Auch bei Nieselregen und schlechtem Wetter können interessante Beobachtungen gemacht werden. So wurde dieser Flussuferläufer am Westufer in der Nähe des Olgahafens entdeckt. Er ist keine Rarität am Dümmer, „aber für diese Jahreszeit doch eine ganz nette Beobachtung“, wie der Fotograf schreibt.
Weltweit gibt es 11 Arten von Baumläufern, in Deutschland nur zwei – der Waldbaumläufer und der Gartenbaumläufer. Diese beiden Vögel auseinander zu halten ist allerdings gar nicht so einfach, sie sehen einfach sehr ähnlich aus. Am einfachsten ist die Unterscheidung anhand ihres Rufes, ihrer Stimme. Der Lebensraum kann auch einen Hinweis auf die jeweilige Art geben. Der Gartenbaumläufer bevorzugt Parks, Mischwälder und Streuobstwiesen, der Waldbaumläufer hingegen ist eher in Nadelwäldern anzutreffen.
Im Boller Moor und Lange Lohe rasten viele Sing- und Zwergschwäne. Da wo sonst sehr viele dieser nordischen Gäste überwintern, halten sich aktuell nur vereinzelte auf, vielleicht sind die warmen Temperaturen daran Schuld.
Singschwäne im Boller Moor
Die großen Einzelbäume im Gebiet werden intensiv von Kleinvögel als Zwischenstopp genutzt. Die Schattenseite, besonders für die Wiesenvögel im Frühjahr und Sommer, diese Bäume dienen auch als Sitzwarte für Greifvögel.
Solitärbaum im Boller Moor
Auf einer eingezäunten Fläche grasen diese Pferde als Landschaftspfleger. Diese Konikpferde wurden lange als die letzten Überlebenden der osteuropäischen Wildpferde gehalten, genetische Studien scheinen dies allerdings widerlegt zu haben. Nichtsdestotrotz gibt es in Osteuropa auch heute noch wilde (verwilderte) Herden dieser Rasse.
Konikpferde als Landschaftspfleger Fotos: Jürgen Richter
Im Ochsenmoor sind sie viel zusehen, wie sie auf den Zaunpfhälen sitzen oder rüttelnd in der Luft stehen, die Turmfalken. Sie suchen jetzt nach Mäusen und anderen Kleingetier um die kalten Monate gut zu überstehen, die kurzrasigen Flächen kommen ihnen dabei sehr entgegen.
Das sieht man auch nicht alle Tage, ein Wildschwein schwimmt ganz gemütlich durch die Südbucht. Das Wildschwein startete ungefähr auf Höhe der Komoraninsel und schwamm fast bis zur Vogelwiese auf der anderen Seite, das ist eine Distanz von ca. 850 m.
Während der Winterrevier-Kartierung der Raubwürger im Steinfelder Moor reichte die Handykamera zwar nicht für Fotos vom „Zielobjekt“ aus, die Himmelsspiegelungen in den Wasserflächen boten aber auch ein schönes Bild.
Kranich: Wintergast, Zugvogel oder DurchzüglerRaubwürger: Brutvögel sind Jahresvogel, meist sind Raubwürger jedoch Durchzügler oder Wintergast.Zwergsäger: WintergastDie Zwergsägermännchen…… strahlen in voller Pracht.
Die Gänseschar wird bunter. Ein Besuch im Ochsenmoor zeigt, dass immer mehr nordische Gäste sich dort aufhalten. Graugänse, wenige Saatgänse und zwischen den tausenden Blässgänsen auch 22 Nonnengänse und 6 Kanadagänse.
Außerdem …
… wurden die ersten Kiebitze entdeckt (ca. 53 Exemplare) .
Das Bild ist zwar leider unscharf, die Hirschkäferlarve ist dank ihrer Größe dennoch nicht zu übersehen. Bei der Vorbereitung der Fläche für Honigbienenstöcke auf unserer Bienenwiese an der Musikakademie in Hüde tauchte dieses Exemplar im Hackschnitzelhaufen auf. Nachdem sie sich 5 bis 8 Jahre von feuchtem, morschem und verpilztem Holz ernährt haben, bauen sich Hirschkäferlarven Puppenwiegen aus Erde und Mulm in 15 bis 20 Zentimeter Tiefe.