Kranichzug

In den vergangenen Tagen war ein sehr starker Kranichzug über der Dümmerniederung zu verzeichenen. Etwa 58.000 Kraniche haben die Region Richtung Süden verlassen um wärmere Gefilde aufzusuchen.

Während ab Montag etwa 25.500 Kraniche, auch über dem Dümmer, über die Osnabrückroute nach Süden zogen, waren es am Mittwoch nocheinmal 32.500 Kraniche. Damit haben sich die hiesigen Rastbestände sicherlich gelichtet, ob noch Nachzügler aus dem Norden zum Rasten hierherkommen, bleibt abzuwarten.

Kraniche in Zugformation auf den Weg nach Süden (Foto: Werner Brinkschröder).

Schwarzhalstaucherküken die Zweite

„Die beiden Schwarzhalstaucher-Brutpaare im Ochsenmoor gedeihen prächtig“, weiß Werner Brinkschröder zu berichten. Er hofft, dass der Wasserstand in aktueller Höhe erhalten bleibt. Es wird sich zeigen, welche Auswirkungen die hohen Temperaturen dieser Tage auf den Wasserstand in den Flächen haben werden.

Fotos: Werner Brinkschröder

Blühwiesen

Wer gerne Insekten beobachtet, der hat jetzt die Chance dazu. In den Blühstreifen und auf Blumenwiesen wimmelt es zur Zeit vor Insekten, die den Nektar der Pflanzen begehren. Dabei erfüllen sie ganz nebenbei ihren eigentlichen Zweck für die Blumen, sie bestäuben sie und unterstützen so die Ausbreitung.

Hummel im Blühstreifen (Foto: W. Vogel).

Der Moorochse ruft!

Die Rohrdommel, wie der Vogel eigentlich heißt, kann aktuell am Dümmer belauscht werden. Ein guter Standort dafür ist u.a. das Westufer in der Nähe der Huntebrücke, dort ist auch diese Aufnahme in den Abendstunden entstanden:

Aufnahme: Christian Vogel

Dieser dumpfe Ruf hat ihr den Beinamen Moorochse eingebracht. Es ist übrigens deutlich leichter die Rohrdommel zu hören, als sie zu beobachten.

Viele Kampfläufer

Udo Effertz berichtet von der größten Ansammlung von Kampfläufern, die er bisher gesehen hat. Im Ochsenmoor konnte er gestern einen Trupp von 400 bis 500 Exemplaren beobachten. Da die Tiere beim Zählen aufflogen (bei 380), gibt es nur den Schätzwert. Ansätze des Federkragens der Männchen waren bereits zu erkennen und gebalzt wurde auch schon.

Kampfläufer (Archivbild: Heiner Härtel)

Sturmschaden

Der Sturm hat vergangende Woche den einen oder anderen Schaden angerichtet. So hat er auch diese alte Buche umgeweht, die sowohl ein Dohlennest enthielt, welches offensichtlich schon länger genutzt wurde, als auch einen Bienenstock. Alte Bäume sind Lebensraum für viele Tiere und wenn der Verlust solcher Bäume ärgerlich für die Tierwelt ist, so ist es in diesem Fall ein natürlicher Prozess.

Das Dohlennest, oben sieht man das aktuelle Nest und das schwarze ist Erde, die durch die Verottung der alten Nester entstanden ist.
Bienenwaben im gesplitterten Stamm.
Und noch mehr Bienenwaben.

Kranichzug über der Dümmerniederung

Kraniche auf ihrem Weg in die Brutgebiete (Foto: Werner Brinkschröder).

Am vorgestrigen Tage, dem 02. März 2021, war wieder intensiver Kranichzug im Dümmer-Gebiet und auf der „Osnabrücker Route“ zu beobachten.

Allein am Dümmer wurden in den Mittags- und Nachmittagsstunden ca. 1.350 in Richtung Ost ziehende Kraniche beobachtet.

(Text: Werner Brinkschröder).

Schilfpolder Paludikultur

Der NLWKN plant im Rahmen des Verbundprojekts „Produktketten aus Niedermoorbiomasse“ die Anlage von zwei Erprobungsflächen zur Erzeugung von Biomasse. Dies soll in Form von „Paludikultur“, also durch die wirtschaftliche Nutzung sumpfiger bzw. mooriger Standorte mit angepassten Pflanzen erfolgen. Dazu ist am Westufer des Dümmers eine Versuchsfläche für den Anbau von Rohrkolben geplant. Der Versuchsschilfpolder am Schäferhof soll zur Gewinnung von Biomasse aus Schilf genutzt werden.

Gestern wurde der Schilfpolder mit einem Pistenbulli mit Lademulde vorbereitend gemäht. Welche Maßnahmen dort in diesem Jahr umgesetzt werden können, steht aber noch nicht genau fest.

Weitere Informationen gibt es hier:
NLWKN Kompetenzstelle Paludikultur
www.paludikultur-niedersachsen.de

Text und Fotos: Marcel Holy