Fotos, Beobachtungen und Infos aus der Dümmerniederung
Kategorie: Beobachtungen
Hinweis: Es hat sich herausgestellt, dass viele Beobachter unterschiedliche Gebietsbezeichnungen verwenden. Um die räumliche Zuordnung der Beobachtungen zu vereinfachen, haben wir zwei Karten mit Gebietsnamen erstellt, die wir Ihnen gerne zur Nutzung an die Hand geben möchten. Sie finden die Karten hier: Detailkarte Dümmer und weitere Gebiete
Um zu schauen, wer sich blicken lässt, wurde vom 11. bis zum 29. November 2019 ein tot gefundenes Reh mit einer Wildkamera überwacht. (Datum und Zeit wurden an der Kamera nicht eingestellt, darum passt der Bildstempel nicht.) Und wer ließ sich blicken?
Dieser Mäusebussard stellte sich als Stammgast heraus. Er kam bis zum letzten Tag der Überwachung sowohl bei Tageslicht als auch bei Dunkelheit und ist auf den meisten der Fotos zusehen.Der Kolkrabe wurde nur bei einem Besuch abgelichtet.Die Schleiereule hat sich den Kadaver anscheinend nur kurz angesehen, ohne sich niederzulassen.Eine Elster wurde bei zwei kurz aufeinanderfolgenden Besuchen erwischt. Eventuell wurde sie zwischendurch vom Mäusebussard vertrieben.Wildkameras funktionieren leider meist nicht zuverlässig. So wurden die anscheinend sehr ereignisreichen Besuche von Marderhunden -oder eines Marderhundes- lediglich bei dessen Abgang vom Ort des Geschehens registriert. Der Kadaver konnte sogar mehrfach unbeobachtet bewegt werden.
Kein gutes Foto, da nachts mit dem Handy im Scheinwerferlicht des Autos fotografiert, aber zur Dokumentation dieser netten Beobachtung im Ochsenmoor reicht es.
Ausgedehnte Moorheidebestände mit KrähenbeereDie Trockenheit ist allgegenwärtig. Im Hintergrund fruchtet das Wollgras. Nicht ganz scharf, aber man kann den Seeadler erkennen… Ein anderer Vogel, zwar kleiner, aber deutlich näher dran. Wer errät es..? Es ist eine Sumpfohreule – eine nette Überraschung. Das direkte Nebeneinander von Abtorfung und Wiedervernässung.Ein Löffelerpel in einer Wiedervernässungsfläche. Weiter entfernt waren auch Brachvogel, Kiebitz und Rotschenkel zu hören. Wiesenpieper, Feldlerche und Schwarzkelchen waren auch mehrfach entlang des Weges zu beobachten bzw. zu hören.Der Größe des Zahnabrucks nach, war es eher ein marderartiges Tier, das dieses Entenei gefressen hat. Neben älterer Wolfslosung… …fand sich auch frische.Hoffentlich bringt die genommene Genetikprobe Aufschluss darüber, welcher Wolf hier markiert hat. Fotos: Marcel Holy
Glutz von Blotzheim schrieb noch im Handbuch der Vögel Mitteleuropas zu den Neststandorten der Graugänse: „Neststand: An möglichst unzugänglichen Stellen, auf altem niederliegendem Rohr, auf Kaupen oder auch anderen etwas erhöhten Stellen inmitten von Schilf- und Rohrkolbendickicht.“
Glutz von Blotzheim, Urs N. (Hrsg.) und Bauer, K. M. (Bearb.) Handbuch der Vögel Mitteleuropas, Bd. 2. Anseriformes. – (Teil 1). – 2., durchges. Aufl. – 1990, Wiesbaden: Aula-Verl.
Inzwischen stellt sich die Situation etwas anders da:
Brütende Graugans mitten auf einer Wiese neben einem alten Holzpfahl.Brütende Graugans am Graben neben der Einbahnstraße im Ochsenmoor.Brütende Graugans auf einer kleinen Landzunge im Dümmer.Und die gleiche Situation an einer anderen Stelle noch einmal.Brütende Graugans im Weidendickicht (kleines Suchbild).Brütende Graugans am Lohneabfluß auf eine Landzunge.
Fotos: Christian Vogel
In den letzten Jahren hat sich die Graugans bei der Neststandortwahl ein wenig weiterentwickelt und nimmt jetzt auch gerne Nistplätze außerhalb des Schilfes an freizugänglichen Orten an. Ein Grund könnte die geringe Prädatorendichte rund um den Dümmer sein.
Die beiden im Juni 2016 am Dümmer beringten Graugänse halten die Ehe aufrecht und scheinen das Gebiet laut geese.org bisher nicht für längere Zeit verlassen zu haben. Am 8. 3. hielten sich die Gänse im Hüder Fladder auf.
Der weiße Halsring ist ein GPS Sendern an der Gans und der gelbe Halsring ist dem Ganter zuzuordnen. Die GPS-Daten können mit Verzögerung unter diesem Link eingesehen werden.
Foto: Werner Brinkschröder Text: Werner Brinkschröder und Christian Vogel
Südliches Ochsenmoor am 6.3.19 68 Uferschnepfen und am 8.3.19 mindestens 92 Exemplare. Im nördlichen Ochsenmoor 3 Exemplare. 5 Rotschenkel im nördlichen Ochsenmoor.