Endlich unbegrenzt Futter und Platz, aber ein Dach über dem Kopf bei Regen hatte vielleicht auch seine Vorteile. Und ein Drahtgitter, das einen vor Fuchs und Marder schützte, auch…
Fotografiert im Ochsenmoor.

Fotos, Beobachtungen und Infos aus der Dümmerniederung
Vögel, Säugetiere, Insekten… Hier geht es tierisch zu.
Auf und am Dümmer eher selten, bzw. oft nur in kleineren Trupps zu beobachten ist die Saatgans. Aber auch dieser Wintergast ist mit mehrere tausend Vertretern in der Umgebung anzutreffen. Besonders auf den abgeernteten Feldern finden sich oft große Ansammlungen ein.
Diese Aufnahme vom Alfsee zeigt mehrere Saatgänse mit ihren charakteristischen dunklen Schnabel mit orangener Binde.

Häufig als Wintergast in der Dümmerniederung anzutreffen sind die Zwerg- und Singschwäne. Diese Vögel brüten überwiegend in der Tundra und verbringen den Winter in Nordwest- und Mitteleuropa. Einzelne Bruten des Singschwans wurden bereist in Ostdeutschland nachgewiesen.


Auf diesen beiden Fotos kann man sehr gut den Unterschied zwischen jungen und alten Kranichen sehen.
Der Jungvogel (oberes Foto) zeigt ein noch nicht so farbenprächtiges Gefieder, vor allem am Kopf, wie der Altvogel (unteres Foto). Auch im zweiten Jahr ist das Kopfmuster noch nicht ausgebildet.
Zusätzlich hat der junge Kranich noch keine stark ausgeprägten Schirmfedern, die am Hinterende buschig überhängen.


Dieser weitgereiste Geselle wurde in Finnland beringt. Und wieder verraten uns die Ringe seine Herkunft. In diesem Fall kann über die Farbcodierung der sechs Ringe das Individuum genau bestimmt werden.

Die Farbcodierung exestiert beim Kranich genau einmal weltweit, dazu sprechen sich die Beringungseinrichtungen international ab. Die Individuenmarkierung ermöglicht der Forschung verschiedene Fragestellungen zu beantworten, z.B. ob alle Zugvögel einer Population die gleichen Zugrouten und Überwinterungsgebiete nutzen.
Es werden allerdings nicht immer Farbcodierungen zur Individuenmarkierung eingesetzt. Bei Graugans und Höckerschwan können unter anderem große Halsringe beobachtet werden, beim Mäusebussard auch mal Flügelmarken und es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, wie z.B. die vor kurzem veröffentlichte Lachmöwe und Sturmmöwe zeigen.
Die Löffelente bevorzugt zur Brut flache, nährstoffreiche Gewässer mit viel Vegetation und Moorgebiete mit offenen Wasserflächen. Somit ist sie im Frühjahr als Brutvogel durchaus am Dümmer zu beobachten.
Richtig viele Löffelenten sind aber erst im Spätsommer/Herbst am Dümmer zu sehen, wenn dann Ansammlungen von über 5.000 Tieren zur Rast in der Dümmerniederung einfallen.
Zu der kalten Jahreszeit bevorzugen Löffelenten Salz- und Brackwasser und tauchen in Deutschland eher an den Küsten auf, aber auch da nur vereinzelt. Als frostempfindliche Entenart zieht es die Löffelente in wärmere Gegenden in Europa.
Das Foto zeigt eine männliche Löffelente:
Foto: Werner Brinkschröder
…und nun kommen sie langsam. Die Anzahl der Gänsescharen und -trupps in der Dümmerniederung vergrößert sich stetig. Diese Fotos zeigen wenige Saatgänse, einige mehr werden am Dümmer noch erwarten. Allerdings wird deren Zahl nicht an die zehntausenden zu erwartenden Blässgänse heranreichen. 

Und gleich die nächste Möwe hinterher.
Die Sturmmöwe EM36 ist ebenfalls ein alter Bekannter am Dümmer und konnte jetzt nach einiger Zeit der Abwesenheit am Ostufer fotografiert werden. Auch hier ist natürlich der Ring wieder ausschlaggebend für die Bestimmung des Individuums.

Hinter diesem Kürzel versteckt sich eine beringte Lachmöwe aus Polen. Diese hält sich seit dem 03.08.2018 wieder am Dümmer in der Nähe des Seglerhafens am „Baggerloch“ auf, genau wie im September und Oktober 2017. Aufgrund des Ringes am rechten Ständer kann das genau dokumentiert werden.
