Der etwa 8 cm große, schöne und beeindruckende Käfer mit ca. 10 cm langen Fühlern ist in sonnenexponierten Eichen mit mulmigen Stellen zu Hause. Weil seine Larven in 3-5 Jahren das Holz bis zum Kern durchbohren, wurde er lange bekämpft und gilt heute in Deutschlands Nutzwäldern als stark gefährdet. Dieses Exemplar wurde in Ligurien, Italien gefunden.
Diese eindrucksvolle bis zu 12 cm große Raupe möchte einmal als Windenschwärmer ausfliegen. Dieser eher im Süden beheimatete Nachtschwärmer und Wanderfalter gehört zu den besten Fliegern unter den Schmetterlingen und versenkt im Flug seinen langen Rüssel tief in die Blüten der Ackerwinde und Zaunwinde. Jedes Jahr zwischen Mai und Juni wandern diese Falter bei uns in Mitteleuropa ein. Ab Juli sind die Raupen zu finden, die sich zum Verpuppen im Boden vergraben. Die im September/Oktober aus den Puppen schlüpfenden Windenschwärmer fliegen entweder in den Süden zurück oder sterben beim Versuch zu überwintern. Eine Überwinterung als Raupe kann in Mitteleuropa ebenfalls nicht gelingen.
Die Raupen treten in sehr unterschiedlichen Farbvarianten auf. Das Foto entstand bereits Anfang August nahe des Randgrabens.
Schwachgezeichnete grüne Farbvariante des Windenschwärmers (Foto: Uta Lansing)
Es braucht wahrscheinlich einen zweiten Blick, um zu erkennen, dass die folgenden beiden Fotos an genau derselben Stelle aufgenommen worden sind. Während das erste Bild im März den höchsten Wasserstand im Graben II zeigt, ist im Juli in Bild zwei davon nichts mehr zu sehen. Inzwischen sind schon viele Flächen im Ochsenmoor gemäht, was nur möglich ist, wenn diese nicht zu nass sind.
Ochsenmoor-Graben II am 8. März 2022Ochsenmoor-Graben II am 19. Juli 2022
Auch wenn es zurzeit keinen angesäten Blühstreifen auf unserer Bienenwiese in Hüde gibt, lassen sich doch einige schöne Blüten entdecken.
Im Zuge der Umgestaltung des hinter der Fläche liegenden Bereiches um des Regenrückhaltebecken herum ist aber geplant, für noch mehr Blüten zu sorgen.
Rosen-Malve Rosen-MalveFlockenblume Johanniskraut – nicht zu verwechseln mit dem giftigen Korbblüter Jakobs-Kreuzkraut.Schwarze KönigskerzeWiesen-Labkraut
Trauerschnäpper mögen Nistkästen und ziehen diese natürlichen Höhlen sogar vor. So können sie nicht nur alte Wälder mit vielen Baumhöhlen besiedeln, sondern sind bei ausreichendem Nistkastenangebot auch in jüngeren Baumbeständen, Parks und Gärten zu finden. In Hüde haben sie sich ein handbemaltes Exemplar ausgesucht und ziehen dort nun ihre Brut groß.
Nachdem wir vor einem Monat einen Blick ins Storchennest in Sandbrink geworfen haben, schauen wir nun noch einmal nach. Das Bild ist bereits Ende letzter Woche aufgenommen worden. Die drei Storchenkinder scheinen alle genug zu essen zu bekommen.