Der Kolkrabe

Der Kolkrabe ist mit ca. 65 cm größe und bis zu 1,40 m Flügelspannweite der größte Singvogel der Welt. Er wird an die 1.400g schwer und ist Allesfresser mit Vorliebe für Aas. Er hat außer Mensch und Uhu keine Feinde. Der einzige Unterschied zwischen Männchen und Weibchen besteht darin, dass das Weibchen größer und schwerer ist. Sie kommen in ganz Europa und weiter nördlich der Erdhalbkugel vor. Hier vermehren sie sich mit einer Jahresbrut, in der das Weibchen 3-6 Eier legt und diese meistens ohne das Mänchen 21 Tage lang ausbrütet. Die Nestlingszeit beträgt ca. 45 Tage und danach werden die Jungen noch mindestens 55 weitere Tage versorgt. In dem Jahr 2015 hatten wir in Niedersachsen 2.500 Brutpaare und somit sind die Kolkraben auch nicht mehr gefährdet. Oftmals liegt das mehrjährig genutzte Nest der bis zu 30 Jahre alt werdenden Vögel auf Strommasten. Die intiligenten Vögel legen sich nicht nur eigene Vorräte für schlechte Zeiten an, sondern plündern auch gerne mal die von anderen Tieren wie zum Beispiel die von Fuchs oder Wachbär. Außerdem können sie auch andere Vogelstimmen oder Geräusche aus der Umgebung nachmachen. Das besondere bei den Kolkraben ist das jede Familie eine etwas andere Sprache spricht.

Jannis Bothmer

Am 06.11.2019 4 Kolkraben im Hüder Moor

Rotdrossel

Die Rotdrossel ist mit 21 cm Körpergröße und 41 cm Flügelspannweite die kleinste Drossel bei uns in Deutschland. Sie wiegt ca. 55g – 70g, dabei ist das Männchen immer etwas kleiner und leichter als das Weibchen. Hier in Mitteleuropa ist ihr Winterquatier. Sie ist von Oktober bis ende März bei uns. Den Sommer verbringt sie in Skandinavien, Schottland und Sibirien. Dort hat sie 2 Jahresbruten von April bis Juni. Jeweils legt sie 4-6 Eier und brütet diese 14 Tage lang aus. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Würmern und Beeren. Als Feinde hat sie im Sommer meistens Sperbereule und Merlin. Bei uns muss sie sich vorallem vor Sperbern, Falken ,Elstern Madern und Eichhörnchen in acht nehmen.

Jannis Bothmer, zurzeit Praktikant bei der NUVD

Raubwürger im Winterrevier

Dieser eigentlich weitverbreitete Vogel ist bei uns relativ selten geworden, vor allem als Brutvogel. Er bevorzugt in erster Linie Heide- und Moorflächen mit weiter Feldflur und einzelnen Baumgruppen.

Als Wintergast ist er vom aufmerksamen Beobachter noch recht häufig in seinen Revieren anzutreffen. So wurde auch dieser Raubwürger im Ochsenmoor gesichtet und fotografiert.

Fotos: Werner Brinkschröder

Fuchs, Du hast die Gans gestohlen

Vogelscheuchen aus Säcken haben sich als nicht sonderlich effektiv erwiesen, um Gänse oder Schwäne von Ackerflächen fernzuhalten, wie auch das folgende Bild zeigt.

Neu sind nun die an verschiedenen Stellen zu sehenden Füchse, die mal nur als Silhouette, mal mit passender Farbgebung, zum „Gänseschreck“ werden sollen. Die Zeit wird zeigen, wann der Trick durchschaut wird.

Fotos: M. Holy

Es wird nass

Die ergiebigen Regenfälle der letzten Tage und Wochen haben dazu geführt, dass sich zumindest „optisch“ ein wenig winterliche Normalität in der Dümmerniederung einstellt; die Gräben sind voll und die Wiesen stehen zum Teil unter Wasser.
Wie sich die lange Trockenphase auf Flora, Fauna und die organischen Böden ausgewirkt hat, wird sich zeigen…

Wenig weihnachtliches Ochsenmoor am Heiligabend.