Bekassine mit Küken

Eine Bekassine, die zusammen mit ihrem Küken auf Nahrungssuche im Schlamm unterwegs ist, bekommt man nicht so häufig zu Gesicht. Mareike Wigger ist es Anfang Juli im Ochsenmoor gelungen. Und sie hat sogar diese schönen Fotos machen können.

Vielen Dank für die Einsendung!

Fotos: Mareike Wigger

Kampfläufer-Nachwuchs

Zu den Beobachtungshighlights im Ochsenmoor zählen im Frühling sicherlich die balzenden Kampfläufer. Mit ihrem auffälligen Gefieder sind sie bei ihren Showkämpfen in den Balzarenen schwer zu übersehen.

Geht es jedoch darum brütende Weibchen oder weibliche Kampfläufer mit ihrem Nachwuchs zu entdecken, wird es schwierig. Die Anzahl der balzenden Hähne lässt keine Rückschlüsse auf die Anzahl des Brutbestandes zu, denn nicht alle Männchen können sich verpaaren. Außerdem ist das Ochsenmoor für viele der Kampfläufer nur eine Zwischenstation auf dem Weg in ihre weiter nordöstlich gelegenen Brutgebiete.

Kampfläuferweibchen brüten einzeln, gut versteckt und sehr heimlich. Zur Nahrungsaufnahme entfernen sie sich vom Gelege und fliegen Nahrungshabitate an, um dort eilig zu fressen.
Die Küken werden nicht sehr eng geführt und schon nach 7-15 Tagen von der Mutter verlassen. Auch das macht eine Beobachtung schwieriger.

Dennoch gelingen seit einigen Jahren einzelne Kampfläufer-Brutnachweise im Ochsenmoor. Eine solche Beobachtung gelang Mareike Wigger an drei Tagen Anfang Juli im Ochsenmoor. Wir bedanken uns für die schönen Fotos und das Teilen dieser tollen Beobachtung!

Weil es ein so seltener Anblick ist, können ein paar mehr Bilder sicherlich nicht schaden. Viel Spaß beim Durchscrollen!

Junger Kampfläufer mit Rotschenkel im Hintergrund
Kampfläufer-Weibchen
Kampfläufer-Männchen

Kampfläufer-Weibchen und Jungvogel
Konflikt mit Kiebitz

Alle Fotos: Mareike Wigger

Antennen im Ochsenmoor

Vielen Ochsenmoor-Besuchern sind sicherlich die kürzlich aufgestellten Masten aufgefallen. Dabei handelt es sich um Empfänger für die Signale der Peilsender, mit denen Kiebitz-, Uferschnepfen- und Brachvogelküken ausgestattet werden. Früher mussten die Signale mit Handantennen empfangen werden und mittels Kreuzpeilungen von unterschiedlichen Standorten einzelne Positionen der Küken ermittelt werden. Das war sehr aufwändig und lieferte nur wenige Datenpunkte, obwohl die Sender jede Sekunde ein Signal abgeben. Die nun installierten Empfänger können im Idealfall aus jedem Signal eine Position berechnen und somit eine große und wertvolle Datenmenge erzeugen. Die Position soll aus der unterschiedlichen Empfangsstärke an den jeweiligen Maststandorten berechnet (trianguliert) werden.

Foto: Udo Effertz
Text: Marcel Holy

Ochsenmoor füllt sich

Wie jedes Jahr um diese Zeit können wir nun wieder berichten: Es ist wieder was los im Ochsenmoor. Nachdem Brachvogel und Uferschnepfe schon seit Februar zurück sind, können inzwischen auch Rotschenkel, Kampfläufer und Austernfischer wieder beobachtet werden. Und natürlich viiiele Enten. Schaut doch mal nach, was ihr alles entdeckt im Ochsenmoor! 🙂

Uferschnepfen im Ochsenmoor (Foto: Udo Effertz)
Rotschenkel im Ochsenmoor (Foto: Udo Effertz)

Uferschnepfe ‚Werner‘

Dies ist zwar kein aktueller Beobachtungshinweis, aber dennoch ein Tipp für alle interessierten Uferschnepfenfreund*innen:
Auf der Homepage des LIFE-Projekts „Godwit Flyway“ werden in unregelmäßigen Abständen Updates aus dem Leben einer farbeberingten und besenderten Uferschnepfe gegeben. Die Uferschnepfe bekam Ringe und GPS-Sender im Mai 2024 im EU-Vogelschutzgebiet Unterelbe verpasst und wurde auf den Namen Werner getauft.
Im März 2025 kehrte Werner zur Unterelbe zurück und besetzte dasselbe Revier wie im Jahr zuvor. Informationen zu seiner Reise und dazu wie die Brutzeit für ihn verlief, können auf der Projektseite nachgelesen werden.

‚Werner‘ kurz nach seiner Beringung und Besenderung. Er hat die international geltende und individuelle Farbkombination YGY/GMR erhalten. Dabei wird das linke Bein immer zuerst abgelesen: yellow-green-yellow (gelb-grün-gelb). Und rechts: green-metal-red (grün-Metall-rot). Auf dem Metall-Ring am rechten Tarsus befindet sich ein individueller Code der die Markierungszentrale bezeichnet und eine Meldung des Vogels im Falle einer Bergung ermöglicht. Foto: NLWKN

Aktuell befindet sich Werner im nördlichen Grenzbereich des Senegals, nachdem er zuvor einige Zeit in Gambia verbracht hat. Dies ist dank des GPS-Senders und Global Flyway Network gut nachzuvollziehen.