktion der Graugans, über die ja viel in den Medien zu lesen und zu sehen war.
Der Bestand der Graugans ist, wie Synchronzählungen, die wir gemeinsam mit dem NLWKN seit zwei Jahren durchführen, auf über 6.000 Exemplare angestiegen und durch das nach wie vor laufende Prädatorenmanagement zum Wiesenvogelschutz ist der Graugansbestand nach wie vor sehr vermehrungsfreudig. Und nicht nur das – die Graugans ist auch eine sehr langlebige Art. Der vorhandene Bestand wird also auch nicht in naher Zukunft wegen Überalterung zusammenbrechen. Das Gegenteil ist der Fall und deshalb haben wir bereits vor drei Jahren begonnen, den Bestandszuwachs zu reduzieren, indem wir (mit Genehmigung natürlich) Eier angebohrt haben.
Das haben wir zunächst nur im Röhricht der Südbucht und an der Hohen Sieben gemacht, wo zwar viele Nester sind, aber durch die hohe Gänsedichte auch ein hoher innerartlicher Stress herrscht und ohnehin viele Nester wieder aufgegeben werden.

Im Feuchtgrünlandteil des Schutzgebiets liegt der Schlupferfolg deutlich höher. Bislang dachten wir, dass dort zumindest weniger Nester sind als im Röhricht. Das erstmalige Anbohren von Eiern auch im Grünland des Ochsenmoors hat uns allerdings in diesem Frühjahr eines Besseren belehrt. Alleine im nördlichen Ochsenmoor und entlang der Hunte haben wir über 400 Graugansnester gefunden! Das macht, ebenso wie die Synchronzählungen mit dem NLWKN deutlich, dass der Bestand bislang deutlich unterschätzt wurde.
Da wir die Eier ja nur in der ersten Hälfte der Bebrütung anbohren dürfen, suchen wir die Nester sehr zeitnah auf, was allerdings dazu führt, dass viele sogar noch in der Legephase sind. Man weiß also nicht, wie viele unbehandelte Eier nach dem Anbohren noch dazu gelegt werden. Zum Teil schaffen wir es, die Eier die beim ersten Durchgang noch in der Legephase waren, noch ein zweites mal aufzusuchen, gerade im Feuchtgrünland verzichten wir aber in vielen Bereichen darauf, da man viele Wiesenvögel und Enten schon sehr stark beim Revieregründen, Balzen oder Brüten stört.
So kommt trotz des Anbohrens immer noch ein Teil der Eier zum Schlupf. Und jedes Gelege finden wir auch nicht bzw. lohnt in manchen Teilen des Schutzgebiets das Suchen nach einzelnen Nestern auch den Aufwand nicht.
Im gesamten Nordteil des Schutzgebiets haben wir bislang garkeine Eier angebohrt, sodass hier natürlich weiterhin reichlich Nachwuchs groß werden und den Gänsebestand hoch halten konnte.
Zusätzlich erfolgte bislang zwischen Juli und September die Bejagung auf Acker- und Intensivgrünlandflächen außerhalb des Schutzgebiets. Dabei konnten in manchen Jahren deutlich über 1.000 Graugänse innerhalb dieses dreimonatigen Zeitraums erlegt werden, jedoch hat dies nie ausgereicht, um den Bestand zu reduzieren. Selbst in einem Jahr wie diesem, in dem im Südteil des Schutzgebiets der Großteil der Eier angebohrt wurde, sind im gesamten Schutzgebiet noch über 1.000 neue Graugänse geschlüpft, wie unsere Synchronzählungen ergeben haben.
Ab Oktober, wenn sich die Graugänse mit den ersten nordischen Gänsen, die ja in Niedersachsen keine Jagdzeit haben, mischen, beenden wir die Bejagung außerhalb des Schutzgebiets.
Neben den erfolgreichen Jahren gab es auch solche, in denen nur 300-400 Gänse erlegt werden konnten, weil keine geeigneten Flächen zur Bejagung zur Verfügung standen. Dies war z.B. dann der Fall, wenn witterungsbedingt viel Getreide zur selben Zeit gedroschen wurde und sich dadurch keine Flächen herausgebildet haben, die von sehr vielen Gänsen gleichzeitig zur Nahrungssuche genutzt wurden. Nur dort lohnt sich dann die Bejagung. In manchen Jahren lagen die von den Gänsen genutzten Flächen auch zu nah an Straßen oder Siedlungen, sodass dort aus Sicherheitsgründen nicht gejagt werden konnte.

Der dauerhaft von den Graugänsen genutzte Raum im Schutzgebiet ist bislang jagdlich tabu gewesen. Hier soll sich nun nach dem Willen von NLWKN und NUVD etwas ändern, um durch Fachpersonal, das einschätzen kann, wann und wo eine Erlegung von Graugänsen tierschutzrechtlich unbedenklich ist und nicht zu Störungen anderer Arten führt, endlich signifikant in den Graugansbestand eingreifen zu können. Dabei geht es zum einen um die Bejagung von Nichtbrütern in der Schonzeit, also Gänsen, die truppweise sitzen und dadurch anzeigen, dass kein brütender Partner irgendwo in der Nähe auf dem Nest sitzt. Zum anderen geht es schlicht um die Öffnung der Jagd nach der Brutzeit, wenn im Schutzgebiet außer Greifvögeln, Störchen, Staren und Graugänsen ohnehin nichts zu sehen und zu stören ist. Hier könnte dann endlich so weit in den Gänsebestand eingegriffen werden, dass in der Kombination mit dem Anbohren der Eier eine Absenkung des Bestandes möglich wäre.
Dramatisierungen, dass Gänse vom Nest geschossen werden oder der Partner des brütenden Altvogels erlegt würden, sind also völlig aus der Luft gegriffen und haben sicher keine sachliche Diskussion des Themas zum Ziel…
Die Gänsebejagung hat somit ein klares Ziel im Sinne des Natur- und Artenschutzes, findet aber natürlich nicht als reine Bestandsreduktion statt, sondern auch zur Gewinnung hochwertiger Lebensmittel, das heißt alle erlegten Graugänse werden selbstverständlich verwertet und nicht einfach entsorgt.
Fazit zum Schluss: Wenn der Schutz und die Ausdehnung von Röhrichten als Lebensraum für Fische, Vögel, Insekten und andere Artengruppen am Dümmer nicht hinter Zäunen stattfinden soll – was aus rechtlichen Gründen garnicht geht, denn diese Lebensräume müssen für ebendiese Artengruppen zugänglich sein – führt an einer Reduktion der Tiere, die das Röhricht aktuell maßgeblich schädigen, kein Weg vorbei. Für die beiden invasiven Arten Bisam und Nutria erfolgt dies bereits in einer Weise, die dem Röhricht das Wachstum ermöglichen würde. Für die Graugans wurde es mit dem Anbohren von Eiern und der Bejagung außerhalb des Schutzgebiets versucht, jedoch ohne Erfolg. Hier würde die Bejagung innerhalb des Schutzgebiets – wohlgemerkt tierschutzgerecht und störungsarm durchgeführt – endlich die notwendige Effektivität bieten.
Ich hoffe, diese umfassende Darstellung hilft, das zu verdeutlichen. Die Fotos und Daten sind zum Teil schon älter, aber an den Wirkzusammenhängen hat sich nichts geändert.
Marcel Holy, NUVD
Heute dreht sich alles ums Schwein!
Der „Tag des Schweins“ ist am ersten März datiert, heute möchte ich nachträglich etwas über diese Tiere erzählen. Zusätzlich möchte ich mich bereits im Voraus bei Familie Kortenbruck bedanken, welche mir viel zeigen und erklären konnten.

Das Schwein wie wir es kennen ist ein wichtiges Nutztier, welches in vielen Kulturen eine bedeutende Rolle spielt. Vor allem wird es jedoch für die Fleischproduktion gehalten und dadurch in seiner Anpassungsfähigkeit und Intelligenz oft unterschätzt.
Die uns allen bekannten Hausschweine stammen vom Wildschwein ab und wurden vor etwa 9000 Jahren domestiziert. In Deutschland gibt es ca. 20 Millionen Schweine. Bei einer guten Fütterung erreichen die Tiere nach vier bis sieben Monaten, ein Schlachtgewicht von 100 bis 110 kg.
Um ein bisschen mehr über die schlauen Tiere zu erfahren und wie ein Zucht- und Mastbetrieb aussehen kann, hat sich der Hof Kortenbruck in Brockum dazu bereit erklärt, mir ihre Schweine vorzustellen.
Seit 1981 ist der Hof im Familienbesitz und wird von Jan-Philipp Kortenbruck und Ulrich Kortenbruck geführt.
Bei den Sauen handelt es sich um die Rasse BHZP Viktoria, welche Charakterstärke und Mütterlichkeit aufweist. Gekreuzt wurden sie mit Iberico beziehungsweise Duroc Ebern.
Duroc-Schweine stammen aus dem Nordosten der USA und kamen vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts in die Vereinigten Staaten. Die Schweine sind mit ihrer hellrot bis rotbraunen Färbung ziemlich auffällig. Zudem haben sie kleine Schlappohren und manchmal kleine schwarze Pigmentflecken.
Duroc- Schweine sind stressresistent, gutmütig und weisen eine gesunde Konstitution aus.
Jedes in Brockum geborene Ferkel bleibt bis zur Schlachtung vor Ort. Nach der Geburt verbringen die Ferkel einige Tage bei ihrer Mutter, wo sie schrittweise an feste Nahrung gewöhnt werden. Sobald sie ein Gewicht von etwa 30 Kilogramm erreichen, ziehen sie in den Maststall, der seit 1998 etwa einen Kilometer vom Hof Kortenbruck entfernt liegt. Inzwischen wurde direkt neben dem damals zuerst gebauten Stall ein zweiter errichtet.


Schweine im Maststall.
Im neuen Stall erhalten die frisch angekommenen Ferkel zunächst zwei Stufen von Ferkelfutter, bevor sie auf die regulären landwirtschaftlichen Produkte wie Getreide, Mais und Sojaschrot umgestellt werden. Auf dem Hof leben insgesamt etwa 220 Sauen, und es stehen rund 1.200 Aufzuchtplätze für Ferkel zur Verfügung.
In jedem Stall gibt es schwingende Futterkörbe und regelmäßige Strohduschen, die den Schweinen Beschäftigung bieten. Diese Tiere sind sehr intelligent und verfügen über eine hohe Problemlösungsfähigkeit, ein ausgeprägtes soziales Bewusstsein und eine bemerkenswerte Lernfähigkeit. Schweine zeigen zudem unterschiedliche Charaktere: Einige sind aufgeschlossen, während andere eher zurückhaltend sind; es gibt sowohl Schlaumeier als auch Desinteressierte. Außerdem können sie Mitgefühl empfinden. Ihre Kommunikation erfolgt durch verschiedene Laute und ihren Rüssel, mit dem sie sich nicht nur am Geruch erkennen, sondern auch ertasten oder gegenseitig massieren.
Schlussendlich lässt sich sagen dass der Tag des Schweins, am ersten März, eine wunderbare Gelegenheit bietet, die Bedeutung der faszinierenden Tiere in der Landwirtschaft und in unseren Kulturen zu würdigen.
Text und Fotos von Marie Müller
Am Samstag wurden die ersten Uferschnepfen des Jahres im Ochsenmoor gemeldet. Jetzt muss der Winter so langsam das Feld räumen 😉

Ein kleines Wesen, welches unter der Erde lebt und heimlich das Leben auf unserem Planeten beeinflusst. Ein Meister im Kompostieren, der Bodenbearbeitung und ein unverzichtbarer Teil unseres Ökosystems.
Um wen könnte es sich handeln?
Natürlich um den Regenwurm!
Heute am Tag des Regenwurms, tauchen wir ein kleines bisschen in seine unscheinbare Welt ein.
In Deutschland gibt es über 40 verschiedene Arten von Regenwürmern, während weltweit sogar mehr als 3.000 Arten bekannt sind. Besonders bekannt sind der Tauwurm (Gemeiner Regenwurm (Lumbricus terrestris)) und der Kompostwurm (Eisenia fetida). Der häufigste Vertreter unter ihnen ist jedoch der Tauwurm, der mit einer Länge von 12 bis 30 Zentimetern unter Wiesen, Gärten und Obstplantagen lebt. Sein charakteristisches Aussehen zeichnet sich durch ein rötliches Vorderende und ein blasseres Hinterteil aus. Die Gänge dieses Wurms können bis zu drei Meter tief in den Boden reichen.
Der Kompostwurm hingegen ist mit einer Länge von 4 bis 14 Zentimetern etwas kleiner. Er präsentiert sich in einem leuchtenden Rot, das von gelblichen Ringen um seinen Körper akzentuiert wird. Dieser Wurm findet sich fast ausschließlich in Komposthaufen, da er Erde benötigt, die reich an organischem Material ist – ein wahres Festmahl für ihn!

Der Mist- und Komposthaufen ist ein Nährstoffparadies !
Er gräbt, kompostiert und düngt fast jeden Garten. Im Zersetzungsprozess sorgt er dafür, dass wichtige Nährstoffe aus abgestorbenen Pflanzen wieder in den Boden gelangen. Und somit sorgt er nicht nur für einen schönen Garten, sondern auch für einen produktiven Ackerboden.
Zusätzlich gelten seine kleinen unterirdischen Gänge als hervorragender Wasserablauf und Wurzeln können sich besser entfalten.
Für Tiere wie die Amsel, den Dachs oder den Igel ist der kleine Wurm ein Grundnahrungsmittel. Er ist leicht zu fangen und reich an lebensnotwendigen Stoffen.
Doch unsere kleinen Helden sind bedroht! Mehr als 50% der in Deutschland vorkommenden Arten stehen mittlerweile auf der Roten Liste. Gründe dafür sind beispielweiseLandnutzungsänderungen, also intensive Landwirtschaft oder Urbanisierung. Zusätzlich stellen Bodenverdichtungdurch schwere Maschinen und der Einsatz von Pestiziden, die die Gesundheit der Regenwürmer beeinträchtigen, ebenfalls bedeutende Bedrohungen dar.
Um die kleinen Nützlinge zu unterstützen reicht es schon, einige Pflanzenreste einfach liegen zu lassen. Zusätzlich kann man auch Beete mit Stroh, Grasschnitt oder Holzschnitzeln mulchen. Auf diese Weise kann jeder dem Regenwurm ein vielfältiges Nahrungsangebot bereitstellen, während er gleichzeitig die Qualität des Gartens verbessert.
Der Tag des Regenwurms bietet eine wertvolle Gelegenheit, die entscheidende Rolle dieser oft übersehenen Organismen in unserem Ökosystem zu würdigen. Regenwürmer sind nicht nur unverzichtbare Bodenbearbeiter, sondern tragen auch maßgeblich zur Verbesserung der Bodenqualität und zur Förderung der Pflanzenvielfalt bei. Indem wir ihr Habitat schützen und ihre Lebensbedingungen optimieren, leisten wir einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Umwelt. Lassen Sie uns an diesem Tag das Bewusstsein für die Bedeutung der Regenwürmer schärfen und ihren unermüdlichen Einsatz für unsere Natur anerkennen.
Foto: Marie Müller