Diese Woche haben wir die knapp 100 künstlichen Verstecke, die wir im Frühjahr für die Schlingnattererfassung im Goldenstedter Moor ausgebracht hatten, wieder eingesammelt. Es sind uns keine Schlangen mehr begegnet, aber Molche, Seeadler, Frösche, Raubwürger, Kraniche …
Hochwertiges Heu in Bioqualität (nicht zertifiziert) abzugeben.
Nur an Selbstabholer…
Wer keine Rundballen braucht, kann auch Heu selbst in Eck- oder Quaderballen pressen… Aber bitte keine Spuren in die Flächen fahren…
Und jetzt ohne Sarkasmus; dieses Jahr hat es Gott sei Dank noch einigermaßen geklappt, die Flächen zumindest einmal zu mähen bzw. zu beweiden, sodass die Kurzrasigkeit, die im kommenden Frühjahr essenziell für die Wiesenvögel ist, größtenteils hergestellt werden konnte. Es sah zwischenzeitlich nicht so aus, als würde das noch so klappen. Nur auf einzelnen Flächen wurde so schlechter Aufwuchs geerntet, dass er entsorgt werden musste und in der großen Polderfläche im Ochsenmoor wird es im Moment schwierig, das letzte Mähgut zumindest noch zu pressen bzw. die bereits gepressten Ballen abzufahren.
Wir wurden ja erfreulicherweise als Projektgebiet im Verbundvorhaben „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern“ ausgewählt. Momentan sind wir unter anderem damit beschäftigt, Rebhuhnketten zu suchen, um die momentane Verbreitung und auch den Bruterfolg zu ermitteln. Dabei hilft einerseits die Wärmebildtechnik, da man damit die Rebhühner nachts auf offenen Flächen finden kann, andererseits muss man aber zur Ermittlung der Anzahlen von Jung- und Altvögeln die Bereiche tagsüber noch einmal aufsuchen, um mit Fernglas oder Spektiv anhand des Gefieders die Unterscheidung in jung und alt vornehmen zu können. Das gibt die Wärmebildtechnik nämlich nicht her. Dennoch sind die nächtlichen Sichtungen der Rebhuhnketten immer ein erfreuliches Ereignis.
Außerdem freuen wir uns über alle Sichtungsmeldungen von Rebhühnern aus dem Bereich Diepholz, Samtgemeinde Lemförde und Stemwede, um diese in unserem Projekt berücksichtigen zu können.
Bisher haben sich die Schlingnattern (Coronella austriaca) bei der diesjährigen Erfassung im Goldenstedter Moor rar gemacht. Maximal ein Rascheln und schnell im Gras verschwindende Schwanzspitzen ließen sich beobachten. Nun hat sich doch einmal ein Exemplar ganz freimütig aus dem Versteck gewagt. Es handelt sich um ein Jungtier von nur circa 15 cm Länge – das Video täuscht eventuell eine weitaus bedeutendere Größe vor 😉 Mit diesem Fund werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Vorkommensnachweis ✔ Reproduktionsnachweis ✔
Aufgrund der langen Regenphase in den vergangenen Wochen, ist der Grundwasserstand im Ochsenmoor wieder stark angestiegen. Durch das viele Wasser ist die diesjährige Heuernte bislang fraglich, da die Flächen kaum befahrbar sind. Die Heuernte im Ochsenmoor ist elementar für einen guten Pflegezustand und damit für die Eignung des Gebiets für Wiesenvögel im kommenden Frühjahr. Daher wird auf ein paar trockene und warme Tage gehofft, damit die Flächen ausreichend abtrocknen können, um die Heuernte durchzuführen.
Liebe Vogelbeobachter*innen, eure Mithilfe ist gefragt! Der NLWKN hat einen Aufruf zur Meldung beobachteter beringter Kampfläufer und Bekassinen gestartet:
Seit diesem Frühjahr werden Kampfläufer und Bekassinen am Dümmer mit Farbringen versehen. Diese Beringungen finden unter dem Besenderungsprojekt des LIFE IP GrassBirdHabitats statt. Die Kampfläufer bekomme vier Farbringe, je zwei pro Seite an der Tibia (über dem „Knie“). Einer dieser vier Farbringe ist ein gelber codierter Farbring, der unser Projekt kennzeichnet. Die Bekassinen haben auf der einen Seite einen weißen Farbring mit einer Kombination aus einer Zahl und einem Buchstaben am Tarsus (unter dem „Knie“) und auf der anderen Seite einen Metall- und einen uncodierten Farbring bekommen. Sollten noch Bilder von solch beringten Vögeln in der Kamera oder Notizen im Beobachtungsheft schlummern, würden wir uns über eine Meldung dieser Vögel freuen. Beobachtungen können an Christopher.Marlow@nlwkn.niedersachsen.de geschickt werden.
Jedes Jahr werden die Zusammensetzung und Entwicklung des Fischbestandes im Dümmer untersucht, um die Nahrungsverfügbarkeit für die Trauerseeschwalbe und andere fischfressende Vögel zu bewerten. Als Nahrungsgrundlage ist das Vorhandensein von Kleinfisch wichtig. Anfang Juli wurden deshalb Untersuchungen mit Kleinfischreusen in den umliegenden Gewässern und mit Multimaschennetzen im Dümmer durchgeführt. Durch die verschieden großen Maschen des Netzes werden das Größen- bzw. Altersklassenspektrum der Tiere abgebildet.
Flügelreuse mit Luft zum Atmen z.B. für Käfer (Foto: Marcel Holy)
Ende Juli wird zur Vervollständigung des Bildes noch eine Elektrobefischung an verschiedenen Strukturen im See durchgeführt. Die bisherigen Untersuchungen im See zeigten einen relativ geringen Bestand an Alanden, wie auch schon im letzten Jahr. In den Vorjahren war die Anzahl an Alanden in den Multimaschennetzen immer relativ hoch. Dafür sind in diesem Jahr erfreulich viele Barsche, Zander und Kaulbarsche ins Netz gegangen. In den Gewässern außerhalb des Dümmers scheint ausreichend viel Kleinfisch unterschiedlicher Arten vorhanden zu sein. Es wurden Moderlieschen und Stichlinge gefangen, die heimisch sind und als Nahrung für die Trauerseeschwalbe gut geeignet.
Moderlieschen Drei- und Neunstachliger StichlingSchlammpeitzger
Zusätzlich gingen Blaubandbärblinge in die Kleinfischreusen. Dabei handelt es sich um eine aus Asien stammende Art, die hier eigentlich nicht hergehört. Von der Größe her sind diese Fische aber zumindest als Nahrung für die Trauerseeschwalbe geeignet.