Hoffentlich noch ganz dicht…

Seit mehreren Jahren pflanzen wir ja bereits Schilf und Teichbinsen im Dümmer an, die wir in Eimern und anderen Gefäßen vorziehen. Dazu benötigen wir regelmäßig neue Eimer, Maurerkübel oder andere Gefäße mit mindestens 5 Litern Fassungsvermögen. Wichtig ist dabei, dass diese wasserdicht sind, um die Samen bzw. Jungpflanzen ausreichend feucht halten zu können.
Wenn uns also jemand auf diese Weise unterstützten möchte – die Gefäße können natürlich schon benutzt sein – freuen wir uns sehr.

Vogeltränke

…im Winter hing mein Vogelfutterhaus an einem alten Sonnenschirmständer…

nun hängt dort etwas anderes. Mein Futterhaus habe ich jetzt für ein halbes Jahr „eingemottet“. Da gibt es wohl unterschiedliche Auffassungen, ob man immer füttern sollte oder nur in der kälteren Jahreshälfte. So wie vieles hat alles sein Für und Wider. Ich mache es klassisch und füttere ab jetzt nicht mehr.

Dafür biete ich meinen gefiederten Freunden einen anderen Service. „Wash and Drink“. Auf dem Flohmarkt fand ich eine alte Hängewaage mit einer großen Schale. Freischwebend und damit katzensicher hängt die Wasserstelle an dem Schirmständer. Zwei flache Steine liegen in der Schale, damit die Vögel Anflug und Putzstellen haben. Im Vorbeilaufen sieht man schnell, wenn Wasser fehlen sollte und so genießen wir nun das neue Treiben auf Augenhöhe.

Das ist nicht nur sinnvoll für die Vögel – es ist auch ein kleiner Hingucker im Garten wie das Bild zeigt.

Mit Grüßen aus der Natur von Jürgen

Chilepfeifente

Nachdem sie schon am 1. März unter ungünstigen Fotobedingungen gesichtet wurde, gibt es jetzt Beweisbilder der Chilepfeifente im Ochsenmoor.

Wie der Name schon vermuten lässt, sind Chilepfeifenten im südlichen Südamerika beheimatet. Laut Wikipedia wurden sie 1870 und 1871 nach Europa eingeführt. Inzwischen sind sie als Ziergeflügel weit verbreitet. Wo der Kollege im Ochsenmoor ausgerissen ist, bleibt unklar.

Fotos: Udo Effertz

Das Rebhuhn

Das Rebhuhn gehört zur Familie der Fasanenartigen.
Das Vorkommen des Rebhuhns ist in Deutschland teilweise so geschrumpft, dass es in einigen Regionen sogar ausgestorben ist. Einen großen Teil hat die intensive Landwirtschaft dazu beigetragen.
Die Randstrukturen (Hecken, Altgrasstreifen etc.) in der Feldmark sind stark zurückgegangen und durch das Aufbringen von Herbiziden sind die Wildkräuter aus den Äckern verschwunden, welche das Rebhuhn als Nahrung nutzt. Außerdem ziehen diese Wildkräuter Insekten an, die ebenfalls lebensnotwendig für das Feldhuhn sind.
Nicht zu vergessen sind die natürlichen Feinde, denn diese haben sich in den letzten Jahren erheblich vermehrt. Zu den natürlichen Feinden zählen z.B. der Fuchs, der Dachs, der Steinmarder, der Marderhund, das Hermelin, die Ratte, das Wildschwein sowie verschiedene Greif- und Rabenvögel.

Wie können wir dem Rebhuhn helfen?
Wir können Ackerrandstreifen anlegen, auf denen eine Blühmischung ausgesät wird, Hecken pflanzen, Fütterungen oder Wildäcker anlegen und vieles mehr.  Große Studien, besonders aus England und Frankreich, zeigen auch, dass die Bejagung von Raubsäugern deutliche Steigerungen des Rebhuhnbestands ermöglicht.

Aktuell ist die Zeit der Paarbildung (Februar/März) und das machen wir uns zunutze, um einen Überblick in die Populationsgröße der Rebhühner zu erhalten.
In diesem Zeitraum kann man die Rebhühner verhören, denn Rebhühner antworten auf Rebhuhnrufe, die mit einem Lautsprecher abgespielt werden.
Hauptsächlich antworten die Hähne, Hennen hört man selten rufen, d.h. die Rebhuhnkartierung ist eine Zählung der Hähne.
Über die Ergebnisse werden wir berichten.

Ein Bild aus besseren Tagen; eine große Rebhuhnkette im Oktober 2012. In diesem Winter waren die Ketten zumeist deutlich kleiner. Immerhin eine Kette mit 18 Rebhühnern gab es aber auch in diesem Winterhalbjahr.
Inwiefern die Schneelage Verluste verursacht hat, ist nicht bekannt. Der Energieaufwand für die Nahrungssuche steigt dadurch aber deutlich an und die Rebhühner sind auch leichter zu erbeuten.

Text: Erik Langhorst mit Ergänzungen von Marcel Holy
Fotos: Marcel Holy

Bunte Nistkästen

… wenn es draußen stürmt und regnet…

ja das ist ein prima Zeitpunkt um die NUVD Nistkästen Bausätze zum Vogelkasten werden zu lassen.

Die beigefügte Bauanleitung ist easy umzusetzen und nach guten 10 Minuten ist der Nistkasten fertig. Werkzeug braucht man nicht – auch der Leim ist dabei. Sie sehen schick aus und über die Dachklappe kann man jährlich den Kasten reinigen. Perfekt!

10 Kästen habe ich zusammen gebaut – alle naturholzfarben. Das ging schnell. Zu schnell, denn draußen goss es in Strömen und ich hatte noch Zeit. Schnell waren Pinsel und alte Farben gefunden und schon geht’s los. Das ist so wie Steine bemalen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Schaut Euch meine Bilder an – Unikate – über Schönheit lässt sich eh streiten.

Wer einmal erlebt hat wie Kinder (auch Erwachsene) die Kästen zusammenbauen und Freude an ihrem Werk haben, der hat Spaß an der Sache und tut Gutes für die Vögel.

Mit Grüßen aus der Natur von Jürgen

Die verschiedenen Kehlchen

…rot, blau, schwarz, braun…

wer nun eine Flagge sucht, wird vielleicht auch erfolgreich sein –  aber es ist die falsche Fährte. Diese Farben liefert die Natur bei den Namen unserer hiesigen Kehlchen. Kehlchen sind Singvögel und nur eines ist das ganze Jahr bei uns. Wir kennen es auch vom Futterhaus im Winter – das Rotkehlchen.

Rotkehlchen: und wer nun glaubt, der hiesige Wintervogel sei immer hier, der irrt. Das Rotkehlchen, welches hier im Frühjahr brütet, ist in der Regel ein anderes als das, was wir im Winter sehen. Unser Rotkehlchen überwintert im Mittelmeerraum und skandinavische Rotkehlchen rücken vom Norden her nach – so die Nachforschungen der Wissenschaft. Nur zum Singen setzt es sich erhöht auf einen Ast – sonst lebt es eher bodennah. Eine orangerote Brust zeichnet den sonst braunen Vogel aus.

Rotkehlchen (Foto: Christian Vogel)

Blaukehlchen: es lebt in nassen buschigen Bereichen mit Schilf, ist sehr heimlich und präsentiert sich und seine blaue Brust nur beim Singen. Zwei Arten unterscheidet man – rotsternige (mehr aus Skandinavien) und weißsternige (mehr mitteleuropäische) Arten. Es ist ein Mittel- und Langstreckenzieher.

Blaukehlchen (Foto: Maria Elena Vergara)

Schwarzkehlchen: es ist ein braun/schwarzweißer Vogel mit schwarzem Kopf (männlich) und bewohnt offene, trockene Lebensräume mit Büschen, aber auch Moore. Oft sitzt es auf solitären Halmen und exponierten Warten und sucht nach Insekten. Vom März bis September ist dieser Vogel hier zu sehen.

Schwarzkehlchen, Männchen (Foto: Werner Brinkschröder)
Schwarzkehlchen, Weibchen (Foto: Werner Brinkschröder)

Braunkehlchen: braungemustert, das Männchen mit auffallendem weißen Überaugenstreif. Ein Brut- und Sommervogel der feuchten Wiesen und Weiden und extensiv bewirtschaftetem Grünland. Die Bestände sind gefährdet und nehmen stark ab. Es ist selten – dann aber leicht zu entdecken, da es auf einem Zaunpfahl oder auf hohen Stauden Aussicht nach Insekten hält.

Braunkehlchen, Weibchen (Foto: Werner Brinkschröder)

Bis auf das Braunkehlchen habe ich alle Arten regelmäßig rund um den Dümmer gesehen – bei den Blaukehlchen sieht man hier die weißsternigen.

Ich wünsche euch viel Freude bei der „Kehlchen-Pirsch“ und schaut Euch vorher in einem Vogelbuch vor allem den Unterschied zwischen den weiblichen Vögeln des Schwarz-und Braunkehlchens an, denn die kann man schon mal verwechseln.

Mit Grüßen aus der Natur von Jürgen