Fotos, Beobachtungen und Infos aus der Dümmerniederung
Kategorie: Beobachtungen
Hinweis: Es hat sich herausgestellt, dass viele Beobachter unterschiedliche Gebietsbezeichnungen verwenden. Um die räumliche Zuordnung der Beobachtungen zu vereinfachen, haben wir zwei Karten mit Gebietsnamen erstellt, die wir Ihnen gerne zur Nutzung an die Hand geben möchten. Sie finden die Karten hier: Detailkarte Dümmer und weitere Gebiete
Um das Brutgeschehen am Horst der Seeadler besser einschätzen und so jedwede Störung in kritischen Phasen vermeiden zu können, hat die NUVD im Rahmen des Kooperationsvertrages mit dem NLWKN im Dezember 2019, also vor Beginn der Balz, eine Wildkamera am Nachbarbaum installiert. Der Akku und die Speicherkarte der Kamera sollten möglichst bis zum Ausflug der jungen Adler durchhalten. Deshalb war die Kamera nur jeweils von 10 bis 12 Uhr scharfgeschaltet. Das heißt, nur Bewegungen innerhalb dieser Zeitspanne lösten die Kamera aus. Die Bilder wurden dann an ein Handy geschickt, sodass der Bereich des Horstes zur Abfrage nicht betreten werden musste.
Trotz der zeitlichen Beschränkung ermöglichen die Aufnahmen schöne Einblicke in das Geschehen am und im Horst. Hier eine kleine Bildauswahl.
Eine der ersten Aufnahmen eines Seeadlers am Horst zeigt mehr oder weniger den Ausgangszustand des Nestes vor der Brut. Die Ausbesserungsarbeiten beginnen meist schon im September. Auch durch Wind verursachte Bewegungen lösen die Kamera aus.Der Rand des Horstes wird weiter erhöht. Anfang März wird es spannend: ein dritter Adler ist am Horst aufgetaucht.Die Adler ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Die Aufnahmen zeigen wiederholt Paarungen.Ab dem 13. März zeigen die Bilder immer wieder, dass ein Adler für längere Zeit auf dem Nest sitzt. Ab dem 21. März ist auf jeder Aufnahme ein Adler im Horst. Auf diesem Bild vom 14. März wurde Polstermaterial zum Nest gebracht. Nun wird gebrütet und jedem Wetter getrotzt. Die Bebrütungsdauer beträgt bei Seeadlern 38 bis 42 Tage. Inzwischen ist die Natur ringsum erwacht und die Brut war erfolgreich. Bei genauem Hinsehen ist hier zu erkennen, wie ein Küken gefüttert wird. Hier ist ein Küken fast vollständig zu sehen. Es sitzt links von den stolzen Eltern am vorderen Rand des Horstes. Die erste Aufnahme, auf der zweifelsfrei zwei Küken zu erkennen sind (eines direkt neben dem Stamm in der Bildmitte, das zweite links daneben im Schatten des Altvogels). Sie scheinen beide gleich groß zu sein.Für das Nest wird immer wieder neues Polstermaterial eingetragen, hier frisches Gras. Mitte Mai haben die Küken schon ordentlich zugelegt und die Schwungfedern kommen durch. Die Nistmulde ist inzwischen angefüllt und fast so hoch wie der Rand.Anfang Juni sind die beiden Jungvögel kaum wieder zu erkennen. Das Dunenkleid ist verschwunden. Einer der Altvögel hat sich als Schattenspender in Position gebracht. Die jungen Adler trainieren täglich ihre Flugmuskulatur. Erste Erfolge zeigt dieses Bild. Zwei Wochen später wird immer noch trainiert.Bei 28°C hängen die Zungen aus dem Hals.Das sieht doch schon fast nach Aufbruch aus … … doch auch am letzten Tag der Aufnahmen sind die jungen Seeadler noch im Horst. Zum ersten Mal ist zumindest das Klettern auf einen Ast zu sehen. Die Nestlingsdauer inklusive Ästlingsstadium beträgt laut Literatur 80 bis 90 Tage. Davon geht das Ästlingsstadium etwa von der 8. bis zur 12. Woche. Nach dem 29. Juni hat die Stromversorgung der Wildkamera leider versagt. Die Kamera wurde Mitte Juli wieder entfernt, zu diesem Zeitpunkt war der Horst verlassen.
Alle Fotos: per Wildkamera in Kooperation mit dem NLWKN
(Kohl-)Meisen sind nicht wählerisch bei der Wahl eines Brutplatzes. Das zeigen sie hier mit der Wahl einer Kleinkläranlagen-Entlüftung. Immerhin ist das Plätzchen trocken und auch tief genug, um vor Marder- und Katzenpfoten geschützt zu sein.
In Hüde wurden drei Storchenpaare fotografiert, die Nester ohne Nisthilfe errichtet haben.
Auf dem Dach …… hat es funktioniert.Ganz oben auf einem gekappten Baum …… hat es auch geklappt.Und bei genauem Hinsehen zeigt sich, …… auch in diesem Baum …… ist ein neues Storchennest.
Udo Effertz machte am 29.04. folgende Beobachtungen:
Zwischen 20 und 30 Trauerseeschwalben hielten sich an der Wasserfläche im OM auf. Zählen war nicht möglich (zu weit weg und zu schnell bei der Futtersuche). In der Südbucht sind z.Z. erfreulich viele Haubentaucher (16Ex.) zu beobachten.
Auch von der doch viel befahrenen Haßlinger Straße und der Zufahrt zur Hunte (westl. „Ochsenmoorgraben II“) aus kann man sehr viel beobachten. Das Wiesenschaumkraut ist in diesem Jahr früh in Blüte, da ich aber am Samstag in Hagewede schon den Kuckuck rufen hörte, darf es fotografiert werden.